Ausgabe 
9.9.1837
 
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denbach im Jahre 1297,) ſo daß im Jahre 1332 ſelbſt Kaiſer Ludwig der Baier das ihm zuſtehende Recht der erſten Bitte(d. h. die Befugniß, eine künftig erledigt werdende Pfründe in einem Stifte, Kloſter ꝛc. zu verleihen) zu Gunſten einer Cunigunda von Carben ausübte.) Doch bald kam es wieder in die mißlichſten Verhältniſſe. Im Jahre 1417 verſetzte es eine Bibel an das Kloſter Naumburg für 63 Gulden) begab ſich 1522 in den Schutz der Burg Friedberg, da es von allen Seiten gedrängt wurde. Der deßhalb der Burg von der Aebtiſſin Cath. von Carben, der Priorin Anna von Hülshofen(einem ausgegangenen Dorfe bei Ocarben) und dem Convente ausgeſtellte Revers wurde am 26. Mai 1544 von Kaiſer Carl V. und am 8. Mai 1566 von Kaiſer Maximilian II. confirmirt,) gab aber Veranlaſſung zu einem Proceſſe des damaligen Beſitzers von Höchſt mit der Burg, welcher denn auch fuͤr den Erſteren(H. W. v. Stockheim) ent⸗ ſchieden wurde.) Indeſſen benahm ſich die Burg trotz dem als Schirmherrin, indem ſie auf die 1529 geſchehene Anforderung der Stadt Frankfurt, das Kloſter ſolle zum Türkenzug beiſteuern, für dieſes antwortete, und 1531 Namens der damaligen Aeb⸗ tiſſin, Ehriſtina Schlanin von Großenlinden, den abgeforderten Rüſtwagen verſagte. 8) Dieſes bewog, dann den Hrn. v. Stockheim, ſeine Rechte mit Ge⸗ walt geltend zu machen, indem er 1568 mit be⸗ waffneter Hand in das Kloſter einfiel, und allerlei Exceſſe verübte, ſo namentlich den altenſtädter Schul⸗ theißen, der auf des Kloſters Seite war, mit einem geſpannten Gewehre mißhandelte, und ihm unter andern auch den Bart ausrupfte. Bald folgten andere dieſem Beiſpiele, ſo namentlich Werner von Buches, der im Jahre 1575 mit Reiſigen ins Klo⸗ ſter eindrang, und, unter Gewaltthätigkeiten gegen die Aebtiſſin, eine bedeutende Summe Geldes ent⸗ wendete, wofür er eine im Jahre 1577 von 5000 auf 4000 fl. geminderte Geldbuße erlegen mußte. Da in dem letztgedachten Jahre auch ein gewiſſer⸗ Melchior Buchenauer den Verſuch machte, das Klo⸗ ſter zu beſtehlen, ſo erneuen e 1580 die Aebtiſſin Anna v. Wallendorf die ung unter den Burg,

Friedberger Schutz. Im Frühjahre 1632 wurde das Kloſter von den Schweden beſetzt, und bekannt⸗ lich in Folge des Reichs⸗Dep. Hauptſchluſſes als Entſchädigung für die von den Franzoſen wegge⸗

nommenen Lande dem Grafen von Neu⸗Leiningen⸗ Weſterburg übergeben. E. Ech. 9) 2)) Mader Nachrichten von der Burg Friedberg. I. Thl. S. 40. 105. III. Thl. S. 367. ) Seript. rer. boic. T. I., p. 735. 5) Bernhard's wetter. Alterth. S. 109. 6) Herlius de jact. ord. cisters.§. 13.* 7) Meichsner T. I. decis. 41. 2 2 6) Lersner's Frankf. Chron. I. Thl. S. 377, IV. Thl. S.. 2

Bekanntmachungen von Behoͤrden.

F

Garten ⸗Verſteigerung. (714) Montag den 11. September l. J., Vor⸗ mittags um 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe des Friedrich Gram's Garten von 45 Ruthen an Anton Surada und Heinrich Zimmermann jun. in der Zten Gewann gelegen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 3. Auguſt 1837. In Auftrag: Der Bürgermeiſter D. Fritz. Aepfel: Verſteigerung. (797) Donnerſtag den 14. Sept. d. J., Morgens um 10 Uhr, werden die Gemeinde⸗Aepfek zu Langen⸗ hain, ohngefähr 150 Malter, öffentlich unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedin⸗ gungen meistbietend verſteigert. Die Herren Bür⸗ germeiſter werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden veröffentlichen zu laſſen. i Langenhain den 26. Auguſt 1837. 8 Der großh. Bürgermeiſter a Huth.*

Oſbſt⸗ Verſteige run g., (815) Das dies jährige der Gemeinde Fauerbach II. gehörige Obſt, beſtehend in Aepfel und Birnen, ſoll Dienſtag den 12. d. M., des Vormittags 10 Uhr, an Ort und Stelle an den Meiſtbietenden verſteigert werden, wozu Kaufliebhaber einladet

Fauerbach II. am 6. Sept. 1837.

Der großh. heſſ. Bürgermeiſter.

Sang. Bekannt match un g. (816) gazin koſtet dermalen und bis ſiger Bekanntmachung der Stecken gutes buchen Scheit⸗Holz 7 fl. 30 kr. 9 Dieſes bringt man hierdurch unter dem Anfuͤgen zur öffentlichen Kenntniß, daß die Käufer keinerlei Nebenabgaben, Trinkgelder und dergl. zu bezahlen haben. i

Büdingen den 28. Auguſt 1837. Gräfl. Yſenburgiſche Rentkammer daf.

In dem hieſigen herrſchaftlichen Holzma⸗ zu weiteren deßfall-

verkauft w niß bringt. Oſſeuh.

Ne (8200 12 Uhr, se Aepfel, cir 1 Uhr das Wieſen, be

(82m) 9 Uhr, ſolle Ort und Parthien Die 4 ſolches in Rocker

Ae (822) Ur, ſolle Gaueinde⸗ Miſtieten