Ausgabe 
14.10.1837
 
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276 Schließlich eröffne ich Ihnen bei dieſer Gelegenheit, daß ich ſchon oft gefunden habe, daß einzelne

Büͤrgermeiſter von den Berichten, Dienſtſchreiben, Verfügungen u. ſ. w. keine Concepte oder Notizen zurück⸗

behalten. Sie werden deßhalb angewieſen, von allen wichtigeren und größeren Ausfertigungen förmliche

Concepte für Ihre Regiſtratur zu fertigen, von den minder wichtigen Ausfertigungen aber, wenigſtens ſo

eingerichtete Notizen zurückzubehalten, daß daraus Datum und Inhalt vollſtandig entnommen werden kann.

Friedberg den 11. Okt. 1837.

Küchler.

Sechs bedenkliche Vorboten einer großen Welt⸗ veraͤnderung, an Sonne und Erde ſichtbar. Beſchrieben und beurtheilt von Dr. J. G. Tinius. 8. Weimar. Voigt. N

Dieſes Schriftchen zerfällt in ſieben Abtheilungen, wovon die erſte die Einrichtung der Sonne; die zweite ihre Verdunkelung durch zunehmende Flecken; die dritte ihre Abnahme an Größe; die vierte das Zurückbleiben der Frühlingsgleiche und das Fort⸗ rücken der Sonne im Weltraume; die fünfte eine allmählige Schmälerung der Erdſchiefe; die ſechſte die Abnahme des feſten Landes und die ſiebente die Vermehrung der Erdbeben beſchreibt und beurtheilt. Die letzteren ſechs Punkte ſollen die Vorboten einer großen Weltveränderung ſeyn, welche Bedenken er⸗ regten und Aufmerkſamkeit verdienten. Zur richtigen Würdigung dieſer Bedenken hät der Verfaſſer dieſe Schrift geſchrieben, deren Lectüre eine lehrreiche und angenehme Unterhaltung zu gewähren ganz ge⸗ eignet iſt. Wir wollen hier einige Stellen aus den beiden letzten Abtheilungen mittheilen:

An der Seite von England iſt nach alten Sagen in Northumberland ein bedeutender Strich Landes weggeriſſen worden, durch welchen mehrere Städte, ſonſt vom Meere getrennt, jetzt aber mit dem hohen Felſenufer über daſſelbe herüber hängen. Da dieſe vom Waſſer unterminirt werden, ſo folgt, daß ſie ſeiner Zeit hineinſtürzen müſſen.

An der Küſte von Porkſhire findet man jetzt Sandbänke im Meere, wo ſonſt Städte und Dörfer ſtanden, und das Meer dringt jährlich immer noch 12 Fuß vor. Ravensper war noch 1332 und 1399 ein bedeutender Seehafen, iſt aber ſeit langer Zeit vom Ocean mit ſeiner ganzen Umgebung ver⸗ ſchlungen und bei der Ebbe ſieht man noch Sand⸗ bänke an ſeiner Stelle.

Bei Spurn⸗Head, einem ſichelförmigen Vorgebirge, werden fortwährend von dem Ungeſtüm der Nordſee zu gewiſſen Zeiten ganze Morgen Land verſchlungen, und Aantitäten von Bernſtein abgeſetzt.

Im Jahre 1475 verſchwaud auf dieſe Art an

der Mündung des Humber eine große Fläche Land Vorzüglich werden die Kreide

mit vielen Dörfern. felſen vom Meere ſehr bald zerfreſſen und zum Ein⸗ ſtürzen ausgehöhlt. Bei Sherringham baute man

im Jahr 1805 ein Wirthshaus und berechnete die

Zeit von 70 Jahren, jährlich 3 Fuß, ehe das Meer den Platz erreichen würde. Allein ſchon zwiſchen 1824 bis 1825 wurden nicht weniger als 51 Fuß ab⸗ gewaſchen und die Signalſtation des Hafens hat ſeitdem drei Mal weiter vom Hafen landeinwärts müſſen aufgeſtellt werden, auch hat der Hafen Fre⸗ gattentiefe erlangt von 20 Fuß. Mehr ſüdlich neben dem Platze des alten Eromer, der jetzt einen Theil der Nordſee bildet, haben die Einwohner den Ort weiter rückwärts gebaut und werden bald auch da⸗ hin vom Meere verfolgt werden. Im Winter 1825 ſtürzte beim Leuchtthurme eine Maſſe Land von 12 Morgen ins Meer, obgleich das Meeresgeſtade 250 Fuß hoch war. In einem Striche 20 Meilen lang ſind an einer Küſte Ackergüter und Kirchſpiele unter⸗ gegangen und das Meer macht ſeit undenklichen Zeiten keinen Stillſtand in ſeinen Verwüſtungen.

Bei Dunwich wird das hohe Felſenufer unauf⸗ hörlich von der Meeresfluth untergraben und aus⸗ gewaſchen und an die Stelle jener Hafenſtadt iſt das Meer getreten. Die Felſengeſtade der Inſel Sheppey nördlich 60 bis 80 Fuß hoch, werden ſo raſch zerſetzt, daß ſeit 20 Jahren 50 Morgen Lan⸗ des verſchwunden ſind. Die jetzt an der Küſte ſte⸗ hende Kirche von Minſter lag vor 50 Jahren in der Mitte der Inſel, und man berechnet, daß die ganze Inſel in 50 Jahren nicht mehr ſeyn wird. Binnen 20 Jahren nimmt das Meer immer 150 Fuß weg, wenn gleich das Ufergeſtade aus Sand⸗ ſteinfelſen beſteht.

f(Fortſetzung folgt)

Miscellen. 4

Bis zum Jahre 1620 beſtanden die herrſchaftl.

Einkünfte in Rodheim in folgenden Präſtationen:

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