Ausgabe 
11.3.1837
 
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Pfänder- Renovation. (207) Alle in dem hieſigen Pfandhaus ſtehenden Pfänder, welche die Verfallzeit erreicht haben, müſ ſen in Zeit vier Wochen, von heute an, eingelöſt oder renovirt ſeyn, anſonſten ſie zum Verkauf aus⸗ geſetzt werden; bemerkt wird, daß die Einlöſung ſo wie die Renovation nur an den von der Armen⸗ commiſſion beſtimmten Tagen: Montag, Mittwoch und Samſtag geſchehen kann. Friedberg am 10ten März 1837. Namens der Pfandhausverwaltung Faatz. D. Pendling. A u 8 z u lei he n (208) Bei der Graff'ſchen Vormundſchaft dahier liegen einige hundert Gulden zum Ausleihen bereit. Ph. Preuſſer. Geſchäfts-Fortführung. (209) Einem geehrten Publikum mache ich die ergebenſte Anzeige, daß ich das Geſchäft meines kuͤrz lich verſtorbenen Mannes fortführe. Indem ich bil lige und reelle Bedienung verſpreche, empfehle ich zugleich meinen Vorrath von engliſchen Feilen und Büffelhorn zur geneigten Abnahme. Friedberg den Sten Marz 1837.

Meſſerſchmied Joh. Schäfer's Wittwe. Verſteigerung von Baumaterialien. (210) Donnerstag den 16. März l. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr, ſoll an hieſigem Mineralbrunnen eine große Quantität noch brauchbarer Baumaterialien beſtehend in Firſt- und Dachziegeln, Schieferſteinen, Latten, Dielen, Fußbodentafeln, Eichen- und Tan⸗ nen⸗Bauholz, Fenſter, Thüren, Läden, Treppen, Dachkandeln mit Rohr und Trichter, Guß- und Schmiedeeiſen, ſandſteinerne Treppen, Platten ꝛc.,

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unter den im Termin bekannt gemacht werdenden

Bedingungen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden.

Schwalheimer Mineralbrunnen, am 6ten März 1837. Henkel, 0 8 Brunnen Verwalter.

Bei C. Binder nagel in Friedberg iſt zu haben: Stückrad, G., Stimmen der Minorität. 1. Die Wage der Glückſeligkeit. 2. Zahme Laſter und geſchminkte Tugenden. thie. Adel. 1 fl. 12 kr Emmerich, G., Der ſichere Rathgeber in Rechts⸗ ſachen und Prozeßangelegenheiten. Ein gemein⸗ faßliches Hand- und Hülfsbuch fuͤr Bürgermei ſter, Schultheiſſen, Vorſtände, Scribenten, Bür⸗ ger und Landleute. 54 kr.

Fruͤchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 7fl. 14 kr. Korn: 5 fl. 7 kr. Gerſte: 4 fl. 31 kr. Hafer: 2fl. 45 kr. Erbſen: fl. kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 3. Maͤrz:

Waizen: 7 fl. 29 kr. Korn: 5 fl. 15 kr. Gerſte: 4 fl. 24 kr. Hafer: 3 fl. 12 kr.

Verkaufs-Preiſe vom 13. bis 20. Maͤrz 1837.

Fleiſch⸗ und Brodpreiſe ſind unverändert geblieben, außer daß in der Judengaſſe das Pfund Ochſenfleiſch 9 kr. koſtet.

Für die Richtigkeit: Der Bürgermeiſter Fritz.

3. Moraliſche Homöopa⸗ 4. Geldariſtokratie und Judenthum. 5. Der

Vorlaͤufige Anzeige.

Von hochpreißlichem Staatsminiſterium iſt mir geſtattet worden, neben meinem Intelligenzblatte ein Unterhaltungsblatt herauszugeben. Daſſelbe wird, dem Wunſche einiger meiner Freunde gemäß, vorzugsweiſe Gegenſtände des religioͤſen und ſittlichen Lebens behandeln und zugleich Schilderungen guter Menſchen oder einzelne herzerhebende Züge aus dem Leben derſelben mittheilen. Ich ſage vorzugsweiſe, da gemeinnützige Vorſchläge, Auszüge aus Werken guter Schriftſteller, welche intereſſante geſchichtliche

Mittheilungen, ſchöne und erhabene Schilderungen, Gedichte ꝛc. ꝛc. enthalten und oft wegen zu hohen

Preiſes nicht allgemein bekannt werden, dem Blatte nicht ganz fremd bleiben ſollen. Das Blatt will unterhalten und zum Guten ermuntern.

Diejenigen Männer, welche mich in dieſem Streben unterſtützen und literariſche Beiträge liefern wollen, bitte ich, mir gefälligſt bald ſolches mitzutheilen, um mich mit ihnen wegen der Bedingungen zu verſtändigen.

Das Blatt wird den Titel fuͤhren:

Welkerauer Unkerbalkungsblälter.

Ueber den Preis, das Beginnen und Erſcheinen des Blattes werde ich ſpäter Mittheilung machen. Friedberg. Carl Bindernagel.

Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg.

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brauche a Laſchriſt