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zugendfreuden ebenfalls gönnen, ſo lange ſie, wie gſagt, in Ehren ſind, und benutzen die Gelegen— hit, auf mehrere alte Pfingſtgebräuche aufmerkſam 1 machen.
Den erſten Feiertag nach der Kirche müſſen de Friedberger mit ihren Kindern, jedes mit einem Lringen verſehen, nach der Pfingſtweide. Dort gert man ſich bei gutem Wetter, verzehrt ſein Etück Kuchen und nimmt auch wohl ein Glas aus em köſtlichen Pfingſtbrunnen, der die Eigenſchaft leſitzt, daß er klare Augen macht und heiteren Sinn. Nittler Weile wird die ſchönſte Kuh der in der kahe weidenden Heerde ausgeſucht, und bekränzt. Sie geht dann ſtolz nach Hauſe, als wüßte ſie, daß ſie die erſte iſt.
So einfach war's ſonſt. Jetzt wird's ſchon tornehmer. Man läßt die Kühe weiden, und ſetzt ſch an die Tiſche, die bereit ſtehen, und trinkt Jepfel- und Trauben⸗Wein, bis es genug iſt und geit wird, nach Hauſe zu gehen.
Nun wir wollen ſie dort ſitzen laſſen, ſo lange es in Ehren geſchieht. Auf jeden Fall iſt's beſſer, vie's ſonſt in Treptow war, wo ſo viel getrunken vurde, daß im Jahr 1683 eine Dorf- und Amts⸗ Ordnung das Auflegen des Pfingſtbieres vor Been— dgung der Predigt am dritten Feiertag gänzlich uiterſagte. Wir gehen nun nach einigen Höfen in der Wetterau. In ihrer Nähe verſammeln ſich junge Burſche mit ihren Pferden auf der Weide und jagen kinn nach dem Hofe. Wer zuerſt ankommt, ruft dus vollem Halſe:„Pfingſtrecht heraus!“ Und chält dann ſein Trinkgeld, das auch ſchwerlich zu vas Anderem als zum Vertrinken benutzt wird.
An andern Orten mögen ſich die Burſche und Mädchen des Morgens wohl eilen und ja nicht erſchlafen. Wer am erſten Pfingſttag zuletzt an den Brunnen kommt, der iſt der Pfingſtlimmel; und wer zuletzt ſein Vieh zur Heerde treibt, der iſt der Pfingſtlimmel; und wer mit den Pferden zuletzt auf der Weide erſcheint, der iſt der Pfingſt— limmel; und ſo geht's weiter fort. Und wenn's der ſchönſte Burſch oder die ſchmuckeſte Maid des ganzen Dorfes iſt; es hilft ſie nichts, ſie müſſen die Schande auf ſich nehmen, denn in den Dörfern ea gilt's— früh auf!— Die vornehmen Leute it den Städten können etwas länger ſchlafen, weil ihr Bette ſo viel weicher iſt. Dafür entbehren ſie
aber auch freilich wieder den reinen, friſchen Duft des erſten Pfingſtmorgens, der, wie mein alter Großvater ſagte, die beſondere Kraft beſitzt, daß er rothe Backen macht und das Blut verjüngt. Nur muß das Herz weich und das Gewiſſen rein ſeyn, ſonſt bringt er eine verkehrte Wirkung hervor, macht alt und runzelig und mürriſch dazu.
Soll ich heirathen oder ledig bleiben?
„Soll ich heirathen oder ledig bleiben?“ fragte einſt der ſonſt wackere Matthias ſeinen Pfarrer. Und dieſer erklärte ſich über die Frage nach fokgen— der Weiſe(denn er wußte gewöhnlich den Nagel auf den Kopf zu treffen):
Manche heirathen 1) des Geldes wegen. nen geſchieht's recht, wenn ſie geprellt werden, oder die Frau mit ihren Bedürfniſſen und ihrem ſchwach— lichen, kränklichen Körper zehnmal mehr koſtet, als ſie mitbringt.
Andere heirathen 2) um Hülfe bei der Arbeit, im Hausweſen zu bekommen. Die mögen bedenken, daß gerade die Arbeit ſich verdreifacht, wenn einmal ein Kindlein da iſt.„Ein Kind bringt ein Haus voll Arbeit.“ Und gibt's keine Kinder, ſo iſt die Ehe ein langweiliges Ding, und iſt kein Gluck und kein Segen dabei.
Wieder andere heirathen 3) um ihre Lüſte zu befriedigen. Die werden in Kurzem ſich ſelbſt ge— täuſcht finden oder von andern getauſcht werden. Die Schuppen werden ihnen von den Augen fallen, wenn's zu ſpat iſt, und der Ekel des Lebens kommt, und ein ſiecher Korper nachfolgt, und der Gegen— ſtand der Luſt entweder verblüht und Gegenſtand des Ueberdruſſes geworden, oder gemein gemacht iſt und nach fremden Lüſten ſich umſieht. Die ſind am aller übelſten dran, denn je alter ſie werden, deſto weniger bleibt ihnen übrig, und von all dem ge— träumten Glück iſt zuletzt nichts mehr da, als Zank und Streit und Unfriede, daß am Ende das Leben eine wahre Laſt wird.
Wer aber einen Gegenſtand gefunden hat, den er achtet und liebt, mit dem er glaubt Freud' und Leid das ganze Leben hindurch getreulich tragen zu können und zu müſſen; wem das Haus und der Aufenthalt darin ſeine liebſte Erholung, wem Kinder— Freuden die höchſten Freuden auf Erden ſind, und
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