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er am folgenden Tage aufwachte, fand er eine Einladung zu einem glänzenden Abendfeſte bei einem der reichſten Patrizier der Stadt. Fräulein Iſaura, die Tochter des Hauſes, wäre ſchon lange gerne ſein Gegenſtand der Aufmerkſamkeit geweſen, aber ſie ſchien ihm zu reich und vornehm— nun war aber eine Gelegenheit zur näheren Bekanntſchaft vorhanden; er beſchloß alſo davon Gebrauch zu machen.— Nicht lange darnach wurde er zu dem geſtrengen Herrn Bürgermeiſter ſelbſt berufen, der ihm einen wichtigen Auftrag bekannt machte, welchen Willibald wegen Erkrankung eines der geſchickteſten Rathsglieder zur Ausarbeitung über⸗ nehmen möchte; dieſe Auszeichnung war fuͤr den jungen Mann ſehr ſchmeichelhaft— er machte ſich ſogleich an die Arbeit, nahm nur ein kurzes Mittagmahl ein und übergab gegen Abend die Aus⸗ arbeitung, welche der hocherfahrene Herr Burger— meiſter als ein Meiſterwerk anerkannte. Vergnügt über das erhaltene Lob und an eine frohe Ausſicht denkend, wozu ihm der Vater Fräulein Iſaurens behülflich ſeyn konnte, langte er erſt ſpät am Abende in ſeiner Wohnung an, wo er ſich ſogleich zum Feſte anſchickte. Willibald zog ſich haſtig an und ſteckte, ohne darauf zu achten, nebſt anderen klei— nen Bijouterien, die er in der Geſchwindigkeit zu— ſammenraffte, auch die Nuß zu ſich.
Nicht bald war ſo ein glänzendes Feſt gege— ben worden.— Fräulein Iſaura ſchien in ihrem Putze ſo ſchön wie ein Engel— und war ſo zu⸗ vorkommend und freundlich mit Willibald, daß die⸗ ſem ganz ſonderbar um's Herz wurde— er tanzte mit ihr, und war noch keinen Abend ſo ſeelenver— gnügt geweſen; nach dem Tanze begab er ſich in ein Nebengemach und Iſaura ſelbſt kredenzte ihm einige Erfriſchungen. Sie waren ungeſtört; Iſaura aber wurde plötzlich einer häuslichen Angelegenheit wegen abgerufen. Willibald ſchwamm in einem Meere von Wonne. Von ungefähr griff er nach ſeinem Tuche in die Taſche, da kam ihm die Nuß in die Hand.— Hollah, dachte er ſich, laß doch die erſte Probe machen und ſehen, ob ich hinter irgend ein Geheimniß kommen kann.— Er legte die Nuß auf den Tiſch, drehte den Ring am Fin⸗ ger und ſchnell hatte ſich dieſe in das kleine ſchwarze Männchen verwandelt, welches zur Kabinetsthüre hinausflog.— Nach einigen Minuten kam es wie— der zurück.—„Was haſt du entdeckt, fragte Wil⸗ d?—„Dies iſt ſchon die erſte Gelegenheit, wo ich dir nützen kann, erwiderte jener—„das Fräulein hat den Aufſatz eines Briefes an den ar⸗ men Studenten Adolf, deinen Freund, bei ſich, wo ſie ihm ſchreibt, daß zwar keine Ausſicht mit ihm vereiniget zu werden, vorhanden ſey, daß ſie aber den Rath der Eltern befolgen wolle, dich in's Retz zu ziehen, wo ſie dann Mittel genug finden
werden, heimlich zuſammen zu kommen.“— Willi⸗ bald ſaß wie verſteinert, ſein Zorn erwachte— er drehte den Ring am Finger links, ſteckte die Nuß wieder ein und eilte, ohne Abſchied zu nehmen,
nach ſeiner Wohnung zurück. Sein Erſtes war, dem Diener zu befehlen, ſein Roß zu ſatteln—
während deſſen ſchrieb er einen Brief an Adolph voll der bitterſten Vorwürfe und kündete ihm den Unterſtützungsbeitrag auf, den dieſer monatlich von ihm genoſſen hatte— dem redlichen Diener übergab er einſtweilen die Beſorgung ſeiner Wirthſchaft und ſprengte mit Geld wohl verſehen fort, ohne zu wiſſen wohin. Ermattet langte er am Morgen in einer abgelegenen Landſchenke an, wo er für ſich und ſein Pferd trefflich ſorgen ließ.— Ein Gaſt war in der Stube, der ſich ſogleich in ein Ge— ſpräch mit ihm einließ und Willlbalden trefflich gefiel. Ihn dauerte ſein gutes Pferd, daß er es dieſen Tag noch weiter abmatten ſollte, auch hat— ten ſich Sturmeswolken am Horizonte zuſammenge⸗ zogen— er beſchloß alſo bis zum folgenden Mor⸗ gen hier zu bleiben, und befahl, ein reines beque⸗ mes Zimmer zurechte zu richten.— Ueber Tiſch unterhielt er ſich trefflich mit dem Fremden, wel— cher ganz artige Hiſtoͤrchen zu erzählen wußte.— Während des Geſpräches kam der Wirth und brachte ein kleines Schreiben an den Fremden, worauf ſich dieſer auf einige Augenblicke entfernte.— Willibald ward neugierig, ſeinen neuen Bekannten doch etwas näher kennen zu lernen,— er drehte den Ring, und ſogleich ſchlüpfte ihm das ſchwarze Männchen aus der Rocktaſche und eilte dieſem nach.— Er kam bald wieder zurück.—„Du biſt in üblen Händen,“ ſprach er—„der Fremde iſt das Ober⸗ haupt einer ſchändlichen Räuberbande, und mit dem Wirthe hier einverſtanden.— So eben erhielt er Nachricht, daß heute noch mehrere ſeiner Kum— pane hier eintreffen werden— du warſt unvorſich⸗ tig genug eine volle Geldbörſe ſehen zu laſſen, und dein Leben iſt in Gefahr.“—„Was ſoll ich thun? fragte Willibald ängſtlich.—„Nur ruhig bleiben und dich nichts merken laſſen.— Ich werde mich jetzt nicht verwandeln, ſondern unſichtbar an dei— ner Seite verweilen— wenn ich dir aber den Wink gebe, daß cs Zeit ſey, ſo wirſt du dein Pferd ge⸗ ſattelt finden, jage ſchnell fort, eile aber rechts über den Feldweg der Heerſtraße zu, denn links her kommen die Räuber.“
Der Fremde kehrte bald wieder zurück, er war nun noch freundlicher und fröhlicher als zuvor— und Willibald gab ſich alle erdenkliche Muͤhe, ſeine Beklemmung zu verbergen.— Der Abend brach ſchon ſtark heran.— Das ſchwarze Männchen hatte ſich bisher ruhig in einen Winkel hingekauert, end⸗ lich huſchte es zur Thüre hinaus.— Nicht eine Viertelſtunde verging, ſo entſtand gewaltiges Ge⸗


