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Signalement des Johann Friedrich Henninger, von Roßach, vulgo der Zimmermann. Alter: 44 Jahre; Größe: 5 Schuh 3 ½¼ Zoll, rhein.; Statur: ſchmächtig; Geſichtsfarbe: bleich; Geſichtsform: länglich;
Haare: braun; Augenbraunen: ſchwarz; Bart: braun; Lippen: blaß; Mund, Stirn und Naſe: gewöhnlich; Kinn: breit;
Zähne: gelb und unvollſtändig.
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Beſondere Merkmale: iſt kraͤnklich; ſtellt ſich, als ob er an der Zehrung litt, bettelt gewohnlich auf dieſen Vorwand, und
ſieht ſich dabei die Gelegenheit zum Diebſtahle aus.
Kleidung zur Zeit der Entweichung: blaue Tuchjacke, blaue Tuchhoſen, blaue Mütze und Schuhe.
Iſt das Behuͤten der Winterſaaten nuͤtzlich oder ſchaͤdlich? Oder Beantwortung der Anfragen in dem Aufſatz: Die Schafe auf der Korn- und Waizenſaat— in Nro. 8 dieſes Blattes.
(Beſchluß.)
Indem der Verfaſſer dieſes es einſtweilen dahin geſtellt ſeyn laßt: ob der beabſichtigte Zweck, das Umfallen und Lagern des Wintergetraides durch dieſes Abhüten des Roggens, und das Blaten oder Schröpfen des Waizens erreicht werde? hat doch die Operation des Abhütens beider Fruchtgattungen für den Eigenthümer der Saaten in der Regel ſo viele Nachtheile und für den Schäfereiberechtigten und Schafzüchter ſo wenige Vortheile, daß man es nur der Indolenz früherer Generationen beimeſſen kann, wenn eine ſo ſchlechte Gewohnheit, wie das Behüten der Winterfrucht ſich vielleicht Jahrhunderte
lang, und in einem großen Theil der Wetterau
ſich ſogar bis jetzt unbeſprochen erhalten hat und ſogar als nützlich noch angerühmt wird. Denn
) iſt es keinem Zweifel unterworfen, daß durch das vorgedachte, nicht durch ſcharfe Inſtru— mente, ſondern durch die Zähne der Schafe be— wirkte Schröpfen(Abkürzen) der Pflanzentriebe der Pflanze eine empfindliche Wunde beigebracht werde, wodurch ſpäterhin Kränklichkeit, mithin ſchwächeres Wachsthum und in Folge deſſen auch ſchwächere Aehren erzeugt, ja öfter das ganze Pflanzenleben— in ſofern die Verwundung zu tief(im Herzen der Pflanze) beigebracht worden, beſonders bei hinzu— kommender ungünſtiger Witterung, gefährdet und ſelbſt vernichtet wird, wie dies der Verfaſſer dieſes, und vor ihm ſchon ältere Landwirthe(man leſe darüber F. C. H. Gerickes Anleitung zu Führung der Wirthſchaftsgeſchäfte II. Theil§. 330 eines der
practiſchten Landwirthe) wahrzunehmen Gelegenheit hatten. Auch die Analogie mit andern ihrer Blätter und Triebe beraubten Pflanzen ſpricht ſchon für dieſe Wahrnehmung.
2) Da das Schaf nicht mit ſcharfen Zähnen abbeißet, ſondern wegen ermangelnder Schneidezähne in der oberen Kinnlade die Pflanzen vielmehr ab— rupfet; ſo kann es nicht fehlen, daß manche Pflanze ganz ausgerupfet werde, und für die künftige Vege— tation völlig verloren gehe.
3) Wenn auch ein gailer Acker vorſtehende Nachtheile überwinden ſollte(was um ſo eher bei dieſem der Fall ſeyn wird, weil das Schaf auf friſch gedüngten oder gepferchten Aeckern ſich nicht ſo gerne äßet als auf ungedüngten), ſo treffen ſolche doch nicht allein dieſe, ſondern auch und vorzuͤglich die magern und dürftigen Aecker, welche dieſe Verſtümmelung durch innere Kraft nicht wieder aus— heilen und durch neue Triebe wieder erſetzen können, welchen mithin das Schröpfen höchſt nachtheilig iſt.
Die große Zerſtückelung der Güter in der Wetterau, ſo wie die häufige Verſchrobenheit der Gewannen und ihre Unzugänglichkeit von den Wegen aus, läßt nemlich ſelten ein abgeſondertes Behüten eines einzelnen Ackerſtücks, oder ein Auf— treiben auf entferntere Aecker, ohne die dazwiſchen liegenden zu berühren, zu.
4) Kommt nun noch hinzu, daß der Schäfer das Ueberhüten der Saatfrucht nicht gehörig ver— ſtehet, oder zu faul und nachläßig iſt, mithin die Schafe entweder nicht vereinzelt in ausgedehnter Linie ziehen, oder ſie ſich zu lange und truppweiſe auf Stellen verweilen läßt; ſo gleichet ein ſolches abgehütetes Samenfeld eher einem glatt raſirten Anger, worauf ſich die Heerde herumgetummelt hat, als dem hoffnungsvollen Schauplatz einer künftigen geſegneten Erndte, und wird beim Eintritt derſelben gewiß die Scheunen nicht füllen.


