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lufſchluß. Anno 1718
„Iſt diß Gotteſhauß zu bauen angefangen, Nachdem im vorigen 1717 Jahr in der alten Kir— ichen daſ Zweyte Evangeliſche Jubilaeum Refor— mationis Lutheri von mir Pfarrer Joh. Ru— dolph Röſſing Noch celebriret und 3 Tag nach⸗ einander gehalten, anno 1720 aber iſt's vollendet und darauf den 16ten Sbr. als den Sontag nach Michaelis solenniter eingeweyhet anno 1773 aber renovirt worden.“
Der Taufſtein iſt eine ſchöne Arbeit aus Sand— ein mit vier Blättern, aber angeſtrichen.
Einige der früheren Geiſtlichen theilt uns Ma— er(Theil III S. 283 ꝛc.) mit. Wir wollen ſie tier nennen. 1565 war Ebert Haen Pfarrer 3 Rodenbach, darauf Caspar Rechtenberger bs 1586, dann der Burg⸗Caplan Wendelin Nartius bis 1609, Johann Piſtorius, nach im Konrad Textor, an deſſen Stelle 1618 hilipp Riccius kam. 1642 ſollte Joh. Wolff praͤſentirt werden, der ſpäter beurlaubt murde, worauf Helfrich Eckel 1 Jahr und nach im Peter Jungius bis 1663 und Philipp Sturm bis 1674 die Pfarrei erhielt. Dieſer Sturm wohnte, weil es in Rodeubach an einer Wohnung gebrach, zuerſt in Altenſtadt, als der ſurkſten Gemeinde, und von der Zeit an hielten e, ſo viel Schreiber dieſes bekannt iſt, alle nach— ſe‚genden Geiſtlichen in Altenſtadt auf.
Im Jahr 1806 kam dieſer Marktflecken mit der Burg Friedberg und der Grafſchaft Kaichen unter din Oberhoheit von Heſſen, ſo, daß der Burggraf als Standesherr angeſehen wurde. Dieſes Verhält— u währte bis 1819. Seit dieſer Zeit hat ſich Janches geändert. Die Mark iſt nämlich nicht uhr Gemeingut, ſondern unter die vier betheiligten bemeinden Altenſtadt, Höchſt, Oberau und ſſommelhauſen vertheilt worden. Dagegen erhielt i Jagdgerechtigkeit der Freiherr von Günderode u Höchſt.
Das ſogenannte Schloß, ein baufälliges Ge— lande, wurde vor Kurzem von dem Vormunde eines ndern Zweiges der Familie von Günderode nuflich veräußert.—
Gießen den 10. Juli 1834.
Der Präſident des landwirthſchaftlichen Vereins ſer Provinz, Herr von Firnhaber-Jordis, nue die Gefälligkeit, bei einer vor mehreren Monaten imernommenen Reiſe durch England dem Ausſchuß zn gedachten Vereins die Zuſicherung zu ertheilen, un Zwecke der Veredelung unſerer einheimiſchen kcaafe einen Widder und mehrere Mutterſchaafe
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velche wir darum hier mittheilen, hinlänglichen
von derjenigen Race in England, welche er zur
Kreuzung mit der unſerigen au zweckmäßigſten
erachten würde, für denſelben ankaufen zu wolleu.
Er fand, daß die in der Grafſchaft Oxford— ſhire einheimiſche ſogenannte Korzwold-Race weniger wegen der in dieſer Beziehung unſere Schaaſe wenig übertreffenden feineren Wolle, als wegen der aus— gezeichneten Größe, des vermehrteren Wolle⸗Ertrags und der größeren Maſtfahigkeit, ſo wie wegen der geeigneten klimatiſchen Verhältniſſe, vor allen andern ſich zur Kreuzung mit unſerer Race qualiſtciren werde, und kaufte einen Jaährlingswidder und vier Mutter— ſchaafe für den Verein an. Die Anſicht derſelben überzeugte den Ausſchuß von der Zweckmäßigkeit der Wahl: ein Verſuch bewies, daß der Widder ein Ge— wicht von 172 Pfund, die Schaafe dagegen ein ſolches von 112 Pfund lebend hatten, und der Ver— ſicherung des Herrn Ankaufers zu Folge ſoll ein ausgemäſteter Jaͤhrlingswidder ein Gewicht von 240 Pfund erreichen, und einen Woll⸗Ertrag von 12 bis 16 Pfund liefern.
Um die Art und Weiſe, wie durch dieſe Schaafe der beabſichtigte Zweck der Veredelung unſerer Race am Sicherſten und Schnellſten erreicht werden könne, zu berathen und feſtzuſetzen, ernaunte der Ausſchuß aus ſeiner Mitte die aus den Unterzeichneten beſtehende Commiſſion, und dieſe kam in ihrer erſten vorbereitenden Sitzung dahin überein, daß unter Feſt⸗ ſtellung der nachfolgenden unabänderlichen Bedingun⸗ gen eine Concurrenz für die Uebernahme der Schaafe eröffnet werden ſollte.
Es beſtehen jene Bedingungen darin, daß 10 die ſämmtlichen Schaafe vereint nur einem Züchter
in dieſer Provinz übergeben werden ſollen,
2) dieſelben Eigenthum des Vereins bleiben,
3) die reine Nachzucht der engliſchen Race gleich⸗ falls in ſein Eigenthum übergeht,
4) der Züchter nur reines Vieh halte,
5) die Fütterungskoſten unter Aufrechnung des Woll⸗ Ertrags von der Stamm⸗Nace und der Erlaubniß, eine beſtimmte Anzahl ſeiner eigenthümlichen Schaafe von dem engliſchen Widder beſpringen laſſen zu dürfen, durch ein für die übrigen zum Sprung gebrachten Schaafe feſtzuſetzendes Sprung⸗ geld, ſo weit thunlich, vergütet werden ſollen, und endlich
6) der Züchter die erzielte Baſtard-Race, ohne dem Verein den Verkauf zu offeriren, nicht außer der Provinz verkaufen und die männliche Baſtard⸗ Nachzucht nicht entmannen laſſen darf.
Daß ſich der Uebernehmer die möglichſt ſorgfäl⸗ tige Pflege und hinreichende Fütterung zuſichern muß, verſteht ſich von ſelbſt.
Die Concurrenz iſt bis zum 2. Auguſt eröffnet, bis zu welchem Tag die ſchriftlichen Propoſitionen dem unterzeichneten Rentamtmann Schneider einge⸗


