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Blaͤttern mit der Hand zu beruͤhren. Die in dem men wurde, und nach Verlauf einer guten Viertel⸗ Kaſten befindliche Papierunterlage muß haͤufig ge⸗ ſtunde werden ſaͤmmtliche Cocons abgeſtorben und wechſelt und ſtets rein gehalten, jedes rauhe Luft, vertrocknet ſeyn. Hierbei huͤte man ſich aber wohl, chen vermieden und eine ſtete Zimmerwaͤrme von die Hitze nicht zu ſtark zu machen, damit die Seide 19— 20 Graden beobachtet werden. Nie darf es nicht darunter leidet. Nunmehr ſind die Cocons an friſchen, zur Zeit, wenn die Sonne den Thau zum Abhaſpeln der rohen Seide reif, welches auf abgetrocknet, gepfluͤckten Maulbeerblaͤttern fehlen. eigends dazu verfertigten Haſpeln geſchieht, deren Nach Verlauf von 5— 6 Tagen muͤſſen die nun Beſchreibung aber, ſo wie das Verfahren dabei ich ſchon erſtarkten Raupen in mehrere Kaſten vertheilt hier uͤbergehe, weil letzteres, ſo einfach es auch iſt, werden, und 1 oder 2 Tage ſpaͤter werden ſie ſich doch einiger Unterweiſung bedarf. Zur Nachzucht zum erſten Male haͤuten und dieſes im Ganzen vier⸗ waͤhle man die feſteſten, ſchoͤnſten und groͤßten Co⸗ mal von 8 zu 8 Tagen wiederholen. Wahrend die- cons aus— auf 1 Unze Eier rechnet man gewoͤhn⸗ ſes Zuſtandes ſchwellen dieſelben an und haben alle lich 200 Stuͤck— nehme einen Theil laͤngliche, Freßluſt verloren, welche ſich aber bald darauf um maͤnnliche, und einen gleichen Theil kurze, runde, ſo ſtaͤrker wieder einſtellt. Sehr zweckdienlich iſt es, weibliche, reihe ſie an einen Seidenfaden an einan⸗ die, in demſelben Zuſtande ſich befindenden Raupen der, wobei man jedoch ſehr vorſichtig ſeyn muß; da⸗ auszuſortiren und in einen Kaſten zuſammen zu le⸗ mit die Puppe nicht durchſtochen wird, haͤnge ſie in gen, denn nicht alle haͤuten ſich zu einer und derſel⸗ einem erwaͤrmten Zimmer auf, und bald wird man ben Zeit. Bis zur dritten Häutung gebe man ihnen bemerken, wie ſich die nun in Schmetterlinge ver⸗ jeden Tag 2 hoͤchſtens 3 Mal, nach der vierten wandelten Seidenraupen aus dem Geſpinnſt heraus⸗ aber wenigſtens alle 6 Stunde friſche Blatter, und beißen. Gleich bringe man dieſelben, ohne ſie jedoch waͤhle dann die ſtaͤrkſten und nicht von Mehlthau viel zu beruͤhten, auf Maulbeerblätter, und inner⸗ oder anderweitig beſchaͤdigten hierzu aus. Merkt halb 10 Tage wird die Begattung und Befruch⸗ man, daß einzelne Raupen abſtehen und krank wer? tung vo endet ſeyn, worauf dann die Maͤnnchen den, ſo ſind dieſelben eiligſt wegzunehmen, wenn wegzunehmen ſind; die Weibchen ſterben nach dem man nicht alle zu Grunde gehen ſehen will. Treten Eierlegen von ſelbſt ab. Nun ſtreife man die Eier im Verlaufe dieſer 4— 5 Wochen ſehr warme Tage mit einem Geldſtück von den Blaͤitern in eine wohl⸗ ein, iſt die Luft trocken und nicht neblicht, ſo iſt es gereinigte Schachtel und bewahre ſie an einem trock⸗ ſehr vortheilhaft, die Raupen in ihren Kaͤſten an die nen Orte für das naͤchſte Fruͤhjahr auf.
friſche Luft zu bringen, huͤte ſie jedoch vor Voͤgeln(Beſchkuß folgt.)
und Ameiſen. Am Beßten fand ich es, 4 bis 5 Kuͤſt⸗ 5 8
chen in Geſtalt der Horten in den Obſtdoͤrren fer⸗ Bekanntmachuͤngen von Behoͤrden.
tigen zu laſſen, dieſelben mit Flor zu uͤberziehen und 5 auf ein eigenes dazu gefertigtes Geſtell in der Stube Gläubiger⸗Aufforderung.
über einander zu ſetzen. 8 bis 10 Tage nach der(483) Adam Schaf er von Beyenheim beabſich⸗ letzten Haͤutung wird man eine ungewohnliche Un⸗ tigt mit Familie nach Nordamerika auszuwandern. ruhe und abnehmende Freßluſt an den Raupen be⸗ Rechtsanſpruͤche an denſelben ſind binnen drei Mo⸗ merken. Ziehen ſie überdies noch Seidenfädchen, ſo naten bei großh. Landgericht dahier anzumelden, ge⸗ iſt es ein Zeichen, daß die Zeit des Einſpinnens genfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. gekommen iſt. Man verſchaffe ſich nun eine hin⸗ Friedberg den 29ten Mai 1837.
laͤngliche Anzahl Ginſternreiſig, binde daſſelbe in Der großherzogli eſſiſche Kreisrat ſchuhdicke ganz lockere Buͤndel, damit der Unrath 9 5. Fe 9 der Raupen durchfallen kann und ſtelle dieſelben N Küchker g.
aufrecht auf eine, Unterlage von weißem, reinem. 8
Papier, ſtreue Maulbeerblätter daruber hin und Gläubiger ⸗Aufforderung,
bringe die Raupen nach und nach,, je nachdem ſie(484 Konrad Dewitz von Rendel beabſächngt⸗
Luſt zum Spinnen zeigen, darauf, ſo wird man bald nach Kilianſtäden auszuwandern. Rechtsanſprüche
a; f denſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. bemerken, wie ſie an dem Reiſig, aufkriechen und Au den 0 9. ſich zwiſchen daſſelbe einſpinnen. Nun bedecke man Landgericht Großkarben anzunelven⸗ gegenfalls die
5 1e Bi 1 Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. zum Ueberfluß die Buͤndel mit einer wollenen Decke N 5 5 laſſe ſie 9 Tage ganz unberuͤhrt, und nach Ablauf Friedberg den 20ſten Mai 1887.
diefer Zeit werden ſich die Raupen verpuppt, in Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath Cocons verwandelt haben. Jetzt nimmt man dieſel⸗ des Kreiſes Friedberg den ſehr vorſichtig und ohne ſie zu druͤcken von den Küchler
Bündeln ab und bringt ſie in Körben in einen Back⸗ Edictal la d u
1 n 9. f ofen, gleich darauf, wenn das Brod heraus genom⸗(514) Die Wittwe des Paul Joſeph Hartfuß hier⸗
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