Ausgabe 
8.11.1834
 
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Welche aber auch die Ergebniſſe ihrer Wahlen ſeyn mögen, ſo thun Wir hier den unwandelbaren Entſchluß kund, gleichwie Wir die beſtehende Verfaſſung ehren, ſo auch durch keinerlei Verſuche, ſo oft ſe ſich auch erneuern mögen, die Rechte ſchmälern zu laſſen, welche verfaſſungsmäßig Uns zuſtehen und in

deren Beſitz Wir Uns befinden.

Urkundlich Unſerer eigenhändigen Unterſchrift und des beigedruckten Staatsſiegels.

Darmſtadt den 30. Oktober 1834. (. S.)

Ludwig. du Thil.

Die dreihundertjaͤhrige Jubelfeier der lutheriſchen Bibeluberſetzung in den zu Einer Pfarrei vereinigten Gemeinden Steinfurt und Wiſſels heim am 2. Nov. 1834.)

An die verehrl. Redaction des friedberger Intelligenzblattes der Pfarrer Görtz zu Steinfurt.

Iſt es erfreulich, zu bemerken, daß die Auf klärung im deutſchen Volke große Fortſchritte ge macht hat, ſeitdem der unſterbliche Luther die Bibel in die deutſche Sprache überſetzte; ſo iſt es wohl doppelt erfreulich, Beweiſe zu finden, daß mit der zunehmenden Aufklärung auch geſunder, frommer Sinn und thätige Nächſtenliebe, ſelbſt zwiſchen ver ſchiedenen Religions⸗Verwandten, Hand in Hand geht. Ein erbauliches Beiſpiel davon liefert die in der Ueberſchrift erwähnte Feier. Ich erlaube mir, Ihnen daſſelbe mitzutheilen und zugleich eine kurze Beſchreibung der ganzen Feier hinzuzufügen, Ihnen überlaſſend, ob Sie dieſes Schreiben etwa der Ver öffentlichung durch Ihr Blatt werth achten.

Nachdem ich die Jubelfeier der lutheriſchen Bibelüberſetzung am Sonntage vorher angekündigt hatte, verſammelten ſich nach geendigtem Nachmit⸗ tagsgottesdienſte die Kirchen- und Schulvorſtände

ſammt den Lehrern der beiden Gemeinden, um mit

einander die Anordnung der bevorſtehenden Feier zu berathen. Lebhaft wurde der zuerſt in Anregung gebrachte Gedanke ergriffen, daß die Verdienſte,

Es iſt uns angenehm, daß uns ſo ſchnell Nachrichten.

über die Feier eines ſehr bedeutungsvollen Feſtes zuge⸗ kommen ſind. Wir ſäumen darum nicht, ſie den Leſern

unſeres Blattes mitzutheilen. ö f Die Redaction.

welche ſich Luther durch ſeine Bibelüberſetzung er warb, wohl nicht zweckmäßiger gewürdigt werden

könnten, als wenn an dieſem Feſte die Armen,

welche keine Bibel beſäßen, mit ſolchen verſehen würden. Doch glaubte man damit der erhabenen Bedeutung des Feſtes noch nicht genug zu thun; ein Vorſchlag drängte den andern, und man kam endlich dahin überein, daß, außer der Vertheilung der Bibeln an die Armen, auch die Kirche feſtlich geſchmückt, zwei Erinnerungsbäume gepflanzt, den Schulkindern Bretzeln verabreicht, und um das Freudenfeſt vollſtandig zu machen der Jugend ein Tanz veranſtaltet werden ſolle. Insbeſondere aber wurde dabei beſchloſſen, dahin zu wirken, daß beide Gemeinden ſich zur Ausführung des Feſtes zu Steinfurt mit einander vereinigen mochten, daß alſo Alles gemeinſchaftlich geſchehen, auch die Gemeinde Vorſtände zur Theilnahme und Mitwirkung aufge fordert werden ſollten.

Freudig übernahm Jeder die ihm übertragenen Geſchäfte, wie ein Lauffeuer verbreitete ſich die Nachricht von den beabſichtigten Anſtalten in allen Häuſern, und allgemeine Anerkennung der Zweck⸗ mäßigkeit derſelben rechtfertigte die vorher gefaßte Hoffnung, daß ſie Beifall finden würden. Wahr haft rührend aber war es, das Ergebniß der ange ſtellten Sammlung freiwilliger Beiträge zu ſehen. Da wollte Keiner, auch der Aermſte nicht, zuruͤck bleiben. Manche gaben den letzten Kreuzer, den ſie im Hauſe hatten, ja es kamen Beiſpiele vor, daß Arme erſt ein Paar Kreuzer borgten, und ſie dann mit Freuden brachten; ſie hätten es als Be

leidigung angeſehen, wenn ihr Beitrag nicht wäre

angenommen worden. Nicht minder rührend war es, daß ſelbſt Kinder, ja alle Katholiken, die in Steinfurt und Wiſſelsheim wohnen und ſelbſt

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