nicht zu gedenken) die Kirche auf dem Schifſenberg, ſo wie die zu Großenlinden, namentlich deren Portal zu den alteſten und merkwürdigſten Werken des Landes gehören, und bemerkt zugleich, daß nicht weit von der letztern Kirche ein von Baſalt⸗ quadern errichtetes Gebäude ſteht, deſſen Thüre ſehr hübſche Verhältniſſe hat und aus den ſchönſten Zei⸗ ten des ſ. g. gothiſchen Styles rührt.
In den Kreiſen Grünberg, Alsfeld und Friedberg iſt das Wichtigſte angezeigt, und wir erlauben uns hier nur einer kleinen Nachleſe.
In Grünberg ſelbſt ſind die Reſte der ſchönen Kirche, wenn auch nur Trümmer, ſehr beachtens⸗ werth und wo möglich zu erhalten. Das ehemalige Antoniter⸗Haus enthält nichts, was großen Kunſt⸗ werth hätte; das innere Gebäude iſt 1555 erbaut. In dem nahe dabei ſtehenden neuen Gefängniſſe hat aber der Baumeiſter einen wahrſcheinlich in der Nahe gefundenen alten Stein einmauern laſſen, was ſeinem Geſchmacke wahrhaft Ehre macht. Es iſt ein Basrelief und ſtellt einen Mann zur Hälfte vor, der zwei Wappen hält. Das Ganze iſt ſo ſchon gearbeitet, daß es verdiente, im Kupferſtiche wieder gegeben zu werden. Der ſ. g. Diebsthurm exiſtirt auch noch, enthält aber nichts Merkwürdiges.
Auch in Wölfersheim ſteht noch ein alter Thurm. N
Die Kirche zu einige hübſche alte Niſchen. f n
Die Kirche zu Lich iſt nicht allein als Gebäude einer Beachtung werth, ſondern enthält auch meh⸗ rere der ausgezeichnetſten Grabſteine bis zum 13ten Jahrhundert hinauf, die für die Landesgeſchichte von hohem Intereſſe ſind.
Die Kirchen zu Kirchgöns, Pohlgöns, Langgöns ꝛ., die Schlöſſer zu Merlau, Stau⸗ feuberg, Friedelhauſen ꝛc. verdienen ebenfalls einer Beachtung..
Im Kreiſe Friedberg erinnern wir außer den angegebenen in Friedberg ſelbſt au 2 uralte
und wohlerhaltene Thürme, an die Synagoge, an
das Burgthor. Dagegen hat das Grab der Land⸗ gräfinn zu Münſter gar keinen Kunſt⸗ ſondern nur hiſtoriſchen Werth, und iſt nicht aus dem Mittel⸗ alter, ſondern gehört dem 17ten Jahrhundert an. Es beſitzt aber die Kirche zu Butzbach noch meh⸗ rere ſehr intereſſante Grabſteine. ö
Der alte Thurm im iſenburger Hofe zu Aſſen⸗ heim exiſtirt läͤngſt nicht mehr. Die Steine wur⸗ den, ſo viel uns bekannt, zum Bau der neuen Kirche verwendet, und in dem Hofe ſelbſt zeugen nur noch eiuige rohbehauene Quaderſteine, daß der Thurm daſelbſt geſtanden. Das Stadtthor aber verdient erhalten zu werden.
Von dem alten Schloſſe zu Staden ſteht auch nur noch ein runder Thurm. Das iſenburgiſche
Münſter bei Grünberg enthält.
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a 1 Haus daſelbſt, das vornen mit einem Erker ver⸗ ſehen iſt, führt die Jahrzahl 1574 und über de Thore 1592. N Eingange wurde bisher noch als Glockenthurm be⸗ nutzt. ö ö Die Krypte zu Kleinkarben hat weiter nichts Merkwürdiges, als daß ſie eine Krypte iſt. Da- gegen ſteht in der Kirche noch ein Säulchen aus alter Zeit und von ſchöner Arbeit. 4 Die Thorthürme zu Rodheim ſind ohne Bedeu- tung, dagegen beſitzt die Kirche zu Petter weil zwei hübſche alte Holzfiguren, die nur etwas Noth gelitten haben. Der Thorthurm daſelbſt hat unten die Jahrzahl 1589, weiter oben 1595. Der alte Taufſtein daſelbſt. wurde vor mehreren Jahren nach Vilbel in den Garten des damaligen Herrn Landrath Seitz trans⸗ portirt und ſoll noch dort ſeyn.. Von den Stühlen zu Kaichen iſt wenig mehr da, und die Capelle bei(nicht in) Aulendieb ach enthält auch außer einem Steine, der ein Vera⸗ Ikon darſtellt und wohl aus dem Anfange des 15ten Jahrhunderts ſtammt, nichts Ausgezeichnetes. Im Baubezirk, Alsfeld hätten wir den alten Taufſtein oder Weihkeſſel an der Todtenkirche zu Meiches und einen Stein am Brauhauſe zu Hom⸗ berg mit dem Stadt- Wopb und der Jahrzahl 1 1571 nachzutragen. g. Im Baubezirke Lauterbach und Schlitz er⸗* innern wir uns ſelbſt weniger Denkmäler aus alter Zeit, mit Ausnahme der alten Burgen in Schlitz und eines Theils der Kirche daſelbſt, der alt iſt, (die Trümmer des ehemaligen Schloſſes Warten⸗ bach ſind kaum noch zu ſehen), ſo wie der riedeſel ſchen Schloͤſſer Eiſenbach und Alteuburg. 4 Deſto mehr fiel uns auf, im Baubezirke Nidda außer Hirzenhain und Konradsdorf ins aufgezeichnet gefunden zu haben. Nidda ſelbſt enthaͤlt zwar nicht viel Ausgezeichnetes. Dagegen iſt die Kirche zu Geißnidda, das Schloß zu Bingenheim(an einer Schießſcharte ſteht die Jahrzahl 1550; doch fallen die Hauptgebäude in das 17te Jahrhundert) und der alte ſteinerne Tiſch daſelbſt, die Kirchen zu Dauernheim und zu Lind⸗ heim, ſo wie der alte Hexenthurm daſelbſt, die
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Kirche zu Ortenberg(mit ſchönen Grabſteinen
und einem ausgezeichneten Altargemälde aus dem Mittelalter), vor allen Dingen aber die Kirche zu Schotten vergeſſen, welche letztere zwar nicht eins der ſchönſten, doch eins der ausgezeichnetſten Gebäude und wenigſtens nach unſerm Dafürhalten
Auch ein Thurm über dem alen
aus dem Anfange des vierzehnten Jahrhunderts iſt..
Schade, daß die dazu benutzten Steine ſo ſehr der Verwitterung ausgeſetzt ſind. Das ſ. g. Schloß zu Schotten verdient keiner Beachtung. Der Reſt der rudolshäuſer Kirche(von einem ausgegan⸗ genen Dorfe) hat auch nichts Merkwürdiges, und
hörig in K berg/ ſtein . det! und bald merk heſſe ben! die hein holer


