Friedberg den 22ſten Mai 1837.
Geſtern hat die in der vorigen Numer dieſes Blattes angekündigte dreifache Feier ſtattgefnnden, nämlich die Eröffnung des evangeliſchen Prediger— ſeminars, die Eröffnung der Bildungsanſtalt für taubſtumme Kinder und die Vereinigung der bisher getrennten Kirchengemeinden hieſiger Stadt und Burg zu Einer Gemeinde.
Die Feierlichkeiten erfolgten ohne irgend eine Störung ganz in der Weiſe, wie das deßhalb er— ſchienene Programm dieſelben verzeichnete. Wir laſſen daſſelbe zum bleibenden Denkmale hier folgen:
„Das evangeliſche Predigerſeminarium zu Fried⸗ berg wird Sonntag den 21ſten Mai 1837 feierlich eröffnet. Hiermit wird die Introduction der neuer⸗ nannten Geiſtlichen der Stadt Friedberg, desgleichen die Feier der kirchlichen Vereinigung der vorhinigen Stadt⸗ und Burggemeinde daſelbſt, ſowie endlich auch die Inſtallation der Taubſtummen⸗Anſtalt in Verbindung geſetzt.
„Vormittags vor acht Uhr verſammelt ſich das der Eröffnung des Predigerſeminariums beiwohnende Auditorium in dem untern Raum der Burgkirche. Sämmtliche hierbei anweſende Geiſtliche erſcheinen in ihrer geiſtlichen Amtstracht. Auf der Emporbühne finden ſich die Zöglinge des Schullehrerſeminari— ums ein.
„Um acht Uhr treten unter dem Geläute der Glocken auf der Burgkirche in die Verſammlung ein: 1) der Director und die beiden übrigen Profeſſo⸗ ren des Predigerſeminariums, geführt von dem zur Eröffnung der Anſtalt abgeordneten landesherrlichen Commiſſarius und dem großherzoglichen Superinten⸗ denten der Provinz; 2 der Director und die übrigen Lehrer des Schullehrerſeminariums; der evangeliſche Dekan, Kirchenrath Pilger zu Friedberg, und der Director der Taubſtummen-Anſtalt; 3) die in das Predigerſeminarium aufzunehmenden Candidaten der Theologie. i
„Mit dem Eintritt vorgenannter Perfonen be⸗ ginnt ein unter Leitung des Großherzogl. Rectors Müller von den Zöglingen des Schullehrerſemi⸗ nariums, unter Orgelbegleitung anzuſtimmender Cho⸗ ralgeſang. Unterdeſſen nehmen die Eintretenden die für ſie beſtimmten Plätze ein und der Großherzogl. Commiſſär tritt ſogleich vor den Altar.
— 148
„Letzterer hält nach beendigtem Geſange die Inaugural-Rede; verlieſ't ſodann die landesherrli— chen Verkündigungen hinſichtlich der Errichtung des Predigerſeminariums und der Taubſtummen⸗Anſtalt, desgleichen die Allerhöchſten Ernennungsdecrete der hierbei Angeſtellten, und übergiebt hierauf, nachdem er auch den Director der letzteren Anſtalt zur Ueber⸗ nahme ſeines Amtes aufgefordert, die Leitung des evangeliſchen Predigerſeminariums dem Director deſ— ſelben mit der Einladung, ſeine Function alsbald anzutreten.
„Nach Statt gefundenem kurzem Zwiſchengeſang nimmt ſodann der Director des Predigerſeminariums die Stelle am Altar ein. Er hält eine Antrittsrede an die Verſammlung und beginnt ſogleich ſeine Amts— thätigkeit mittelſt feierlicher Aufnahme der anweſenden Candidaten der Theologie zu Mitgliedern des Se—⸗ minariums.
„Während des nun anzuſtimmenden Schluß⸗ geſanges findet die Aushändigung der Stiftungs⸗ urkunde, der Ernennungsdecrete ſowie der Aufnah⸗ meſcheine Statt, worauf die Verſammlung unter dem Geläute ſämmtlicher Glocken auf der Stadt- und Burgkirche und unter Vortritt der Schuljugend und ihrer Lehrer, ſich in geordnetem Zug in die Stadt⸗ kirche begiebt, woſelbſt ſich bereits die Mitglieder der bisherigen Stadt- und Burggemeinde verſammelt ha⸗ ben, deren vereinigte weltliche Kirchenvorſtände die Eintretenden an der Hauptthüre des Eingangs empfangen.
„Der Gottesdienſt wird in der gewohnlichen Ordnung gehalten. Den Altardienſt verrichtet der Decan und Oberpfarrer, Kirchenrath Pilger. Die Predigt übernimmt der zweite Seminar- Profeſſor und Stadtpfarrer Fertſch. Hierauf tritt der Su⸗ perintendent der Provinz an den Altar und voll⸗ zieht den Aet der Vereinigung der ſeither getrennt geweſenen beiden Gemeinden, desgleichen die Inſtal⸗ lation der hierbei neu angeſtellten Geiſtlichen. Ein paſſendes Schlußgebet wird von dem dritten Se⸗ minar⸗Profeſſor und Stadtpfarrer Sell geſprochen und hiermit unter Ertheilung des kirchlichen Segens der Gottesdienſt geendigt.“
Eine beſondere Erhöhung der Feierlichkeiten fand man in der Anweſenheit des Herrn Geheimen Staats⸗ rathes und Ober⸗Conſiſtorial⸗Präſidenten Freiherrn
Burzliche m. vnd Ordnung
Stille berrſchte
cute wan ded Buoggkaf ein Tag de Sladtvorſtan an der Zahl Wie di nehmenden u. ſeres lulbes ſ ſo prägt er ſe
dee Andenken
den ſpaleſten ſeyn von det St. Königlich Yflege der the des und— w der Menſchhe
Die S ſchritte geth. wohles und gründlichen F der Einzelne, Geſicht⸗ und hagt, ahne und durchzufe nach ihrer set ihrer ihm wal und dieſe Ri
des bürgalic
die gemeinen lauchtet. Un mint, die
fachen E ſche


