Ausgabe 
21.3.1835
 
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Rosbach keineswegs erwähnt.) Die dritte Herr⸗

war, wie wir oben geſehen haben, garbrücken. Im Jahr 1633) ver⸗

nebſt Nieder-Rosbach um 22,000 Gulden an Heſſen⸗Darmſtadt, das nun, wie wir aus den frü⸗ her mitgetheilten Rechnungen erſehen haben), drei Viertheile beſaß. Ein Jahr darauf plünderten, wie bekannt, die Kriegsvölker unſer Städtchen, und bei dieſer Gelegenheit ſollen, wie Winckelmann erzählt, die alten Urkunden ihm entkommen ſeyn. Auf jeden Fall muß der Ort durch den dreißigjäh⸗ rigen Krieg überhaupt, damals insbeſondere, viel gelitten haben und ſehr entvölkert worden ſeyn. Dies geht hauptſachlich aus der Stelle unſerer früher ge gebenen Rechnung hervor, wo es u. A. heißt, die 6 Malter Salz haͤtten von Nauheim nicht bezogen

werden können,weill die Underthanen mehreutheils

verſtorbenn, vndt die noch übrige wenig Zeit im Flecken gewohnet, und deswegen das Holz nicht vom Salzberge nach Nauheim hätten liefern können. Nach und nach erholte ſich der Ort wieder et was, und wir haben geſehen, daß ſpäter noch Wein daſelbſt gezogen wurde, wiſſen indeſſen nicht anzu geben, wann der Weinbau ganz aufhörte.

Im Jahr 1666 wurde endlich das letzte Viertel Rosbachs von Chur-Trier durch Tauſch erworben; wofür? iſt uns nicht bekannt. Seitdem blieb es an Heſſen⸗Darmſtadt, und bildete bis in die neueren Zeiten mit Nieder⸗Rosbach ein beſonderes Amt, das nach der Erwerbung Friedbergs mit letzterem ver⸗ eint wurde, und auch in der neuen Organiſation mit demſelben vereint blieb.

Frühe ſchon ſcheinen Rosbach und Fried⸗ berg, auch der Lage nach, in gewiſſen Beziehungen zu einander geſtanden zu haben. Nicht nur finden wir ein angeſehenes Geſchlecht zu Friedberg, das ſichvon Rosbach nannte); auch in kirchlicher

7) Nicht 1621, wie der oben angeführte Weyrich Wetter⸗

dies dur Triet in 7 aun 4 Wend 1 16

mann S.. 225 fälſchlich angibt.

50) Intell. Bl. Nr. 43 von 1834.

d In einer ungedruckten Urkunde von 1314 kommt unter den Schöffen zu Friedberg ein Gobelo de Rospach und ein Goaso genannt Grozzeo de Rospach vor. Im J. 1376 war nach einer andern ungedruckten Urkunde ein Clericus Conradus dietus de Roispache. 1423 ſtarb Henricus Rospach, Schöff zu Friedberg, deſſen Grabſtein im nörd lichen Kreuz der friedberger Stadtkirche liegt. Auſſer die

Hinſicht war früher eine gewiſſe Gemeinſchaft. Wie Friedberg, ſo war nämlich Rosbach lange Zeit ein Filial von Straßheim, deſſen Kirche in der Nähe des nach Friedberg führenden Weges lag und deren Reſt erſt 1804 abgebrochen wurde. Doch hatte Rosbach ſeinen eignen Pleban(Pfarrer).

Daß frühe ſchon ein zum Gottesdienſte be ſtimmtes Gebäude daſelbſt geſtanden, ſieht man deutlich an dem unterſten Theile des Kirchthurms, welcher ſichtbar die Spuren des alten ſ. g. gothiſchen Bauſtyles an ſich tragt. Die im Innern deſſelben befindlichen Säulchen haben ſchoͤne Blatter, eins hat ein Männchen als Knauf. Die Thüre hat auch noch ihren urſprünglichen Kreuzbeſchlag. Renovirt wurde der Thurm im Jahr 1768. Die Kirche da⸗ gegen iſt 1757 neu erbaut. g

Wann Rosbach Stadtgerechtigkeiten erhielt, iſt uns durchaus nicht bekannt; daß es ſie aber hatte, leidet keinen Zweifel. Einſt zog um den Ort ein ſogenannter Haingraben als Befeſtigung. Noch iſt der Name geblieben, aber die Stätte ſeit einigen Jahren planirt und mit Obſtbäumen beſetzt. Außer dem zieht eine Mauer um den Ort, die aber aus neuerer Zeit zu ſeyn ſcheint. Vier alte Thürme gewährten nicht minder in fruͤhern Zeiten Schutz. Vor wenigen Jahren waren deren nur noch zwei übrig. Im Jahr 1832 wurde der dritte abgebrochen und mit den Steinen die Vorſtadt chauſſirt. In eben dieſem Jahre wurde, ſo viel uns bekannt, das ehemalige Amthaus zum Schulhauſe eingerichtet. Das alte von Holzhauſenſche Haus ſt ge⸗ theilt und verkauft; aber ihm gegenüber am Wirths⸗ hauſe zeugt noch jetzt das eiſerne Rad mit der aul gehobenen Hand und dem Schwerte von alter pein licher Gerichtsbarkeit. Im vorigen Jahre wurde end lich der vierte und letzte der alten Thürme thellweiſe niedergeriſſen. Dagegen wurde in neuerer Zeit nicht nur für Weg- und Straßenbau viel gethan, ſondern, was noch erfreulicher iſt, man ſieht jetzt rund um Rosbach eine Menge der ſchönſten jungen Obſtbau⸗ me an Orten, die ſonſt unbebaut und unbeachtet waren. Die Bewohner ſcheinen endlich erkannt zu haben, daß ihr Gebiet fur Obſtbau ganz beſonders

ſen findet ſich u. A. ein Altariſte Andreas Roispach und ein Niclas Roispach, ſodann von 1469 bis 1506 Albertus Rospach, der geiſtlichen Rechte Doctor und Pfarrer zu Friedberg.