Ausgabe 
27.12.1834
 
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find. Schon der Umſtand, daß wir uns ganz vom

Felde der Politik entfernt hielten, war uns nach theilig, denn wir leben in einer politiſchen Zeit, in welcher faſt nichts dauerndes Intereſſe hat, als was in die Politik einſchlägt. Dann iſt es auch nicht ohne Schwierigkeiten, Wahrheit zu reden, ohne rechts oder links Einem und dem Andern wehe zu thun. Wir waren beſorgt, die Klippen zu meiden, an welcher ſchon ſo manches Blatt, das über Angele genheiten ſeiner Umgebung ſprach, geſcheitert iſt. Das half uns, daß wir, wie wir verſprochen hat ten, ohne Leidenſchaft auftraten, das Belfern un⸗ beachtet ließen und immer nur die Sache, nicht das Individuum, im Auge zu behalten ſuchten. Unſern geneigten Leſern, die alle einen feinen und richtigen Takt haben, iſt das gewiß nicht entgangen. Es wird ihnen aber auch ſelbſt da, wo wir nur zur Kurzweil erzaͤhlten, nicht entgangen ſeyn, daß wir im Hintergrunde das Beſſere beabſichtigten.

Für alle Nachſicht, welche die geneigten Leſer, wenn wir nicht ganz das erfüllten, was wir ſoll⸗ ten, uns im vergangenen Jahre erwieſen, ſtatten wir ihnen den herzlichſten Dank ab, und reichen ihnen die deutſche Bruderhand mit dem Verſprechen, daß wir im nächſten Jahre beſſer machen wollen, wenn wir können, wenigſtens nicht ſchlechter. In⸗ dem wir ihnen dieſe Hand reichen, iſt es uns, wie einem, der ein ganzes Jahr lang mit einem andern gelebt, Freud und Leid getragen; es ergreift uns eine eigne Rührung.

Aber auch denen, welchen wir im vergangenen Jahre gar nicht genügt haben ſollten, und die uns zu verlaſſen Willens ſind, reichen wir eben ſo ge rührt die Hand. Waren wir ja doch ein ganzes Jahr lang in einer gewiſſen Wechſelberührung! Und man weiß wohl, wie's im Leben geht; ſelbſt die, ſo ſich nicht ganz verſtanden haben während eines jahrelangen Beiſammenlebens, vermögen nicht, ſich ſo kalt zu trennen, wenn ein Menſchenherz in ihrer Bruſt ſchlägt.

Im Ganzen können wir nicht umhin, dankbar zu ſeyn. Wir haben der Leſer mehr erhalten, als wir erwarteten, und hat unſer Blatt nachgerade nicht allein in unſerm Bezirke und in unſerer Pro vinz, ſondern auch in andern Orten hier und da Eingang gefunden, und Manches, was wir mitge theilt in ſchlichtem Gewande, gieng in andere Zeit⸗

blaͤtter über, und mag wohl ſelbſt von dieſem und jenem vornehmen Herrn geleſen worden ſeyn. Das ſoll uns indeß keineswegs aufblähen, ſondern nur ermuntern, auf dem Wege, den wir einmal einge ſchlagen, ruhig aber doch ſorgſam weiter zu wandeln.

Auch unſern Herren Mitarbeitern reichen wir dankbar die Hand. Sie haben uns oft mit Rath und That beigeſtanden, und belehrt, wo wir ſelbſt nicht hätten belehren koͤnnen. Denn wir ſind ſo ſtolz nicht, zu glauben, oder gar zu verkünden, daß wir alles wüßten. Nein, wo etwas Tüchtiges ge leiſtet werden ſoll, da müſſen ſich die Kräfte Meh rerer vereinigen, da kann nicht Einer Alles thun. Indem wir nun ſo gerne etwas Tüchtiges leiſten möchten, wünſchen wir der Mitarbeiter, denen es wie uns darum zu thun iſt, das Gute zu fördern, für das kommende Jahr wieder recht viele. Es ſoll ſie nicht reuen, mit uns vereint einem ſchöneren Ziele nachzuſtreben. Nicht allein werden ſie in ſich das Bewußtſeyn haben, daß ſie für ihre Mitmen ſchen gewirkt, ſondern auch dazu beigetragen haben, um unſer Blatt zu dem zu machen, was es ſeyn ſoll. Wir denken uns nämlich, wie wir in dem erſten Blatte des Jahrganges geſagt, die Wetterau als einen großen geiſtigen Verein, in welchem ohne Anſehen der Perſon diejenigen, welche Bildung genug haben und ſich gedrungen fühlen, ihre Mitbürger zu belehren, zu warnen, zu unter halten, ſich unſeres Blattes zu ihrem Zwecke bedie nen. Und das Ziel aller dieſer Bemühungen? Dahin zu wirken, daß unſere Mitbürger biedere, körperlich und geiſtig kraftige, dabei arbeitſame Wetterauer werden, damit ſie, als Theil der Heſſen, in der Reihe deutſcher Stämme ihres großen und, edeln Volkes und ihres gemeinſamen lieben Vater landes nicht unwürdig ſind.

Das Neujahr-Anſchießen.

Wie fangt man's an, daß dem Neujahr-An ſchießen entweder ganz vorgebeugt, oder die Ein richtung ſo getroffen wird, um etwaiges Unglück zu verhüten? Der in der letzten Neujahrsnacht zu Niederweiſel entſtandene Brand, welcher meh rere Scheunen verzehrte, ſoll durch Schießen ent ſtanden ſeyn. Und wenn auch das nicht, was müſſen in der Neujahrsnacht die Kranken und nervenſchwachen Perſonen leiden!

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