Ausgabe 
19.7.1834
 
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bäude eine etwa Stockwerk hohe Wand. Ungeachtet des wiederholten Verbotes des Ortsvorſtandes woll ten dennoch am 13. November vorigen Jahres drei Mädchen, wovon ein 17jähriges dem Juden Hirſch, das 8jährige dem Schmiede Kraft, das jährige dem N. Schöll gehörten, Sand holen. Die etwas ausgehöhlte Wand verſchüttete die drei Kinder und erſtickte ſie. Es wäre zu wünſchen, daß ſolche varnende Vorfälle künftig früher zur Kenntniß des Dublikums gelangten. Sie waren uns nicht bekannt, ſonſt würden vir ſie früher mitgetheilt haben. Die Redaction.

Ernte-Hoffnung.

Während wir aus Rheinheſſen eben nicht die irfreulichſten Nachrichten über die dortigen Erzeug⸗ niſſe erhalten, können wir hier in unſerer Wetterau im ſo größere Hoffnungen zu einer geſegneten Ernte legen. Bisher haben wir auch faſt beſtaͤndig gün ſige Witterung und immer zur rechten Zeit Regen ehabt, wobei Alles nothwendig gedeihen mußte. Das neue Korn, welches großentheils bereits auf inen Haufen ſitzt, iſt zwar weder dem Halme noch zem Kerne nach ausgezeichnet, wenigſtens mit dem Lerne des vorigen Jahres durchaus nicht zu ver geichen, das aber auch in ſeiner Art wohl einzig var; dagegen ſteht der Waizen faſt überall gut. Noch vorzüglicher ſtehen die Sommerfrüchte, insbe ſndere Hafer und Gerſte. Auch die Kartoffeln igen ſich ſehr gut. Dazu kommt noch, daß der zpfelbaum bei der herrlichen Blüthe, welche ihm in Frühjahre zu Theil wurde, den reichlichſten Gegen verſpricht, ſo daß man jetzt ſchon die Baume icht genug ſtützen kann. Nur in einem Theile der nördlichen Wetterau haben die Raupen vielen Scha den an den Bäumen gethan, und die Hoffnung tes reichen Apfelertrags auf mehrere Jahre ver uſchtet. Birnen gibt's bei uns überall ſehr wenige, teil im Winter die Blüthe zu ſchnell und zu weit ſrausgetrieben und dann unterdrückt wurde.

Leider fangen trotz der Mittel, welche man im Fruͤhjahre faſt überall anwandte, die Mäuſe bei us an, ſehr läſtig zu werden. Iſt ihnen fortwäh end der Nachſommer und Herbſt ſo günſtig, wie bisher, ſo werden ſie der friſchen Saat außer⸗ roentlich ſchaden.

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Bekanntmachungen.

TMN NN

(447) Bei dem Unterzeichneten iſt erſchienen und zu erhalten:

(auch bei Carl Bindernagel in Friedberg vorräthig zu haben)

Pa . eher

o der die Lehre der Kunſt, die Hufe der Pferde, Maul thiere, Eſel, und die Klauen des Rindviehs durch Eiſen am zweckmäßigſten vor dem zu ſtarken Ab nutzen zu ſichern, ſie geſund zu erhalten und die krank und fehlerhaft gewordenen zu heilen oder ſo zu ſchützen, daß die Thiere baldmöglichſt wieder zur Arbeit zu gebrauchen ſind. Zunächſt für prakti⸗ ſche Hufſchmiede, ſodann auch für Thierärzte, Oeco nomen, Stallmeiſter, Cavalleriſten und Jeden, der mit Pferden umzugehen hat,

bearbeitet von

Dr. K. W. Dix,

großherzogl. heſſ. Kreisthierarzte, der med. Fakultät Aſſeſſor und Lehrer der Thierarzneiwiſſenſchaft an der großh. heſſ. Landesuniverſität Gießen.

13% Bogen Text u. 19 Steinzeichnungen. Geheftet 2 f. 1 br

Bei weitem die meiſten Zug- und Laſtthiere werden lange vor der Zeit durch zweckwidrigen Beſchlag und Ver- nachläſſigung der daher entſtandenen Krankheiten untauglich, und dadurch nicht ſelten die Vermoͤgensverhältniſſe ihrer Beſitzer erſchüttert oder zerrüttet. Wie viele Werke auch bisher ſchon über den Huf- und Klauenbeſchlag erſchienen ſind, ſo findet ſich darunter doch keines, was dem Laien durchaus verſtändlich und für den praktiſchen Hufſchmied anwendbar iſt. Das vorſtehende Werkchen iſt darum vor zugsweiſe für Hufſchmiede geſchrieben und behandelt nicht allein den Beſchlag an und fur ſich, ſondern auch die aus dem fehlerhaften Beſchlag entſtehenden Krankheiten und ihre Heilung. Thierärzten dient es zum Leitfaden für die Prü fungen der Hufſchmiede und jeder pferdebeſitzer wird mit Hülfe deſſelben den Beſchlag ſeiner Thiere ſelbſt anordnen und ſo ſich vor Schaden ſichern können. Der geringe Preis iſt darauf berechnet, die Verbreitung zu erleichtern. Ber der Gefahr ſo großer Verluſte, die dem mit den Grundſätzen des Beſchlags nicht vertrauten Pferde- ꝛc. Beſitzer drohen, muß eine ſo billige Belehrung, ſich dagegen zu ſchutzen, gewiß höchſt willkommen ſeyn.

Gießen im Mai 1834.

J. Ricker. Edictalladung.

(413) Johannes Roth von Friedberg iſt ſchon ſeit vielen Jahren abweſend und ſein Aufenthalt unbekannt.

Da nun ſeine muthmaßliche Erbin, Jakod Eichis Ehefrau von Frankfurt a/ M., ihre An ſprüche auf ſeinen Nachlaß bereits im Jahre 1810 an Daniel Michel hierſelbſt abgetreten hat und die ſer jetzt daruber verfügen will, inzwiſchen keine