manche Bleichen, wo die Sachen, bei guter Be⸗ handlung, nicht ſchön weiß werden, nicht ſelten, und in ſolchen Fällen iſt darauf zu achten, ob die Bleiche ſo angelegt ſey, daß der Mond ſie gut be⸗ ſcheint.
Bonn. Dr. A. Desberger'
Ueber Pflanzung und Behandlung der Obſtbaͤume.
Wenn man ſich mit Recht darüber freuen kann, daß in unſerer Wetterau der Obſtbaum eine beſon—⸗ dere Aufmerkſamkeit erfahrt, indem die Anpflanzun⸗ gen dieſer Bäume ſich jährlich erweitern; ſo hat der Sachverſtändige doch auf der andern Seite wieder ſo vielerlei an der Pflanzung und Pflege derſelben auszuſetzen, daß er ſich daruber wundern muß, wie dieſe Fehler von den Freunden der Obſtbaumzucht nicht bemerkt und vermieden werden. Ich will mich über diejenigen Fehler, welche mir bei jeder Wan⸗ derung durch obſtbaumreiche Gemarkungen aufgefal— len ſind, hier umſtändlicher ausſprechen, und zuerſt bei der Behandlung des Apfelbaums ver⸗ weilen, welcher unter den hier einheimiſchen Frucht⸗ bäumen die erſte Stelle einnimmt.
15 Man pflanzt dieſen Baum überall, wo ſich Hügel und Feldhöhen darbieten, vorzugsweiſe auf dieſe, obgleich jeder Beobachter ſich davon überzeugen muß, daß er auf ſolchen Standorten äuserſt ſelten, auf manchen Stellen nie⸗ mals Früchte bringt. Man wird bemerken, daß auf Höhen,— nämlich auf ſolchen, welche von Thalſenkungen, Wieſen und beträchtlichen Wäſſern zu entfernt ſtehen, als daß die von dieſen im Herbſte ausgehende naßkalte Abendluft, oder Herbſtnebel auf ſie einwirken könnten, nur wenige vollkommene Blü⸗ then hervorbringen, indem faſt in jeder Blume eine ſchmutzig weiße Made hauſ't, welche die Blume in⸗ wendig ausfrißt und, wenn die eine verwüſtet iſt, die nächſte anfällt, bis ſie alle zerſtört ſind. Die wenigſten Blüthen gehen auf und die aufgegangenen können keine Frucht bringen. Dieſe Made, welche aus dem Ey eines kleinen braunen Rüſſelkäfers ſchlüpft, findet ſich aber niemals, oder höchſtens nur einzeln, auf Bäumen, welche in Niederungen an Wieſen, in Thälern, nämlich wie wir ſie in der Wetterau haben, nicht aber in Bergſchluch—
ten,„) wo kein Obſtbaum fortkommt, oder an den Abhängen gegen feuchte Thäler zu gepflanzt ſind: weil dieſe Inſekten, welche im Herbſte ihre Eier abſetzen, dieſe naßkalte Abendluft und die Herbſtnebel ſcheuen. Da dieſe nicht bis zu den ent⸗ fernteren Höhen hinaufſteigen, auf dieſen vielmehr die Luft trockner und wärmer iſt, ſo begreift es ſich leicht, daß der kleine Rüſſelkafer hier recht einhei⸗ miſch ſeyn müſſe. Man pflanze daher die Apfelbäu⸗ me nicht mehr auf die Höhen.
2) Man pflanzt häufig die jungen Apfel⸗ bäume fehlerhaft, indem man die ſtärkſten Wur⸗ zeln gegen die Windſeite, d. i. gegen Südweſt, kehrt. Auf der Windſeite bedarf aber der Baum keiner
Stütze in der Erde, ſondern gerade auf der entge⸗ gengeſetzten, wo er ſich nothwendig in die Tiefe ver⸗ ſenken muß, wenn ihn nicht eine ſtarke Wurzel auf⸗ recht erhält. Auf dieſe Seite alſo, nämlich gegen Nordoſten, lege man jedem Baume, der dem Winde ſehr ausgeſetzt iſt, noch ein Stück Holz unter die ſtärkere Wurzel, ſo wird er gerade ſtehen bleiben. (Beſchluß folgt.) *) Wie Pfalm 23, 4., welche Stelle einem Gegner dieſer
Erfahrung in der Landw. Zeitung vor einigen Jahren vorgeſchwebt haben mag.
Bekanntmachungen von Behoͤrden. Frucht ⸗Verſteigerung. (82) Von den vorigjährigen hieſigen Domanial⸗ früchten werden 8 16 Malter Waitzen,
102„ Korn, 90„ Gerſte und 5 Hafer,
Donnerſtags den yten Marz d. J., Morgens 10
Uhr, in einzelnen Abtheilungen und unter den be⸗ kannten Bedingungen auf dem hieſigen Rathhaus meiſtbietend verſteigert. Reichelsheim am 3. Februar 1837. Herz. naſſ. Receptur. 7 Hehner. Gläubiger- Aufforderung. (85) Daniel Dreſcher von Butzbach beabſichtigt nach Nordamerika auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgericht dahier anzumelden, gegenfalls die Ent⸗ laſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 28ten Januar 1837.
Der großherzeglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler.
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