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den„Schoppen“ das frühere, kleinere Maaß gemeint
len und den armen Beſitzern in wenigen Jahren deren Erneuerung noͤthig machen, wenn bereits die darauf ſtehenden Haͤuſer aus allen Fugen gewichen ſind, werden in dem Geſagten eine Veranlaſſung finden, das genannte Material naͤher zu pruͤfen und, wenn ſie es als bewährt befunden haben, zum Ge⸗ brauche zu empfehlen. f
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Recept zu einer ſehr ſchwarzen und dauerhaf— ten Dinte. l l
Nichts iſt unangenehmer, als Handſchriften na etlichen Jahren verblaſſen oder roth werden zu ſe⸗ hen. Wer ſeine Dinte kauft, wird dieſe Erfahrung ſchon oft gemacht und zugleich bemerkt haben, daß dieſe im Kruge, worin ſie aufbewahrt wird, ſehr bald ſchimmelt und durch gänzliches Erblaſſen un⸗ tauglich wird. Die Urſache hiervon iſt die, daß das gemeine Gummi, welches dazu genommen wird, ſehr bald gaͤhrt, weil es zu viele Maſſe in die Dinte bringt, welche einen dicken Bodenſatz giebt, waͤhrend eine Beimiſchung fehlt, welche die Gaͤhrung und der Schimmel abhaͤlt: und dieſes iſt guter Eſſig. Ein⸗ ſender dieſes beſitzt das Recept zu einer trefflichen Dinte, welche Jahre lang ſchwarz bleibt und weder gaͤhrt noch ſchimmelt und faſt gar keinen Bodenſatz bildet; welche er bereits ſeit 30 Jahren erprobt hat, und glaubt daher, daß es den mehrſten Leſern des Intelligenzblattes erwuͤnſcht ſeyn werde, dieſes Recept hier mitgetheilt zu finden.
Das Recept beſteht in Folgendem:
Man nehme i 2 Loth engliſchen Vitriol(nicht, wie gewoͤhnlich,
Kupferwaſſer), 4½ Loth Gallaͤpfel, 3 Loth arabiſches Gummi, 1 Schoppen guten Weineſſig, 3 Schoppen Regen- oder Flußwaſſer.
Das Waſſer wird gekocht(damit die Dinte ſtaͤr⸗ ker deckt, kann mau darin 2— 3 Loth Braſilien⸗ holzſpane mitkochen, dann aber das Waſſer durchſei⸗ hen) und dann auf die mit dem Weineſſig ſchon einige Stunden vorher gemiſchten Species ſo heiß gegoſſen, als es das Gefaͤß er⸗ tragen kann. Nun rührt man die ganze Maſſe etliche Minuten lang um, ſo iſt die ſchwärzeſte Dinte fertig. Es muß hierbei nur noch bemerkt werden, daß unter
iſt. Nach dem neuen Maaße müßten die Species verhaͤltnißmaͤßig vermehrt werden.
Reflexionen. Warum die alten Aſtronomen,(Sternkundige) Aſtrologen(d. h. Leute, die aus dem Laufe und
Stande der Planeten die Schickſale der Menſchen
erforſchen wollten) wurden, und warum mit den Fortſchritten der Sternkunde mittelſt der Fernröhre die Aſtrologie der Aſtronomie weichen mußte? Dieſe Frage ſcheint ſich dahin beantworten zu laſſen: weil die Alten nur den Lauf der Geſtirne bemerken, aber nicht, daß dieſe große Weltkörper ſind, erken⸗ nen konnten, und es ihnen ſchien, als ſey die Erde der Mittelpunkt, um welchen ſie ſich drehten und die Geſtirne folglich nur für die Erde da; ſo mußte
ihnen die Bewegung der Geſtirne das einzige Be⸗
obachtenswerthe ſeyn und in ihren Augen dieſer Be⸗ wegung nur Bezug auf die Erde haben und als deren Schickſalsverkündiger erſcheinen. E.
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Ein verſtorbener beruͤhmter Weltweiſe ſagt: es gehoͤrt ein unendlich hoͤherer Grad von Glauben dazu, um ein Gottesleugner, als um keiner zu ſeyn. Der Lehrſatz:„es ſey kein Gott“ erfordert, um geglaubt zu werden, weit mehr Leichtglaͤubigkeit, als alle andern Lehrſaͤtze miteinander.“ Und doch gibt es Leute, welche dieſe Leichtglaͤubigkeit zur Schau tragen um fuͤr ſtarke Geiſter zu gelten!—
Bekanntmachungen von Behoͤrden.
N
Gläubiger- Aufforderung.
(434) Philipp Fiſcher von Okarben beab⸗
ſichtigt mit Familie nach Nordamerika auszuwan⸗ dern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgericht Großkarben anzu⸗ melden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den öten Mai 1837. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg.
1 Küchler. Frucht⸗Verſteigerung zu Wölfersheim. (467) Dienſtag den 27ſten Juni d. J., Morgens 10 Uhr, ſollen 200 Achtel Korn, 200 Achtel Ger ſt
d 30 10 off
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