Ausgabe 
6.9.1834
 
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im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.

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36.

Sonnabend, den 6. September

1834.

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Alle Wetterauer kennen das bei Oſſenheim und ein Stündchen ſüdöſtlich von Friedberg liegende oſſenheimer Wäldchen, in welchem ſich die Be wohner von Nah' und von Ferne des Sommers zuweilen zu beluſtigen pflegen. Beſonders kann man am Aten Pfingſttage(wenn's Wetter gut iſt, wie's im Jahr 1833 und 1834 der Fall war) die ganze ſchöne Welt der Wetterau beiſammen finden, und Schreiber dieſes ſagt gewiß nicht zu viel, wenn er die Verſicherung gibt, daß in beiden Jahren jedes mal an der Zahl tauſend nichts gefehlt hat, ja daß eher mehr als weniger anweſend waren. Viel leicht iſt es aber auch Manchem nicht unintereſſant zu erfahren, daß ſich auf dem zwiſchen dem Wäld⸗ chen und Wickſtadt liegenden Felde eine Stelle be findet, welche den Namenalte Burg führt. Man ſieht daſelbſt noch einige Mauerſteine liegen. Ein Weiteres haben wir indeß hierüber noch nicht auf⸗ bringen können.

So berühmt, wie jenes Wäldchen, iſt das ſolms⸗rödelheimiſche Dorf Oſſenheim ſelbſt nicht, und doch hat's eine luſtige Lage und größtentheils brave, fleißige und darum auch wohlhabende Ein wöhner, die ihren Nachbarn, den Bauernheimern, welche mit ihnen zu Einer Buͤrgermeiſterei gehören, nichts herausgeben. Seiner wird ſchon zu den Zei len der Karolinger, alſo um's Jahr 800, in ſuldiſchen und andern Urkunden gedacht; doch iſt

in den früheren Angaben dieſes Namens Vorſicht föthig, um Verwechſelungen vorzubeugen, da der

bei Aſchaffenburg liegende Ort Oſtheim in früheren Urkunden auch unter dem Namen Ossenheim vor⸗ kommt. Weiter wiſſen wir aus uralten Zeiten faſt nichts mehr zu ſagen, als das, daß der Ort wohl den Herren von Münzenberg gehörte, nach deren Abſterben aber an die Herren von Falkenſtein kam.

Die Falkenſteiner wurden zum Theil von Sayn beerbt. Dietrich, Graf von Sayn, verpfändete 1446 mehrere Orte und unter dieſen auch Oſſenh eim (das bei dieſer Gelegenheit Ochſenheim genannt wird, aber keinen Zweifel läßt, da es mit Bauern heim, Fauerbach, Aſſenheim zuſammen erſcheint) an Frank von Cronenberg den Alten. Solms, der andere Erbe von Falkenſtein, löſ'te es ſpater wieder ein.

Oſſenheim hatte frühe ſchon eine Capelle mit einem der Maria geweihten Altare. Sie gehörte zur Hauptkirche St. Johannes auf dem Berge Nauheim(Nuheim). Der öſtliche Theil der jetzigen Kirche iſt, wie man an den kleinen Chorfenſterchen deutlich ſieht, aus jener alten Zeit. Im Jahr 1608 wurde der vordere Theil der Kirche erbaut, und zwar, wie die Inſchrift über der Thüre bezeugt, von den beiden Baumeiſtern Hans Geier und Heinrich Hamel. Am Kirchhofsthore ſteht die Jahrzahl 1612. Von den älteren Geiſtlichen kommt im Jahr 1381 ein Johannes de lympurg als plebanus in Ossenheim, ſpäter ein Peter Dhür vor, der im Jahr 1530 nach dem Tode Conrad Hertels erwählt wird. Lange nach her war Johann Grunelius aus Friedberg 34 Jahre hindurch Pfarrer daſelbſt; er ſtarb 1611. Von