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9 0 der Stadt ſetzen.— Ein in jeder Hinſicht merk—
würdiges Gebäude iſt das Schloß, in welches wir jetzt unſere Leſer zu fuͤhren ſuchen. Es bildet ein unregelmäßiges Polygon(Vieleck), deſſen Sub— ſtruktion aus jenen rohen Sandſteinquadern beſteht, die man Rustica zu nennen pflegt, und die, gleich den Mauern des Schloſſes zu Münzenberg, von hohem Alter zeugen. Einige kleine Oeffnungen mit Zirkelbogen, ſo wie eine im Inneren befindliche Thüre, welche auf beiden Seiten Säulen und in ihrem Rundbogen ſchöne Verzierungen hat, deuten gewiß auf das eilfte oder zwölfte Jahrhundert hin— auf. Die erſte Erbauung des Schloſſes, von wel— chem freilich wenig mehr zu ſehen, da der größere Theil aus viel jüngeren Jahrhunderten iſt, ſcheint in jene Zeiten zu gehören, wo der büdinger Reichs— forſt vom Kaiſer der Jagd wegen beſucht wurde. Demnach wäre es ein königlicher Jagdhof geweſen, der ſpäter als Eigenthum in die Hände eines begünſtigten Miniſterialen übergieng, welcher der Gründer der Größe des büdin ger Geſchlechtes wurde.
Da der gegenwärtige Eigenthümer des Schloſſes ein ſehr herablaſſender und gefälliger Herr iſt, ſo wird es dem geneigten Leſer nicht ſchwer werden, ſich in dem Schloſſe ein wenig umzuſehen. Doch rathen wir, das nicht allein zu thun, denn es ſind der Treppen und Treppchen, der Zimmer und Kammern darin ſo viele, daß er leicht an einen unrechten Ort kommen könnte. Wie ſich von außen neben dem Thurme die verſchiedenen Erker am beßten ausnehmen, ſo bildet im Inneren die Capelle den ſchönſten Theil. Obgleich für gewöhnlich in derſel— ben kein Gottesdienſt gehalten wird, ſo iſt ſie doch in ſehr gutem Stande, und enthält gar kunſtreiches Schnitzwerk, das ihr indeſſen urſprünglich nicht angehört, ſondern ſpater dahin verpflanzt wurde.
Dem Freunde der Geſchichte und Alterthümer rathen wir, auch das Archiv zu beſuchen. Es be— findet ſich unter andern daſelbſt eine ſehr ſeltene und wohlerhaltene Urkunde Kaiſers Otto des Großen vom Jahr 947, einige eigenhändige Briefe von dem berühmten Reformator Philipp Melanchthon, mehrere intereſſante Hefte mit Kleiderzeichnungen aus dem ſechszehnten Jahrhundert) und ein dicker
*) Wir haben ihrer bereits in der Nummer 27 unſeres Blattes gedacht.
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Foliant, der eine Menge ſauber auf Pergament abgeſchriebener Urkunden enthält.
Die Stadtkirche bietet nicht viel Intereſſantes dar; das Gebäude iſt ſeit ſeiner Gründung ſehr verändert worden.
Das jetzige Gymnaſialgebäude war urſprüng— lich eine lutheriſche Kirche, und wurde erſt im Jahr 1829 am böten April zu ſeinem jetzigen Zwecke ein— geweiht. In der That iſt ſeine Einrichtung ſehr gut und zweckmäßig, und wird wenig zu wünſchen übrig laſſen.(Beſchluß folgt.)
Einige Worte zur Beherzigung zunaͤchſt an ge— bildete Israeliten.
Nachdem das Land unſerer Voreltern, das ge— lobte Land, von den Römern verwüſtet; nachdem Israel von ſeiner größten Höhe in den tiefſten Ab— grund geſchleudert; nachdem Vaterland, Vaterſtadt Tempel und Alles zerſtört, Lehrer und Prieſter er— mordet wurden: da wurden Juda's Jünglinge und Jungfrauen in die Sklaverei geführt, und unſre Voreltern auf die ganze Erde zerſtreut. Da wurde ihnen hart, ſehr hart begegnet; unter den Völkern der Erde, von denen ſie ſich in Sitten und Ge— bräuchen immer abgeſondert hielten, ach da hatten ſie viel zu kämpfen, zu dulden und zu leiden! Da hatten ſie zur Pflege der geiſtigen Güter keine Zeit, keine Friſt und Ruhe, denn ſie konnten den nächſten Augenblick nicht den ihrigen nennen; es war unge— wiß, ob nicht der Wink eines Tyrannen, oder die Wuth des rohen und ſchwaͤrmeriſchen Pobels über Meer und Gebirge die Fremdlinge und Wehrloſen treiben werde; da waren ſie aller bürgerlichen Ehre und Rechte beraubt, und jeder Staatsverwaltung für unfähig geachtet. Unter ſolchen Erniedrigungen und Drangſalen mußte natürlich auch der Geiſt niedergedrückt und jeder Flug und jede Erhebung zum Höheren, Beſſeren und Edleren gefangen ge— halten werden. Nicht mehr ſo iſt es aber Gottlob
jetzt. Das 19te Jahrhundert ſucht nicht nur die Sklavenketten der Schwarzen in Afrika zu zerbre— chen, ſondern es werden auch von Regierungen und Ständen die Juden in ihrer Mitte einer edlen Auf— merkſamkeit gewürdigt; es iſt die Kluft zwiſchen Juden und Chriſten theils ſchon verſchwunden, und wird gewiß allmählig ganz verſchwinden.
1 A, da 5
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