Ausgabe 
18.10.1834
 
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ſolchen Gewächſen, welche zu Futter oder zu Streu ſich eignen, ausdehnen, dagegen von ſolchen Ge wächſen, deren Bau auf Beihülfe von Waldſtreu berechnet iſt, ihn mehr einſchräͤnken, den Viehſtand mit den Mitteln in ein richtiges Verhältniß ſetzen und auf ſorgfältige Sammlung und Behandlung der Dungſtoffe emſigen Bedacht nehmen. Um den Feldbau ſelbſtſtändig zu begründen, muß man in jeder Wirthſchaft dahin ſtreben, ſo viel Halmfrüchte zu bauen, als zur Erziehung des erforderlichen Streumaterials erfordert wird. Da dieſes denjeni gen, welche ſchon 15, 20 Morgen und mehr Feld beſitzen, viel leichter iſt, als denen, die weniger zur Benutzung haben, ſo ſollte man dieſen weſent lichen Unterſchied bei der Austheilung der Waldſtreu berückſichtigen. Gewiß würde in den meiſten Ge genden die Waldſtreuabgabe ausreichen und das wirkliche Bedürfniß beſſer befriedigt werden kön nen, wenn man die Eigenthümer größerer, zum Bau von Halmfrüchten hinlänglicher Feldſtücke in gewöhnlichen Jahren von der Austheilung der Wald ſtreu ausſchlöſſe. Dieſes wäre wenigſtens in allen denjenigen Fallen, wo die großen und ſchädlichen Waldſtreuabgaben nur wegen Nothwendigkeit, nur wegen Dringlichkeit des Bedürfniſſes geſchehen, in Billigkeit gegründet, weil bei jenen Eigenthümern größerer Grundſtücke ein ſolches Bedürfniß in ge wöhnlichen Jahren nicht ſtatt hat oder durch gehörige Einrichtung vermieden werden kann.

Zur Kurzweil. Wie man manchmal wohlfeilen Wein trinkt.

Wohlgemuth ſaßen der Hans und der Kunz mit ihren Kameraden in einem Wirthshauſe zum güldnen Kalb(die wetterauer Wirthshäuſer ſind leider hier und da faſt den ganzen Tag nicht leer) und hätten gerne zuſammen noch ein Paar Gläs chen von dem gutenBerger getrunken, wenn der Herr Wirth mit dem kleinen Schürzchen und der großen Taſche nicht bei jedem Schöppchen die Hand aufgehalten hätte.Es iſt am Ende einerlei, wie man das Geld zum Vertrinken verdient, meinten ie, wenn's nur auf ehrliche Weiſe geſchieht. Da mit wurde es ein Weilchen ſtille.

Bald darauf geriethen ſie in heftigen Wort⸗

wechſel, eben als der Bauch des Wirthes und bald nachher der Herr Wirth ſelbſt der Thür herein kam.Es gilt vier Flaſchen Berger rief Hans Topp, ſagte Kunz, vier Flaſchen Berger.Wit ſind Zeugen, überſchrieen die andern, der Peter und der Jakob, zwei brave Burſche, denen dis Arbeit hinter dem Glaſe niemals zu ſchwer wurde, und die Löwen-Muth und Kameels-Geduld hatten bei ſolchen Geſchäften;wir ſind Zeugen und ab ken mit.Das verſteht ſich, meinte dei Kunz. Meinethalben auch, ſetzte der Hans nachträglich hinzu.

Der Wirth hatte alles gehört, denn er wat ſehr ſchlau, und die Neuigkeiten, namentlich dit politiſchen, waren ſeine Liebhaberei, und die ließ et ſich auch etwas koſten, ſo daß er im Jahr 1814 ſchon acht Tage vor dem erſten April die Ein nahme von Paris wußte, und koſtete ihn dieſe Nach richt, wie er ſich ſelbſt ſpäter rühmte, zehn Flaſchen alten Nierſteiner.

Wollen die Herren den Wein einſtweilen trin ken? und ſoll ich die Flaſchen holen? fragte der Herr Wirth, der immer wenigſtens zwanzig bis fünfundzwanzig Flaſchen des Morgens in Vorrath für die Gaͤſte geordnet, das heißt, Sorge getragen hatte, daß der Wein eine ſchöne Farbe, ſo wie einen guten Geſchmack erhielt und doch dabei nicht zu ſtark ins Blut gieng, beſonders aber einen chriſt lichen und ehrlichen Namen bekam.

Er hatte, ſo pflegte einer ſeiner Gaäſte manch mal rühmend von ihm zu ſagen, in ſeinem Leben mehr getauft und kopulirt wie die drei Stadt⸗ Geiſtlichen. Darum und weil er einen ſehr geſegne ten Appetit und keine Sorgen hatte, war er auch in kurzer Zeit ſo reich und ſo dick geworden.

Thun Sie das, nickte beifallig der Hans. Ja, fiel der Kunz ein, aber nur unter der Bedingung, daß das Geld nicht eher gegeben wird, als bis die Wettung entſchieden iſt. Oder meint ihr, wir ſollten gleich bezahlen? Und griff dabet in die Taſche, wo ein Schlüſſel, ein großer gefun dener Knopf, von denen, die Anno 1709 Mode. waren, und zwei öſereichiſche Kupfer-Sechskreuzer ſtücke gewaltigen Lärm machten, der faſt wie ſchmel zende Silbertöne ſich ausnahm.

Was? Niemand darf bezahlen, bis die Wettung entſchieden iſt, überſchrieen die zwei Zeu

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