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wer ihretwegen alles erträgt und erduldet,— der heirathe. Wer das nicht vermag, der bleibe nur ja ledig. Darum prüft euch zuvor ſelbſt, mein lieber Matthias, ehe ihr den wichtigen Schritt thut, warum ihr ihn thut. Dann erſt wählt. Wenn ihr aber wählen wollt, ſo laßt euch Eine Ermah⸗ nung von mir mitgeben; denn ihr nehmt doch gerne von mir etwas an, wenn's auch eine gute Lehre iſt. Die beſste Mitgabe einer Frau ist weder Geld noch Ackerland, ſondern ein freund- licher, friedlicher Sinn, Arbeitſamkeit und ein geſunder Körper.— Als der Pfarrer das geſagt hatte, wandte ſich Matthias betroffen ab, denn er hatte eigentlich Luſt, ein kränkliches, zän⸗ kiſches aber reiches Mädchen zu heirathen.— Nun, wem nicht zu rathen iſt, dem iſt auch nicht zu helfen.
Bekanntmachungen.
N
Gläubiger- Aufforderung. (272) Philipp Franz Schütz von Oberwoͤllſtadt beabſichtigt nach Elberfeld im Königreich Preußen auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgerichte dahier anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde er—⸗ theilt werden wird.
Friedberg den 29. April 1834. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. (283) Für einen braven jungen Menſchen iſt in hieſiger Gegend bei einem Buchbinder und Galanterie⸗ Arbeiter eine Lehrlingsſtelle offen.— Nähere Aus— kunft ertheilt die Expedition dieſes Blattes. Edictalladung. (289) Zur Richtigſtellung des über den Nachlaß des dahier verſtorbenen Amtsdieners Conrad Vogler aufzuſtellenden Inventars, iſt es erforderlich, die Schulden deſſelben zu kennen, daher hiermit ſämmt⸗ liche Gläubiger des Conrad Vogler aufgefordert werden, ihre Anſprüche an den Nachlaß des Ver— ſtorbenen in dem hierzu auf den 11. Juni l. J., Morgens 9 Uhr, anberaumten Termin gehörig gel— tend zu machen. Dorheim am 10. Mai 1834. Churfuͤrſtliches Juſtizamt. Hal berſtadt.
Grasverſteigerung im Rentamte Friedberg.
(302) Das diesjährige Gegräs von nachgenann⸗
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ten fiscaliſchen Wieſen wird in angemeſſenen Abthei⸗ lungen folgendermaßen verſteigert: 10 von ungefähr 20 Morgen in der lindheimer— und 30 Morgen in der hainchener Gemarkung Freitag den 13. Juni d. J., Vormittags 11 Uhr, zu Lindheim, in der Behauſung des Herrn Gaſthalters Bechtold; ) von der ungefahr 300 Morgen haltenden ſo⸗ genannten Markwieſe bei Bauernheim Dienſtag den 17. Juni d. J., Vormittags 10 Uhr, zu Bauernheim, in der Behau⸗ ſung des Herrn Gaſthalters Höres; 3) von der ungefähr 70 Morgen großen ſoge⸗ nannten Burgwaldswieſe bei Okarben Mittwoch den 18. Juni d. J., Vormittags 10 Uhr, an dem Mineralbrunnen bei Okarben; 4) von ungefähr 30 Morgen Wieſen bei der ehe⸗ maligen Saline Wiſſelsheim Freitag den 20. Juni d. J., Vormittags 10 Uhr, an Ort und Stelle.
Von den unter 1, 2 und 4 genannten Wieſen wird das Heu- und Grummetgras zugleich— von der unter 3 genannten Burgwaldswieſe bei Okarben aber nur das Heugras dem Verkauf ausgeſetzt.
Friedberg den 17. Mai 1834.
Der großh. Rentamtmann Buß.
Fruchtverſteigerung im Rentamte Friedberg
(303) Von den fiscaliſchen Fruchtvorräthen des hieſigen Rentamts kommen in nachbemerkten Ter⸗ minen die genannten Quantitäten zur öffentlichen Verſteigerung:
Dienſtag den 3. Juni d. J., Vormittags 10
Uhr, in dem Rathhauſe zu Butzbach, von dem
herrſchaftlichen Speicher daſelbſt: 190 Malter Korn, 160 Malter Gerſte und 80 Malter Hafer; f Mittwoch den 4. Juni d. J., ebenfalls Vor mittags 10 Uhr, dahier zu Friedberg in der Behau— ſung des Herrn Gaſtwirths Hieronimus vor dem ehemaligen Mainzerthore: von dem Speicher zu Friedberg 40 Malter Waizen und 70 Malter Hafer, von dem Speicher zu Oberrosbach 220 Mltr. Korn, von dem Speicher zu Rodheim 140 Mltr. Korn. Friedberg den 9. Mai 1834. Der großh. Rentamtmann Buß. (304) Nächſt kommenden Dienſtag, als den 27. Mai l. J., Nachmittags um 2 Uhr, ſollen in der Behauſung des Herrn Beigeordneten Bo ute my dreißig Achtel Korn und ſechzehn Achtel, eine Meſte und ſechs Geſcheid Gerſte, ſämmt— lich von vorjährigen Auguſtinerſchul-Früchten, meiſt⸗ bietend verſteigert werden. Friedberg den 22. Mai 1834. Der Schulpfleger Steinhäußer.
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