Ausgabe 
7.10.1837
 
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zehmen hat, indem von da an keine Zinſen verguͤ⸗ et werden. Niederurſel den 3. Oktober 1837.

Der großh. Bürgermeiſter Amſel. ö Verkauf eines Faſſelochſen.

913) Nachſtkommenden Montag den 9. d. M.,

Zormiltags 10 Uhr, ſoll ein der hieſigen Gemeinde

zehöriger Faſſelochs, 1 Jahr alt, oͤffentlich verkauft

verden. Die Herren Buͤrgermeiſter des Kreiſes

Friedberg werden erſucht, dieſes in ihren Gemein⸗

ſen bekannt machen zu laſſen.

Oſſenheim den 3. Okt. 1837. Der großh. Bürgermeiſter Keller. Arbeits⸗Verſteigerung.

914) Mittwoch den 11. d. M., Morgens um

10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die Anlegung

eines Kellers im neuen Schulhauſe, beſtehend:

1) Maurerarbeit, voranſchlagt zu 274 fl. 55 kr.

2) Steinhauerarbeit 380 5, 3) Schreinerarbeit 9 8 4) Schloſſerarbeit 12% 5) Weißbinderarbeit 3% 28 7

2 Zuſammen 332 fl. 36 kr. ſodann die Aufführung einer Ringmauer am Schul⸗ haufe, Anlegung von Dunggruben und Abtritten, Abbrechung der alten Mauer, beſtehend in: 1) Maurerarbeit, voranſchlagt zu 221 fl. 49 kr. 2) Steinhauerbeit 49 20

3) Zimmerarbeit 59% 41, 4) Dachdeckerarbeit 22 5) Schreinerarbeit 5D, 6) Schloſſerarbeit 30 48 7) Weiß binderarbeit 14% 45

Zuſammen 461 fl. 14 kr.

öffentlich an Wenigſtnehmende verſteigert werden.

Die Voranſchläge ſind täglich von Morgens 10 Uhr

bis 12 Uhr und Nachmittags von 2 bis 3 Uhr bei

mir einzuſehen. Friedberg den 5. Oktober 1837.

Der Buͤrgermeiſter D. Fritz. Güter Verpachtung. (915) Montag den 9. d. M., Vormittags 11 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe die dem Karl Graff dahier zuſtehende 8 Morgen drei Viertel Ackerland, öffentlich meiſtbietend auf 3 Jahre ver⸗

pachtet werden. Friedberg den 4. Oktober 1837. In Auftrag: Der Bürgermeiſter D. Fritz.

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Privat⸗Bekanntmachungen.

Soll man ſagen! (916) Auch Ihr, lieben, Leſer, werdet am Ende dieſer merkwürdigen Geſchichte ausrufen: ſoll man ſa⸗

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gen! Ja, lieben Leſer, Ochſen, große Ochſen giebt's genug in der Welt; aber einen Ochſen(reſp. Farren, die andere Schreibart ließ ſich aber beſſer) einen ſo merkwürdigen Gemeindeochſen, wie wir ihn hier in Okarben haben, giebt es keine zwei. Den Ge⸗ meindeochſen alſo hier, der am Bartholomäustage ſchon die Zunge nach dem Graſe der ſogenannten alten Wieſe leckte und ſich im Voraus auf den guten Appetit ſeiner Kühe freute(denn er meinte, wie es bei ſeinen Vorvordern ſeit Menſchen Gedenken ge⸗ weſen wäre, ſo müßte es auch dieſes Jahr ſeyn, nämlich, daß er an dieſem Tage mit ſeinen Kühen auf die genannte Wieſe geführt würde) mußte es natürlich ärgern, daß das Grummet auf der alten Wieſe noch nicht gemäht war, und er mit ſeinen Kühen anſtatt ins Gras in die Stoppeln geführt wurde. Wie ſchmerzlich es iſt, der Hoffnung auf ein reiches und leckeres Mahl unerwartet entſagen zu müſſen, wird gewiß dieſer und jener im Leben wenigſtens einmal ſchon empfunden haben. Unſer Farren, dem auch das Ding wurmte, führte ſeine Heerde ins Dorf und ging ohne weiteres ins Gaſt⸗ haus zum Schwanen, um ſich im Aerger Eines an⸗ zutrinken. Sogleich kam auch der Hausknecht, wel⸗ cher im Hofe beſchäftigt war, um den ungewöhn⸗ lichen Gaſt ſtandesmäßig zu bedienen, das heißt weder mit Schnapps noch mit Bier, ſondern mit einem tüchtigen Knittel. Darauf war aber der Herr Farren nicht gefaßt und wurde über dieſe ſon⸗ derbare Bedienung ſo verplüfft, daß er gerne den Rückzug angetreten hätte; allein dieſer war ihm von dem ihn gut attaquirenden Hausknecht abgeſchnitten. Was war zu thun? Unſer Faſſelochs reſolvirt ſich kurz und ſpringt durch das Fenſter, daß Schei⸗ ben und Fenſterrahmen mit auf die Straße flogen, woſelbſt er wohlbehalten anlangte.D Wie man vernimmt, ſo wollen ſie ihn, wenn er wieder einmal kom nen ſollte, vom Fenſter aus attaquiren, ſo daß ihm der Rückzug durch die Thüre fein offen bliebe. Ein 6jähriges Reitpferd, (902) welches wegen ſeiner Größe auch zum Wa⸗ genpferd dienen kann, ſteht zu verkaufen. Ausgeber dieſes Blattes ſagt bei wem. Gebleichtes Lichtergarn

(917) von vorzüglicher Qualität und billigem Preiſe, iſt bei dem Unterzeichneten zu haben.

Friedberg. Nathan Hirſchhorn.

74 Leinweber ſtühle,

(918) ein breiter und ein ſchmaler, nebſt Zugehoͤr ſtehen aus freier Hand zu verkaufen in Büdesheim bei Heinrich Dehlers Wittib.

Ein vollſtändiges Logis, (919) welches ſogleich bezogen werden kann, iſt auf der breiten Straße zu vermiethen bei

Wittwe Hofmann.