Ausgabe 
9.8.1834
 
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Flsſtück wegwälzte, zeigte ſich eine faſt perpendi⸗ kuare Oeffnung, die jedoch gegenwärtig noch ſo erg iſt, daß mit Mühe ſich ein Mann durchzudrän gem vermag. Tiefer wendet ſie ſich ſuͤdlich, wird her und da zehn bis 15 Fuß breit und iſt gegen 8 Fuß lang, ſo jedoch, daß die ſenkrechte Tiefe ugefähr 40 Fuß betragen mag.

Im Inneren gewahrt man, daß das Ganze eie große Felsſpalte iſt, die, wer weiß wann, gevaltſam, vielleicht durch ein Erdbeben ſich geöoͤff nc hat. Es reichen aber auch Spaltungen noch witer; ſie ſind indeſſen zu enge, als daß man in ſi einzudringen vermochte. Ueberall zeigen ſich di gebildeten Tropfſteine, einige heller, andere dunkler braun, mehrere kriſtallartig; oder es laufen cgeſetzte Steinſtreifen an den Felswänden herab. Gnug, man ſieht, daß hier die Natur auch im Inneren nicht aufhörte, thätig zu ſeyn. Es tropft nch jetzt beſtändig aus den Felſen.

Den entfernten Freunden der Natur müſſen wr zum Bedauern mittheilen, daß das Schönſte von dieſen Tropfſtein⸗Bildungen durch die Liebhaber in der Nachbarſchaft bereits abgeſchlagen iſt, und wun die Oeffnung des Einganges einmal breiter gemacht wird, damit man bequemer hineintreten kan, wird zum Abſchlagen nicht viel mehr da ſeyn.

Neue Zeitſchrift.

Es fehlt zwar in unſerm zeitungsſüchtigen Zeit aler gar nicht an Gelegenheit, die Leſeluſt zu be ſiſedigen, und ohne daß wir nöthig haben, aus Dutſchland herauszugehen, können wir wohl in die Hunderte von Zeitungen und Zeitſchriften aufweiſen, die alle zum Zwecke haben, das Publikum zu unter ichten, zu belehren, zu unterhalten, zu beluſtigen und wiewohl ganz nebenbei dem Verleger und Redacteur die Taſchen zu füllen. Indeſſen gt es doch gerade derjenigen Zeitſchriften, deren Zweck hauptſächlich iſt, den Bürger zu belehren, in Ganzen wenige, und eben darum heißen wir dejenige, deren beide erſte Blätter uns unter dem emen

Der Bürgerfreund. Gemeinnütziges Blatt für Unterhaltung, Belehrung und Mittheilung.

zugekommen ſind, recht willkommen. Sie tritt zu

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Offenbach an's Tageslicht, und die Redackton er klärt, daß wöchentlich zwei Blätter erſcheinen wer den, deren Preis für das halbe Jahr nur 1 Gulden betragen ſoll, was gewiß wohlfeil iſt. Die beiden vor uns liegenden Blätter enthalten an größeren Aufſätzen: Der Sclavenhandel, die Weltkorper, belohnter Muth, die Schmuggler in England; an kleineren: eine Charade, mehrere Miscellen, Mittel gegen Zahnſchmerzen ꝛc. Alles recht gut, und wie's in Deutſchland gewöhnlich iſt, d. h. wir bekommen Nachrichten vom Himmel, von Afrika, von Amerika, von Rußland, von der Schmuggelei und Fenſter ſteuer in England ꝛc., von unſerm lieben deut ſchen Vaterlande iſt dagegen herzlich wenig zu hören und zu leſen. Zu derſelben Zeit und vorher, da das Publikum über die Schmuggler in England belehrt wird, fanden ganz in der Nähe von Offenbach allerhand Schmuggler-Geſchichten ſtatt. Tragiſche Scenen der Art, manchmal auch recht luſtige, ſind ſchon früher ſehr viele in und um Offenbach vorgefallen; warum unterhält man damit das Publikum nicht? Warum ſucht man immer in der Ferne, was man doch in der Nähe haben kann? Fürchten wir uns, über unſere eignen Angelegenheiten zu reden, oder ſind ſie uns zu un bedeutend? Wenn's uns alsdann nur nicht geht, wie jenem Sternſeher, der am Sternenhimmel außer ordentlich bewandert war, in dem Augenblicke aber, da er einem Schüler den großen Vulkan zeigen wollte, der im Monde iſt, in den Brunnen ſiel, welcher vor ihm in dem Hofe war, und von deſſen Daſeyn er bis jetzt nichts gewußt hatte.

Miscellen. 9)

Anno 1442 iſt ein ſehr gutes Wein-Jahr ge weſen, und hat das Fuder Wein 4 fl. gekoſtet.

) Wir benutzen dieſe Gelegenheit bei Einrückung der inter eſſanten, uͤns von einem lieben Manne zugeſandten Mis cellen, Folgendes zur Berichtigung von Preiß-Angaben zu bemerken.

Faſt in nichts herrſcht mehr Verwirrung als in der An gabe des Werthes dieſer oder jener Gegenſtände und der verſchiedenen Münzſorten aus den Zeiten des Mittelalters, ſo daß Manche es für ſehr wohlfeil halten, wenn erzählt wird, man habe für vier Pfennige einen Elephanten geſehen, was in der That ſehr theuer war.

So lange die Maſſe des Goldes und Silbers in Deutſch land geringer war, war auch das Verhältniß zu den Ge genſtänden, welche man kaufte oder verkaufte, ein ganz an deres wie jetzt Wenn alſo ein Gulden vor ſechs hundert Jahren auch nicht mehr Silbergeld geweſen wäre, wie jetzt, ſo würde er ſchon darum einen groͤßern Werth gehabt ha ben, als er nun hat. Allein hier kommt noch ein anderer Umſtand hinzu. Die Namen der Münzen ſind hier und da geblieben, während ſich im Laufe der Jahrhunderte die Münze ſelbſt verſchlechterte.

So wurde in Frankreich aus dem bedeutenden solldas