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im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen
9.
Sonnabend i
den 4. Maͤrz 4 837.
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Friedberg den 28ten Februar 1837.
Am 21ten d. M. Abends um 6¼ Uhr wurde Makler Michel Orſchel von Windecken auf dem Wege von Frankfurt nach Roßdorf durch einen unbekannten Mann mittelſt eines abgefeuerten Sack— piſtols lebensgefährlich verwundet und der Summe von 299 fl. nebſt einer Gurte, worin er ſie getra⸗ gen, beraubt.
Es iſt der Thätigkeit des gr. Bürgermeiſters Hinkel und der Gensd'armen zu Vilbel gelungen, den ruchloſen Thäter auszumitteln.
Ein Mann, welcher an dieſem Abend um 11 Uhr zu Vilbel ſehr haſtig nach dem Abgange des Poſtkärrn— chens gefragt hatte, als ihm dieſes aber zu lange ausblieb, mit Extrapoſt nach Rödelheim gefahren und mit viel Geld verſehen war, zog Verdacht auf ſich. Es wurde ermittelt, daß derſelbe ganz mit dem durch den gr. Kreisrath zu Friedberg verbrei— teten Signalement übereinſtimmte und bald auch der Name deſſelben erforſcht. Der Verbrecher iſt ein Dürrobſt⸗Händler zu Kronenberg. Das herzog— lich naſſauiſche Juſtizamt Königſtein hat nicht ge⸗ ſaumt auf erfolgte dieſſeitige Mittheilung von jenen Anzeigen alsbald Hausſuchung bei gedachtem Indi— viduum anzuſtellen, und hat bei demſelben von dem geraubten Gelde etwa 200 fl. nebſt der Geldgurte vorgefunden. Der Verbrecher iſt verhaftet und wird der verdienten Strafe nicht entgehen. 2
Einfluß des Mondes auf das Bleichen. (Beſchluß.) Das reine Licht iſt weiß, jedes gefärbte aber iſt nur ein getrübtes, und folglich muß für das
Bleichen reines Licht im Wunſche liegen. Wir ken— nen die drei Hauptfarben des Regenbogens, nämlich gelb, roth und blau, es ſteht daher nur zu bemerken, daß ſie die Hauptſtufen der Trübung des Lichtes ſind.
Jene Gewerbsleute, welche Metalle am Feuer bearbeiten, wiſſen, daß durch verſchiedene Grade der Hitze das Metall ſeine Farbe ändert(z. B. Blei läuft durch Schmelzen blau an u. ſ. w.). Bei der Sonne, als einem noch glühenden Himmelskörper, äußert das Feuer ſeinen Einfluß auf das Licht, welches über die Erde ausſtrahlt, und es ſpendet uns daher die Sonne kein weißes, ſondern ein meſ— ſing- gelbliches Licht, weil Gelb dem Weiß am nächſten ſteht.
Reines Licht kann uns nur ein ausgeglühter Himmelskörper geben, und wir erhalten es vom Monde, am ſtärkſten daher bei'm Vollmond.
2 Sollen Leinewand und andere Zeuge auf der Bleiche ſchön weiß werden, ſo gehört dazu, daß ſie während des Vollmondes darauf liegen. Die Blei— che muß deßhalb auch ſo angelegt ſeyn, daß der Mond ſie gut beſcheint, und es darf nicht der Feh— ler gemacht werden, welcher mit Wäſche oft ge— ſchieht, nämlich daß man ſie des Nachts abnimmt, denn ſonſt wird gerade das einflußreichſte Mittel für Weiße entzogen.
Die Hausfrauen, welche auf dieſelbe Bleiche ihre Wäſche legen, klagen gar oft über den Unter⸗ ſchied, und bei einer Nachfrage, unter übrigens gleich beſtandenen Umſtänden, wird ſich ergeben, daß die weißere Wäſche während des Vollmondes in der Nacht auf der Bleiche lag. Auch ſind Klagen über


