Ausgabe 
21.1.1837
 
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Indem ich dies zur öffentlichen Kenntniß bringe, gereicht es mir zur angenehmen Pflicht, den durch die Ergänzungswahl ausgetretenen ſowohl, als den in den Ausſchüſſen verbliebenen Herrn für ihre unei gennützigen Bemühungen zum Beſten unſerer gemeinnützigen Anſtalt den öffentlichen Dank hiermit auszu

drücken. Friedberg am 17ten Januar 1837.

Der großh. heſſ. Kreisrath als Praͤſident des Mathildenſtifts.

Küchler.

Pruüfet Alles und behaltet das Gute.

In der Neujahrsnacht und am Neujahrstage finden noch immer viele Mißbräuche Statt. Ueber einen Theil derſelben iſt man hier und da glücklich Meiſter geworden. Die Aufgabe ſcheint aber nur höchſt nothdürftig gelöſt, wenn man nur Mißbräu⸗ che abſtellt, ohne dieſelben durch gute Anordnungen und Gebräuche zu verdrängen. Denn mit dem blo ßen Niederreißen iſt überhaupt noch ſehr wenig ge than, das Aufbauen des Beſſeren iſt von höherem Werthe. Es gereicht darum gewiß allen Freunden des Guten zu hoher Freude, aus Nachſtehendem zu entnehmen, wie man an zwei ganz entgegengeſetzten Punkten unſeres Kreiſes bei'm letzten Jahreswechſel das Schmähliche nicht nur entfernt, ſondern auch das Rühmliche an ſeine Stelle geſetzt hat.

In der Gemeinde Hochweiſel ging die Bettelei am Neujahrstage bis zum letzterlebten noch recht im Schwange. Ganze Schaaren meiſt weniger bedürftiger, als vielmehr ſchamloſer Menſchen durchzogen bettelnd den Ort, beläſtigten auf höchſt ungebührliche Weiſe die Bewohner, entzogen dadurch den Ortsarmen manche Unterſtützung und verhinderten ſogar mitunter den Beſuch des Gottesdienſtes. Dieß beſtimmte den der maligen gr. Bürgermeiſter Reuter daſelbſt, zuerſt in der Mitte des Gemeinderaths, dann auch bei allen Ge meindegliedern eine Subſcription zu Almoſen zu er oͤffnen, welche am ten Januar an die Armen des Ortes vertheilt werden ſollten. Zugleich ſetzte Herr Reuter ſeine Collegen in den Nachbargemeinden von ſeiner Anordnung in Kenntniß, mit dem Be merken, daß allen Armen aus Hochweiſel das Bet teln am Neujahrstage anf's ſtrengſte unterſagt ſey, man aber auch keine fremden Bettler daſelbſt dulden werde. Einzelne Gemeindeglieder, welche dieſen zweckmäßigen Anordnungen aus ganz unhaltbaren Gründen ihren Beifall verſagten, brachte die dar⸗ auf Bedacht nehmende Neujahrs-Predigt des Orts geiſtlichen, Herrn Pfarrer Schaum, zur Einſicht

und thätigen Beiſtimmung. So gelang es den ver-

einten Bemühungen, die Feier des Neujahrstages durch Entfernung der in der That ſehr laſtigen und geſitteten Menſchen durchaus unziemlichen Bettel fahrten bedeutend zu erhöhen. Die bereitwillige Mitwirkung, welche Herr Reuter bei ſeinen Collegen in der Nachbarſchaft fand, machte ſogar faſt allen Zwang dabei unnöthig und die Armen der Gemein⸗ de Hochweiſel erhielten durch die Liebesgaben der vermögenderen Ortsangehörigen eine Unterſtützung, wie ſie ihnen bei dem früheren Unfug nie zu Theil werden konnte.

Aus der Gemeinde Kaichen theilt man Fol gendes mit:

Der hieſige Singverein hat ſchon ſeit mehreren

Jahren bloß aus eigenem Antriebe die ſchöne Gewohn heit eingeführt, die erſte Stunde eines neuen Jahres mit einem erhebenden Geſange zu feiern. In aller Stille verſammelten ſich auch bei dem letzten Jah reswechſel die Mitglieder deſſelben vor dem Pfarr- hauſe, und ſangen die drei erſten Verſe des ſo ſchö nen Neujahrs-Liedes: Gott, mit allen ſeinen Freu den ſchwand ein Jahr des Lebens hin ꝛc.(Nro. 610 im Landesgeſangbuch.) Darauf entfernten ſie ſich mit eben ſo großer Stille. Welche Empfindungen ein ſolcher Geſang in der ſtillen Mitternachtsſtunde in der Seele des Menſchen hervorbringe, kann um ſo viel weniger beſchrieben werden, als Empfindun

gen ſich überhaupt nicht beſchreiben laſſen. Möchte

doch dieſe fromme Sitte an recht vielen Orten Nach ahmung finden und der gewöhnliche rohe Lärm durch dieſe gewiß würdigere Feier verdrängt werden!

Welcher Bürgermeiſter unſeres Kreiſes und welches Mitglied der verſchiedenen Singvereine in demſelben ſtimmt nicht ein in dieſen edeln Wunſch und ruft von Herzen aus: Ehre einem Jeden, der nicht nur das Verwerfliche erkennt und tadelt, ſon dern ſelber kräftig Hand an's Werk legt, damit das Beſſere komme!

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