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Was wir während der Prüfung geſehen und gehört haben, das entſprach im Ganzen unſern Erwartungen. Die ruhige und wuͤrdige Haltung der Lehrer, das Betragen und die Antworten des größten Theiles der zahlreichen Schüler, das und anderes bewies, daß das Vaterland Urſache hat, ſich dieſer Anſtalt zu freuen und nicht umſonſt eine ſo große Hoffnung auf dieſelbe ſetzt.
Uns, die wir freilich ziemlich ferne ſtehen, kam es vor, als hatte die Anſtalt ſeit mehreren Jahren an innerm Gehalte bedeutend gewonnen. Denn ſelbſt der Uneingeweihte konnte bemerken, daß nicht nur jeder einzelne Lehrer ganz den Stand— punkt wiſſe, den er einzunehmen, und das Feld kenne, das er zu bebauen hat, ſondern, was wich— tiger iſt, daß ſie zuſammen innig vereint, dem großen Ziele entgegen arbeiten, welches ſie ſich ge— ſteckt. Wo etwas Großes zu Stande gebracht wer— den ſoll, da müſſen wohl die Kräfte Mehrerer, zu einem Ganzen verbunden, wirken.
Wir möchten ihnen im Namen unſerer Wetterau und ſo herzlich, wie's dem Wetterauer geziemt, die Hand reichen und ermunternd zurufen, wie man dem Bergmanne zuruft, wenn er mit friſchem Muthe die Grube befährt, um die Schätze der Erde zu Tage zu fördern: Glück auf!
Ueber den Mohnbau.
Wenn die Preiſe des Getreides niedrig ſtehen, und abgeſehen von beſonderen Ereigniſſen, die etwa eintreten können, vorausſichtlich ein fuͤr den Pro— ducenten angemeſſenes Steigen der Preiſe nicht ſo— bald zu erwarten ſteht, dann iſt es eine Aufgabe für den Landwirth, Mittel aufzufinden, welche da— bin führen, von dem Grund und Boden einen gröſ— eren Gewinn zu ziehen, als der Getreidebau ab— wirft. Anpflanzung anderer Gewächſe und dadurch bewirkte Verminderung des Getreidebaues möchten tin ſolches Mittel abgeben, weßhalb der vermehrte Anbau von Oelgewächſen anzurathen iſt; insbeſon— tere ſcheint mir der Magſaamen oder Mohnbau in der Wetterau noch nicht genug beachtet worden zu ſeyn.
In der Gegend von Umſtadt, Reinheim und anderwärts in der Provinz Starkenburg wird ſehr riel Mohn und mit Vortheil gepflanzt. Der Boden
in jener Gegend iſt nicht ſo gut und ertragsfähig wie der in der Wetterau, daß aber Mohn in dem wetterauer Boden gut gedeiht, beweist der zwar ſpaͤrliche Anbau dieſer Pflanze in den Gemarkungen Friedberg, Oſtheim, Petterweil und andern.
Die Hauptvortheile dieſes Baues beſtehen darin: daß der reine Ertrag vom Mohn dem der einträg— lichſten Fruchtgattungen wenigſtens gleich kommt, ja denſelben überſteigt; in das ſogenannte Brach— feld gepflanzt werden kann, welche Felder in der Wetterau noch nicht genug benutzt und häufig mit der wenig werthvollen Erbſe bebaut werden; daß der Mohn, was beim Landwirthe ſehr in Anſchlag kommt, kurz vor Anfang der Getreide-Erndte ein— gethan wird und in der Regel um gute Preiſe gleich verwerthbar iſt. Der Oekonom wird durch baares Geld zu einer Zeit, wo oft die Mittek er— mangeln, aber Geld am nothwendigſten iſt, in den Stand geſetzt, ohne andere Hülfe die nicht unbe— deutenden Koſten ſeiner ganzen Erndte zu beſtreiten. — Gleich den beſten ausländiſchen Oelen liefert der Mohn— kalt geſchlagen— ein vortreffliches Eßbl.
Die Leute des Pachters werden ſich nicht be— ſchweren, wenn zum Salat ſtatt des Specks ven dieſem Oel genommen wird und die Hausfrau wird den Speck ſchon anders zu benutzen wiſſen.
Ein weiterer Vortheil liegt darin, daß durch den Mohnbau die ſehr bedeutende Summe Geldes, welche für Eßöl auswärts geht, in der hieſigen Gegend verbleibt.
Die folgenden Durchſchnittsberechnungen des Ertrages von einem mit Waizen oder mit Mohn bepflanzten wetterauer Morgen, beſtätigen den vor— theilhaften Bau des Letzteren.
Ein Morgen mit Waizen gepflanzt, gut ge— baut, liefert 4 Malter Frucht, im Geldanſchlag
Pr, ltr I flu, a e 200 fl.. Das Stroh und Spreu haben den
Werth von 6*—
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Summe 34 fl.— kr.
Hiervon ab:
Ackerlohn und Ausſaat.. Z fl. 30 kr. Schneider- und Binderlohn. 1% 12, Dreſcherlohnn. 1% 48 — ͤ——
6% 30
Bleibt rein 27 fl. 30 kr.


