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heit, und wir ſind gegenwärtig im beſten Zuge, un⸗ ſern im Trinken berühmten Vorfahren in dieſem Vorzuge wieder gleich, und gleich ihnen in ganz Europa berühmt zu werden.
„Wenn man ſich erinnert, wie wenige Brannt— weinbrennereien noch vor vierzig Jahren bei uns zu finden waren, wo manche Wirthe eine kleine Ein⸗ richtung der Art hatten, welche nur ihren Haus be— darf lieferte, welcher ſehr gering war, weil es zu jener Zeit für die Einwohner als eine Schande galt, in ihrem Wohnorte ein Wirthshaus zu beſuchen, ndem dieß Niemand that, als ein Säufer; ſo wird man kaum begreifen, wie es möglich iſt, daß jetzt wenigſtens zwanzigmal ſo viel dieſes edeln Geiſtes gebraut wird, und doch Abſatz und Trinker findet. Man wird es aber begreiflich finden, wenn man die herrſchend gewordene Liebhaberei an dieſem Ge— tränke beobachtet und ſieht, wie daſſelbe bei Vielen zum unentbehrlichen Bedürfniſſe geworden iſt; wie ſelbſt Weiber und Mädchen ſich nicht ſcheuen, ihre Begierde nach Branntwein durch ihr Aufjauchzen bei'm Anblicke des Fläſchchens zur Schau zu tragen, während vor 40 Jahren die Frauen es für enteh— zend hielten, ſtarke Getränke zu genießen. Wenn die Landwirthſchaft einen wahren Gewinn von dem Kartoffelbranntweine hätte, der bei uns den Korn— branntwein gänzlich verdrängt hat, ſo wäre für den Verluſt an guter Sitte doch ein kleiner Erſatz vor— handen, und dieß wäre dann der Fall, wenn der ganze Bedarf an Branntwein nur aus Korn ge— wonnen würde. Alsdann wäre der Fuſel freilich etwas höher im Preiſe; der Landwirth könnte aber ſein Korn mit mehr Vortheil bauen und wäre des Abſatzes gewiß, den er jetzo oft nur durch den Ver— kauf unter dem Preiſe erzwingen kann.
Was ein Volk, welches ſich dem unmäßigen Genuſſe des Branntweins ergeben hat, nach Geiſt und Leib werden muß, darüber wollen wir uns ein andermal ausſprechen.
Bekanntmachungen von Behoͤrden. i Gläubiger- Aufforderung. (26) Martin Dey von Obermörlen beabſichtigt nach Schwelm auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſino binnen drei Monaten bei gr. Land⸗ gericht dahier anzumelden, gegenfalls die Entlaſ— ſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den Aten Januar 1837. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. In Verhinderung: Der gr. heſſ. Kreisrathsſekretär Dr. Cameſasca. Gläubiger⸗ Aufforderung. (27) Kaspar Morſchel von Obermörlen beabſich⸗
tigt nach Lütteringhaufen auszuwandern. Rechts⸗ anſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei gr. Landgericht dahier anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. „Friedberg den 24. Dezbr. 1836. 5 Der großherzeglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Bekanntmachung. (28) Verfloſſenen Dienſtag, den 10ten d. M., iſt dahier ein Hund von wollgrauer Farbe, mittlerer Größe und einem friſch abgehauenen Schwanze, mit einem mit Nägel beſchlagenen Halsbande, woran eine Kette hing, zugelaufen. Der Eigenthuͤmer deſ⸗ ſelben hat ſich bei Unterzeichnetem zum Empfang zu melden und ſeine Eigenthums-Anſprüche näher zu. begründen. 5 Oſtheim den 16ten Januar 1837. f a Der großh. Buͤrgermeiſter Ruppel. Holz-Verſteigerung in der hochweiſeler Mark, Revier Hochweiſel. (29) Dienſtag den 24ten d. M., von Morgens 9 Uhr an, kommen in der hochweiſeler Mark, Di⸗ ſtrikt Lammeshard, unweit Münſter, folgende Holz⸗ ſortimente zur Verſteigerung, als: ö 1) 111 Stecken buchen Stockholz, altes, und 2) 14350 Stück gemiſchte Vorwuchswellen.. Die gr. Bürgermeiſter der zur Concurrenz ge⸗ legenen Orte werden erſucht, ſolches in ihren Ge— meinden bekannt machen zu laſſen mit dem Anfügen, daß, wenn dieſe Verſteigerung den 24ten nicht been⸗ digt werden ſollte, ſolche Mittwoch den 25ten d. M., Morgens 9 Uhr, ferner fortgeſetzt werden ſoll. Hochweiſel am 18ten Januar 1837. f Der großh. Bürgermeiſter Rente?; Holz-Verſteigerung. 5 (30) Mittwoch den 25ten Januar k. J., Mor⸗ gens 10 Uhr, ſollen in dem obermörler Gemeinds⸗ Wald, Diſtrikt Gaulskopf und Motzenplacken: 2½ Stecken birken Pruͤgelholz, 29 Stück birken u. eichen lange Wellen,
450„ aspene Normalwellen, 1600„ Dornwellen, zu Backholz nützlich, 2950„ kieferne Normalwellen,
unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen verſteigert werden. Der Anfang beginnt zuerſt am Gaulskopf, ſodann am Motzenplacken. Obermörlen den 18ten Januar 1837. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Morſchel. Bekanntmachung., (31) Zu Zahltägen für die vereinten Armenfonds, wie auch des Pfandhauſes ſind beſtimmt worden:
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