Erzeugung von Kopfweh und dergleichen iſt bekanntz doch iſt der üble Geruch der Luft und ihre Gierde nach Feuchtigkeit allein ſchon hinreichend, um die erwähn⸗ ten Erſcheinungen hervorzubringen. Die Wirkung künſtlich getrockbeter Luft auf den thieriſchen Orga⸗ nismus iſt ungefähr folgende: der lebende Körper duͤuſtet beſtändig aus, und der Betrag dieſer Aus⸗ dünſtung beläuft ſich bei einem Erwachſenen un⸗ ter gewöhnlichen Umſtänden im Durchſchaitt auf 20 Unzen in 24 Stunden. In einer ſehr trocknen Luft wird dieſe Aus dünſtung nothwendig erhöht, und die Folge davon iſt, wie bei jeder Verdünſtung, die Erzeugung von Kälte, die ſich am Auffallendſten an den Extremitäten, als an den vom Herzen am Weiteſten entfernten Theilen, zeigen wird. Das. Gehirn, welches durch den Schädel vor dieſer Ver⸗ dünſtung geſchützt iſt, wird dagegen eine verhältniß⸗ mäßig hohe Temperatur behalten, und daher mit jenen Flüſſigkeiten überladen werden, die durch in⸗ nere Kälte und die daraus entſpringende Kontrak⸗ tion der Blutgefäße aus den Extremitäten zurück⸗ getrieben werden, ſo daß alſo nothwendig die an⸗ gegebenen Erſcheinungen von Blutdrang gegen den Kopf eintreten müſſen. Die Direktoren jener Lebens⸗ verſicherungsanſtalt hatten daher ganz recht, den Grund des allgemeinen Unwohlſeyns jener Mauth⸗ beamten in der angewendeten Heitzung des Lokals
durch erhitzte Luft zu ſuchen.“(L. P. 3.) .
Legen wir heut zu Tage unſere geheimſten Ge⸗ hörtrichter an die Thüren unſerer Geſellſchaftsſale und Sälchen, Zimmer und Zimmerchen, Zirkel und Zirkelchen, ſo iſt es immer ein herausgeputztes Nichts, um welches wir, wie die Wilden um einen erſchlagenen Feind, herumtanzen und herum— jubeln. Da ſitzt man auf der langen Bank eines Winterabends um die Rieſin„Langeweile“ todzu⸗ ſchlagen; zuerſt wird dieſe Rieſin mit Thee gebeizt und mürbe gemacht, ſodann marſchiren die Damen mit Stricknadeln und die Männer mit Spielkarten und Tabackspfeifen auf ſie los, aber es geht dieſer Rieſin, wie dem Geſpenſte in der Fabel, was man ihr unten abſchneidet, ſetzt ſie oben wieder an.
Saphir. * 8*ñ Der Rath in einer kleinen Märkiſchen Stadt ließ einen Bürger ins Gefängniß bringen, der beſchuldigt war, daß er Gott, den König und einen Edlen Rath
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gelaſtert habe. Der Buͤrgermeiſter berichtet dies den Könige(Friedrich dem Großen), um zu erfahren, waß für Strafe ein ſolcher Miſſethäter verdient habe und folgender Beſcheid ward von des Königs eige ner Hand auf den Rand geſchrieben:„Daß del Arreſtant Gott gelaͤſtert hat, iſt ein Beweis, daß er ihn nicht kennt; daß er mich geläſtert hat, das vergebe ich ihm; daß er aber einen Edlen Rai gelaſtert hat, dafür ſoll er exemplariſch beſtraff werden, und auf eine halbe Stunde nach Span dau kommen.“ a
Bekanntmachungen von Behoͤrden. Frucht verſteig erung. (960) Von den diesjährigen. dahier lagernden Domanialfrüchten werden 24 Malter Weizen, 96 Korn, alten friedberger⸗ 75„ Gerſte und Maßes. 60 7. Hafer Donnerſtag den 16. k. M., Vormittags 10, Uhr, unter den bekannten Bedingungen in einzelnen Abtheilungen auf dem hieſigen Rathhauſe meiſtbietend verſteigert. Reichelsheim am 23. Okt. 1837. Herzogl. naſſ. Receptur Hehner. Gläubiger⸗ Aufforderung. (964) Philipp Konrad Moderov von Fried⸗ berg beabſichtigt nach Frankfurt a. M. aus⸗
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zuwandern Rechtsanſprüche an denſelben ſind bin⸗ nen drei Monaten bei großh. Landgericht Friedberg anzumelden, gegenfalls die Entl theilt wird. Friedberg den 16. Oktober 1837. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Gutsverpachtung. (966) Das vormals freiherrlich von Haxthauſen⸗ ſche, jetzt gräflich Goͤrtziſche Hofgut zu Georgen⸗ hauſen, im Großh. Heſſ. Kreiſe Dieburg, ſoll Mon⸗ tags den 4. Dez. d. J., Vormittags 9 Ühr, auf dem Gute ſelbſt meiſtbietend öffentlich verpachtet werden. Das genannte Gut liegt 2 Stunden von Darm⸗ ſtadt an der nach Erbach führenden Chauſſee, in einer ſehr anmuthigen und fruchtbaren Gegend; es enthält beiläufig 433 heſſ. Morgen des beſten Wieſen⸗ und Ackerlandes, beſteht gröͤßtentheils aus ganz gro⸗ ßen, der Hofraithe nahe gelegenen Parcellen, iſt in dem beſten Culturzuſtande und mit ſehr vielen Obſt⸗ bäumen bepflanzt. Es iſt mit den nöthigen Wohn⸗ und Oeconomiegebäuden(zum Theil ganz neuen, verſehen, beſitzt einen neuen, ſehr gut rentirenden Schwarziſchen Dampfbrennapparat, und gewährt
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