Ausgabe 
4.11.1837
 
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Feſt unmittelbar anging, ſondern gewiß auch alle llebrigen, welche gegenwaͤrtig waren. Den Beſchluß der Feier machte die Communion, geleitet von den Herrn Pfarrern Breitenſtein und Münch, worauf dann der Segensſpruch durch den Herrn Superin⸗ tendenten erfolgte.

Den übrigen Theil des Tages war den mit allen Kirchweihfeſten verbundenen offentlichen Luſt⸗ barkeiten gewidmet und billig konnte man dieſes den Bewohnern Stadens vergönnen, da ſie ſo lange das Gluck, eine ſolche Feier begehen zu können, entbehrt hatten.

Der Damendichter. (Von achtbarer Hand eingeſendet.)

Einſender dieſes freut ſich ſehr, endlich einmal Gelegenheit gefunden zu haben, über einen Gegen⸗ ſtand, der ſchon ſeit einer Reihe von Jahren für ihn von großem Intereſſe war und immer noch iſt, jetzt einige Worte dieſem Blatte übergeben zu kön⸗ nen. Es mögen wohl einige Wochen ſeyn, da hörte ich anzuführen, von wem, kann den ver⸗ ehrten Leſern gleichgültig ſeyn, daß in der Nähe eines bekannten Städtchens der Wetterau ſchon ſeit längerer Zeit mehrere junge Damen zu einem Leſe⸗ zirkel ſich vereint hätten. Dieſe Nachricht war für mich eine angenehme und freudige Ueberraſchung, eine Ueberraſchung, in ſo fern man nach ſolchen Vereinen früher vergebens fragte, eine freudige und angenehme, weil man darin Sinn für Wiſſenſchaft⸗ lichkeit und ein lobenswerthes Streben nach einer höheren Bildung erkennt. Im erſten Augenblick war mein ſehnlichſter Wunſch, Mitglied dieſes Leſezirkels werden zu können, um ſo mehr, da ich einen ſolchen geiſtigen Genuß nun bereits drei Jahre lang beinahe ganz entbehre. Ich ſagegeiſtigen Genuß, und gewiß nicht mit Unrecht, denn wenn Mehrere in Verbindung mit einander gediegene Werke unſerer beſten deutſchen Claſſiker leſen und dabei ihre An⸗ ſichten und Urtheile über das Geleſene gegenſeitig austauſchen,(und Letzteres geſchieht auch bei jenen Damen, von denen man mir erzählt hat) muß da nicht der Geiſt genährt und geſtärkt werden? Anders aber wurde ich geſtimmt, wie ich hörte, daß man neben Jean Paul, Göthe und Andern auch den Damendichter leſe und ihn eben nicht ſehr günſtig recenſire. Da kam ich wahrhaft in Verle⸗ genheit, denn ich wußte nicht, wer dieſerDamen⸗ dichter ſey; ich wollte mir ſchon Vorwürfe dar⸗ über machen, daß ich in der Litteratur meines Volks ſo unbewandert wäre, dieſen großen Dichter nicht zu kennen; denn daß es einer der größeren Dich⸗ ter ſeyn müſſe, darüber war ich mit mir einig, weil ich mir nicht denken konnte, daß man neben Jean Paul, überhaupt neben den erſten Geiſtern Deutſchlands etwa mit einer ganz leichten Waare

würde. Meine Angſt ſchwand aber und das Gewiſſen ward wieder ruhiger, als man mir ſagte, wer der mir unbekannte Mann ſey. Leſer werden ſtaunen, wenn ſie hören, daß man mit dieſem Namen Niemand anders bezeich⸗ net, als unſern geliebten Schiller. Und warum nennen ſie ihnDamendichter!,Weil er Gedanken mit vielen Worten giebt. Nach dieſem Urtheile wird alſo derjenige Dichter Damenwelt angebetet zu und ſchönen Phra⸗ ſteckt. Ich muß ſolches Urtheil nie und es übrigens, daß man im Gegentheile

von Schiller, daß er nemlich kräftig und bündig ſchreibt, theilen. Als wirklicher Receuſent dieſem Manne gegenüber aufzutreten, dazu halte ich mich für zu ſchwach, bin indeſſen bereit, ein näheres Urtheil über ihn abzugeben, wenn mir einmal das Glück zu heil werden ſollte, einer Verſammlung des oben erwähn⸗

ten Vereins beiwohnen zu können. N Ein Freund Schillers.

Bekanntmachungen von Behoͤrden.

NN Prodigalitäts⸗Erklärung ladung. (943) Der Candidat des Predigtamtes Fritzen von Oberrosbach wurde durch Verfügung roß⸗ herzoglichen Hofgerichts vom 9. Juli l. J. fuͤr einen Verſchwender erklart und ihm in der Perſon des practiſchen Arztes Dr. Momberger in Rodheim, ein Curator beigegeben.

Man bringt dies mit dem Bemerken andurch zur offentlichen Kenntniß, daß Rechtsgeſchäfte des Candidaten Fritzen ohne Einwilligung, gedachten ſeines Curators, unverbindlich und nichtig ſind.

Zugleich werden alle diejenigen, welche Forde⸗ rungen an den Candidaten Fritzen zu haben glau⸗ ben, aufgefordert ſolche

Donnerſtag d. 23. November J. J., unter dem Rechtsnachtheil des Außſchluſſes vom In⸗ ventar bei unterzeichnetem Gericht zur Anzeige zu bringen.

Friedberg den 5. 1 In Auftrag großherzogl. heſſiſchen Hofgerichts der Provinz Oberheſſen: Großherzogl. heſſiſches Landgericht Hofmann. Dr. Gilmer.

Aufkuͤndigung der 4 pr. Ct. Gemeinds⸗

Schulden der

(958 Nachdem wir mit N Lindheimer in Friedberg ein Anlehen von

ſich begnuͤgen

ſen herumdreht, R geſtehen, ich hätte an ein nimmer gedacht.

und Edictal⸗

Oktober 1837.