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„an b den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.
ba en N 16. 1837.
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et un 1 f. 10 50(was uber die Theegeſellſchaften neueſter Zeit. — Es haben ſich in der früheren und jüngſten Zeit
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Sonnabend, den 18. November
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Züge des Geſichts werden herabhängend, verzogen, und erſcheinen gleichſam welk und alt. Sieht man
nehrere einſichtsvolle Männer mit unerdenklicher Mühe beeifert, dem zu häufigen Brandweintrinken, in Allgemeinen, entgegen zu wirken, indem ſie die
e un üblen Folgen dieſes Getränkes, mit den grellſten
farben gemalt, vor Augen ſtellten; ſollte es nicht duch ein Wort zu ſeiner Zeit ſeyn, wenn man ſich nit eben ſo viel Wärme und Eifer dem übermäßigen Theetrinken(das in ſeiner Art eben ſo nachtheilig wirkt wie jenes) in den ſogenannten Damengeſell⸗ ſchaften annähme und deſſen Nachtheile ebenfalls in Betrachtung zoͤge?—
Ich bin meinestheils vollkommen überzeugt, daß wenn unſere lieben Damen die Nachtheile dieſes Getränkes kennen gelernt haben, dieſelben ſich gewiß nicht mehr mit ſolcher Leichtigkeit, wie es bisher ge⸗ ſchehen, von ihren gewöhnlichen Berufsgeſchäften entfernen und täglich dem unfreundlichen Getränk entgegen eilen werden.
Meine Damen, ich werde hier nur wohlmeinend und beſorgend für deren zukünftiges Glück, welche meine Stimme nicht verkennen wollen, reden, und lege deßhalb als Freund die Nachtheile des über⸗ mäßigen Theetrinkens zur Beurtheilung vor.
Der Thee iſt ein Getränk, welches, warm oder kalt genoſſen, die Verdauung ſchwächt, die Haut ſpröde macht und derſelben einen gelblich matten Schimmer giebt, der die jugendliche Friſche des Antlitzes benimmt; er entzieht den Augen ihren natür⸗ lichen Glanz und den anmuthigen Ausdruck; die Wangen verlieren ihre bezaubernde Röthe und die
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weiter, daß zu dem den Körper in allen Beziehungen ſchwächenden Getränke ſich noch der Genuß der verzuckerten, erſchlaffenden Gebäcke, wie z. B. Ku⸗ chen u. ſ. w. geſellen, ſo darf man ſich nicht mehr wundern, wenn man unter unſerem dermaligen ſchö⸗ nen Geſchlechte nur wenige Damen mit blühender Geſichtsfarbe und wahrer Fülle der Geſundheit wahr⸗ nimmt. Ich rathe daher, beſonders den jüngern Damen, denen es gewiß um die Erhaltung der Geſundheit und eine längere Blüthenzeit zu thun iſt, ſich im Genuſſe des Thees zu mäßigen und ſtatt dieſem Getränke bei dem Beſuchen einer Freundin, lieber mit einem Glas Waſſer, Butterbrod oder et— was Obſt zu begnügen, als daß ſie ſich ſchon nach der erſten Begrüßung die Theekanne vorſetzen laſſen.
Erwägt man das eben Geſagte, ſo läßt ſich daraus ziemlich deutlich entnehmen, daß die Thee⸗ geſellſchaften in der Regel auch nicht heiter ſeyn können, weil unter den nachtheiligen Einflüſſen des Theetrinkens der Geiſt abgeſtumpft und die gute Laune dadurch unterdrückt wird. Dieß, meine Da⸗ men, ſind die nächſten Nachtheile des Thee's, im Allgemeinen, nun folgen die entfernteren, welche beſonders aber von den verheiratheten Damen be⸗ beherzigt werden durften.
Für ältere Damen ergeben ſich öfters Folgen aus dem Theetrinken und den überhandnehmenden Theegeſellſchaften, welche ſogar manchmal den Haus⸗ frieden ſtören können, dann auch größere Ausgaben verurſachen, als nöͤthig ſind, und andere Dinge, die


