Ausgabe 
2.12.1837
 
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des Antlitzes ebenſo wenig, als den natürli⸗ chen Glanz und den anmuthigen Ausdruck der Augen; die Wangen hatten noch nicht ihre bezaubernde Röthe verloren, und alles Uebrige, was weiter noch angefuͤhrt wird, habe ich bis jetzt noch nicht in einem ſo grellen Lichte beobachten können, als es in jenem Aufſatze geſchehen iſt. Sey es nun, daß der Verfaſſer feine Mitwelt mit andern Augen anſieht, oder in einer ganz andern Welt ſich bewegt, ich kann wenigſtens ſeinen Anſichten nicht beipflichten, und gewiß viele noch mit mir. Das iſt wohl außer allem Zweifel, daß in jener Abhandlung Folgen, die allerdings das überm ä⸗ ßige Theetrinken nach ſich zieht, auf das Thee⸗ trinken überhaupt angewendet ſind. Den Ort möchte ich aber ſehen, wo man den Thee in ſolcher Menge genießt, daß man in der dieſem Getränke huldigen⸗ den Damenwelt mehr todtenähnliche Geſtalten erblickt, als ein lebenskräftiges jugendliches Angeſicht! In Friedberg wenigſtens habe ich dieſe Erfahrung noch nicht gemacht; auch traue ich unſrer Damenwelt ſoviel Kraft zu, daß ſie es nie zu einem ſolchen Grad der Vollkommenheit im Theetrinken kommen läßt. Auch ſcheint der Herr Verfaſſer überhaupt entweder mit einem ganz beſonderen Auge oder mit einem Vergrößerungsglas ganz eigner Art in den Damengeſellſchaften ſich umgeſehen zu haben; die Aeußerung wenigſtens, daß man ſchon nach der erſten Begrüßung die Theekanne ſich vor⸗ ſetzen läßt, ſcheigt darauf hinzudeuten. Das iſt denn doch etwas zu viel geſagt; jedenfalls iſt dabei nicht der verjüngte, ſondern der vergrößerte Maaß⸗ ſtab angelegt worden.

Was ferner dort ſteht, daß die Theegeſell ſchaften in der Regel auch nicht heiter ſeyn könnten, möchte eben ſo wenig auf einer all⸗ gemeinen Erfahrung beruhen, da ich ſchon oft von Damen, die ihnen beigewohnt, gehört habe:es iſt heute wieder viel geſprochen, geſcherzt und ge lacht worden und ohne eine heitere Stimmung läßt ſich dieſes doch wirklich nicht denken.

Im Uebrigen hat der Herr Verfaſſer manche treffende Bemerkung gemacht, namentlich in Bezug auf die verſchiedenen Nachtheile, welche größere Theegeſellſchaften, gehalten von Familien, nicht ſelten in ihrem Gefolge mit ſich fuhren, hier und da nur wieder mit etwas zu greller Farbe aufge tragen. Das viele Wahre, das mitunter in dem letzten Theile jenes Aufſatzes iſt, wäre zu wünſchen, wenn es von mancher Familie in vorkommenden Fällen beherziget würde.

Bekanntmachungen von Behoͤrden.

N

Mig de ie; Pe t te ige n (1037) Donnerſtag den 7. Dez. ſollen nachſtehend verzeichnete Gegenſtände auf Anſuchen des Herrn

328.

M. Simon dahier einer freiwilligen Verſteigerung ausgeſetzt werden:

3 Pferde, eine Kutſche, ein Stuhlwagen, wobei auch ein Schlitten iſt, ein Aſpänniger, ein 2ſpänniger mit eiſernen Achſen verſehener und ein einſpänniger Wagen, mehrere Ackergeräthſchaften, Wagen⸗ und Kutſchengeſchirre, Ketten ꝛc. e.

Friedberg den 24. November 1837.

Der Bürgermeiſter D. Fritz. Haus⸗Verſtei gerung. 5 (1034) Dienſtag den 5. Dez. I. J., Morgens um 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe auf Antrag der Wilhelm Breitwieſers Eheleute, deren Hofraithe, Nro. 90, auf der breiten Straße gelegen, beſtehend in Wohnhaus, Hofraithe, Stall und Gärtchen, oͤffent⸗ lich meiſtbietend verſteigert, und bei annehmbarem Gebot der Zuſchlag ſogleich ertheilt werden.

Friedberg den 23. Nov. 1837.

Der Bürgermeiſter D. Fritz. Frucht⸗Verſteigerung. (1040) Donnerſtag den 7. Dezember d. J., des Mittags 11 Uhr, werden 7

24 Malter Weizen J auf der hieſigen Amtsſtube unter den bekannten Bedingungen meiſtbietend verſteigert. Reichelsheim den 17. Nov. 1837. Herzogl. naſſ. Receptur Hehner. Weinbergs⸗Verſteigerung. (1041) Der den Erben des verlebten Oberſchul⸗ theiſen Bermann zu Vilbel zuſtehende, ſehr vor theilhaft gelegene Weinberg in hieſiger Gemarkung, welcher einen Flaͤchengehalt von 3 Morgen, 2 Vier⸗ tel und 83 Klafter hat, ſoll f Dienſtag den 12. Dezember d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr,. dahier in Vilbel auf hieſigem Gemeindehauſe, erb⸗ vertheilungshalber, meiſtbietend verſteigert werden und ſind Kaufliebhaber dazu eingeladen. Die Be⸗ dingungen ſind auch ſchon vor dem Termine bei Unterzeichnetem zu erfahren. Vilbel den 18. November 1837.. In Auftrag: 8 Der eroßh. Bürgermeiſter Hinkel. Gläubiger⸗ Aufforderung. (1042) Suſanne Engel von Obereſchbach beabſichtigt nach Bonames, im Frankfurtiſchen, auszuwandern. Rechtsanſprüche an dieſelbe ſind binnen drei Monaten bei großherzogl. Landgericht zu Großkarben anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungs⸗ urkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 14. Nov. 1837.

Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler.

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