Ausgabe 
25.7.1835
 
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bangen,

b Schni ern, daß einſt Römer unſern Ort bewohnten; ja te es auß 8 iſt ſelbſt wenig Hoffnung vorhanden, daß die . eim honen Grabſteine, welche aus unſerer ehrwürdigen

Gewand einer drei, beſczt und bſteine von d, ſo war ſie bergen pen Theil chaltare d)

etten, was zu retten möglich iſt!

Zurgkirche ruͤhren, für die Nachwelt erhalten wer⸗ ſen, wenn ſie nur noch zehn Jahre ſo behandelt Herden ſollten, wie ſie in dem letzten Jahrzehnt be⸗ andelt ſelbſt mißhandelt wurden. Möchten doch ie vorgeſetzten Behörden ſich ihrer erbarmen! Möch

en die Freunde der Ortsgeſchichte zuſammentreten

ind einen Verein bilden, um wenigſtens noch zu Möchte endlich

unweit det inſere Jugend aufmerkſam gemacht werden auf alles, dweſt nach vas uns von frühen Jahrhunderten Intereſſantes

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iberliefert wurde, und nicht muthwillig zerſtören,

vas uns doch heilig ſeyn ſoll! Ph. D.

Frage.

Es kaun wohl nicht in Abrede geſtellt werden, daß nicht ſelten gegen die Erndte hin bei uns der Brod⸗ mangel aus zweierlei Urſachen ſehr drückend für den Mittel- und armen Mann iſt, eines Theils wegen Mangel an Brodfrüchten ſelber, andern Theils vegen Mangel an Mühlenwaſſer.

Ob es gleich dem Wetterbache nie an Waſſer

ſo iſt doch an dieſem gegenwärtig und ße ſchon um dieſe Zeit Brodmangel, und zwar aus dem einzigen Grunde, weil zu dieſer Zeit Ortſchaf ten oberhalb Lich, und namentlich Oberbeſſungen, den Wetterbach abſchlagen und das Waſſer in die zeſen leiten, ſo daß der größte Theil der Mühlen im Landrathsbezirke Hungen und Kreiſe Friedberg ſtille ſtehen muß, was natürlich Brodmangel er⸗ zeugt. Damit alſo ein einziges Dorf ein Paar Morgen Wieſen wäſſern kann, müſſen Tauſende Brodmangel leiden, der in der Erndte, wo keine Kartoffeln mehr vorhanden ſind, um ſo viel drücken⸗ der iſt, als zu jeder andern Jahreszeit!

Dürfen wohl die Herren Bürgermeiſter dieſer beiden Bezirke, denen doch die Sache bekannt iſt,

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ohne daß ſie beſonders dazu aufgefordert werden,

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ſolchen Mißbrauch nicht ihrem Herrn Kreisrath zu Friedberg und Herrn Landrath in Hungen einbe⸗ richten?

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208 die abr leiten zuſammen gebracht werden können! So haben ſnan ſie in vir kaum Hoffnung, unſern Enkeln Beweiſe zu lie⸗

Einſender dieſes glaubt, daß, wenn es dit großh. Bürgermeiſter anzeigten, dieſe beiden rechtlich denkenden und achtbaren Staatsmänner dieſem Un⸗ fuge bald ſteuern würden.

Der achtbere Schullehrer.

Das frankfurter Journal vom§ten Mai 1835 enthält folgende, wir wiſſen nicht, aus welchem Blatte entlehnte Aneedote, die wir mehreren unſerer Leſer (auch denen, die's ſchon einmal geleſen haben) an's Herz legen müſſen.

Johannes Wüſt, Schullehrer von Bier hard bei Brugg, im Kanton Aargau, in der Schweiz, iſt der Ehrenmann, der ſchon ſeit 31 Jahren der Schule ſeiner kleinen Geburts-Gemeinde vorſteht. Er hat keine Kinder, beſitzt ein kleines Vermögen, von dem er bei einer großen Einſchrän⸗ kung leben kann. Darum hat er ſeine Beſoldung nie für ſich bezogen, ſondern immer einen großen Theil derſelben für Bedürfniſſe der Schule, zu Prämien für die fleißigſten Schüler, und zur Unter⸗ ſtützung armer Kinder mit Lehrmitteln verwandt, den Reſt aber zu einem geheimen Zwecke bei Seite ge legt. Endlich nach 31 Jahren der treueſten und fleißigſten Amtsverwaltung hatte er ſo viel zuſam mengebracht, ein ſchönes Haus zu erbauen, und als es fertig war, machte er es ſeiner Gemeinde als neues Schulhaus zum Geſchenke, und behielt ſich nichts vor, als die Wohnung im obern Stocke bis zu ſeinem Tode. Sein Lohn iſt ihm die Freude in dem mit ſo vielen Entbehrungen erworbenen Hauſe noch lange wirken zu können.

Ich will auch, erklärte der beſcheidene Manu, mein Lebtag Euer Schulmeiſter bleiben, und wenn ich alt werde, und der Schule nicht mehr nützen kann, ſo will ich auf meine Koſten einen Gehülfen an meine Seite nehmen, der von dem Schulrath für 5 erkannt wird.

Am 5. Mai 1830 war das Zeſt der feierlichen Uebergabe des Hauſes an die Gemeinde und ſeiner Einweihung zum Schulhauſe. Die ganze Gemeinde, Vorgeſetz te, Väter, Mütter, Söhne und Tochter, der Oberamtmann des Bezirks, alle Mitglieder der Schulbehörde, und viele Bürger und Collegen aus fernen Orten ſchloſſen ſich an, wohnten dem ein fachen, rührenden Feſte bei, deſſen ſchoͤnſte Zierde