() Der Maasſtab der Zeichnungen wird folgendermaßen beſtimmt: fur Situationszeichnungen J der natürlichen Größe oder 1 Zoll— 50 Fuß; für Grundriſſe und Aufriſſe„o oder 1 Zoll— 10 Fuß. 4) Der Bauunternehmer haftet für die Richtigkeit der Maaße. 1 2) Dieſe Zeichnungen ſind ſodann von dem großh. Bürgermeiſter an den vorgeſetzten großh. Kreis N rath zur weiteren Verfügung mit gutächtlichem Berichte einzuſenden. In dieſem Berichte werden Sie ſich neben der allgemeinen gutächtlichen Aeußerung, ob dem Bau kein geſetzliches reſp. polizeiliches Hinderniß im Wege ſtehe, darüber noch beſonders ausſprechen: 9 a) von welchem Material der Bau aufgeführt werden ſoll; 40 h) ob der Bauende das Gebäude mit Plattziegeln oder mit was ſonſt zu decken beabſichtigt; 1 c) ob der Bau mit der Fronte(nicht mit dem Giebel) an die Straße geſtellt werden ſoll; 9 9 d) ob derſelbe wirklich in paſſender Richtung mit der Straße zu ſtehen kommt, und 0 100 6) zur Verſchönerung derſelben beitrage, oder etwa einen Mißſtand, und in wie fern, erzeugen wird; endlich 9 1) ob das aufzuführende Gebäude nicht feuergefährlich erſcheint.
Indem ich die großh. Bürgermeiſter und reſp. Polizeibeamten auffordere, ſich nach dieſem Ausſchrei— ben genau zu achten, weiſe ich dieſelben an, in vorkommenden Fällen die Bauluſtigen darnach zu beſchei— 10 den, und etwaige Zuwiderhandlungen nicht nur zur Anzeige zu bringen, ſondern auch in ihrer Vollführung 1 zwangsweiſe zu hindern. 8
. 10 Kommen neu zu errichtende Gebäude nicht an Straßen, ſo iſt die Einſendung der oben angeführten d ö U 6 Zeichnung nicht erforderlich, jedoch haben Sie in dem, wegen der Einholung der erforderlichen Bau— d 1 Erlaubniß zu erſtattenden gutächtlichen Berichte die unter a, b u. f. erwähnten Fragen zu beantworten. d 1 N 29 0 100 Friedberg den 17. März 1834. 2 8 b Kuͤchler. ö. 6 d 110 f dias großberzoglich heſſiſche Landgericht Friedberg“ ö 0 an die großh. Buͤrgermeiſter und Beigeordneten des Bezirkes. 1 1100 1 4 Betreffend: Die Geſchäftstage bei dem Landgerichte Friedberg. N Wie Ihnen bekannt, ſind ſeither die Geſchäfte der freiwilligen Gerichtsbarkeit, namentlich alſo Be⸗ 1
0 . J f ſtätigung von Verträgen, Obligationen, Theilungen u. ſ. w., Montags vorgenommen worden. Da wir ö indeſſen beſchloſſen haben, daß jene Geſchäfte künftig nicht mehr Montags ſondern Freitags beſorgt 0
——
werden ſollen, ſo ſetzen wir Sie hiervon mit dem Bemerken in Kenntniß, daß dieſe veränderte Einrich— tung nach Oſtern beginnt. Sie werden dies alsbald öffentlich bekannt machen laſſen, auch die Angehöri—
1 gen ihrer Gemeinden bei vorkommenden Fällen ſpeciell hiernach beſcheiden, damit vergebliche Gänge ver⸗ ö 00 mieden werden. . g Friedberg den 11. März 1834. Hofmann. 1 9— 19 S en c b
a Der nachſtehend ſignaliſirte Gauner Johann Friedrich Henninger, von Roßach, Königreich 2 Würtemberg, iſt aus dem Gefängniſſe zu Wächtersbach entſprungen und wird von der churfürſtlichen i Polizeidirektion zu Hanau mit Steckbriefen verfolgt. Die großh. Bürgermeiſter und Polizeibeamten des 1
ö Kreiſes werden daher angewieſen, ein wachſames Auge auf denſelben zu richten, und ihn im Betretungs⸗ 0 ö falle zu arretiren und an mich einzuliefern. 0 N 0 1 Friedberg d. 18. Marz 1834. Der großh. heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. 100 Küchler.


