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Da ziehen wir aus dem Bluttigen Streit meister von Hanofer. 1792 d, 29ten Julius
ein kleiner über Rest.
Was hilft nun Geist und Tapferkeit wen uns das Glück Verläßt.
Doch wen es auch Verderben speitt Selbs aus der höllen Gluth. Wir bleiben den noch Schlagbereith gelängt auf unsern Muth.
Es rühmt sich der ersiegten Schlacht ein zwey mahl Stärkers heer.
Wir kämpfen seiner über Macht trotz dem Empörten meer.
Zwar sehen wir den verlohren Streit mit recht als unglück an.
Doch bruder trost die Schuldigkeit
die haben wir gethan.
Wie mancher prafer Schwäde fiell
der wie ein Herkul stand
Im graußen vollen Schlagtgewiell
ein held dem Vatter land.
Wenn auch der tod uns all zerris ha das bewust sein lohnt Das noch der Alte Schwäden Geist in unsern Hertzen thront.
Im unglück nie ein Schwäde bebt Senck auch die letze Kraft
So lang 118 weisser König lebt uns rath und Mittel schaft.
Drum heil dem großen Gustaf heill Gott halte seinen thron
Ein bessres loos werd ihm zu theill Heill unser Natsion.“
„Anno 1791 d. 15ten Feber: Ist meim ausgelährnter Jacob Bruckel von Watze⸗ born in die Fremd.“
„Anno 1791 d. 1gten Feber: Junge Ernst Heinrich Matthias sein Meister
hat der 2
Stück aufgewiesen das Meister Geld zahlt
zu R fl. 15 Kr.“
„Anno 1791 d. löten Mertz ist der Emmel wieder in Stockhauß gebracht worten.“
Dambor Ernst auf der Haubtwacht erhenckt.“ Hiervon meldet das Kirchenbuch nichts, da Selbstmörder nicht kirchlich beerdigt wurden.
„Anno 1791 d. 12ten Feber: ist die leichen Kass bey uns errichtet worten von zwey hundert Mann.“
ist er wieder weg von mir.“ „Anno 1791 d. 24ten July ist dem Deher sein zweiter Sohn bey der pulfer mühl in
82 lahn ertrunken.“ Im Kirchenbuch steht, daß am 25. Juli beerdigt wurde„Moriz
Dietrich— Deyers Taglöhners Sohn, wel⸗ cher in der Lahn ertrunken, alt 10 Jahr. „Anno 1791 d. 27ten August ist ein
Holtzbauer, von Fellingshausen in der lahn
ertrunken.“ „Anno 1792 haben die Fransossen ihren
Könnig Ludwig den löten abgesetz und sich
sich zu 15 91 Rebublick gemacht.“ „Anno 1792 d. Iten Mertz ist Kaiser Leopold mit tod abgegangen. Regirt 1 Jahr 5 Month 2 täg.“
„Anno 1792 d. 23ten Mertz habe mein hauß kauft vor zweyhundert u. 5 fl. habe es bauen lassen. den 23ten July bin ein⸗ gezohgen Gott verleye uns langes leben und seinen Reichen Seegen darinnen.“
„1816 habe den Hinterbau bauen lassen welcher mich auf Vierhundert Gulden kom⸗ men ist. d. ten August 1816 habe meinen Jüngsten Sohn 3 mir ziehen lassen.“ Die⸗ ses Haus stand in der Markstraße.
„Anno 1792 d. 14ten July ist Könnig Franz zum Keisser gekrönet worten.“
„Zu Ruf an Teutonia: Sie komt die golden Zeit zurück und knüpft das Schönste Band erheiter deinen trauer Blick ver weistes Vatter land. Vor über ist was dich gequält ein trübes Virtel Jahr zum Kaiser ist ein Frantz gewählt der lang dein liebling wahr. Vor über ist dein weißer standt(Waisenstand ein weißer Vatter wird nun leiten durch den duncklen Raum der zeitten dich geliebtes deusches Vatterland. Frantz dem lieben neuen Kaisser Heil Dir wardt ein schönes loos
g 12 ist ein Menschenfreund ein weißer „Anno 1791 d. Sten April hat sich der
„Anno 1791 d. 28ten May ist unser gnädigster Landgraf das Erste Mahl als
Regirenter herr in Gießen gewesen von hier ist er nacher Cassel gemacht den Iten Juny ist er wieder zu ruck kommen hat von den Stutenden des Abends eine Fackel Musick bekommen Vor das Posthaus. Den⸗ selbigen tag ist der Obrist von Freyden ge⸗ storben.“ Hier liegt ein Schreibfehler vor. es handelt sich um den Oberst August von Wrede.
„Anno 1791 d. ten Julius habe in Arbeit bekommen Heinrich Gotlieb Bau⸗
und durch hertzens Adel groß.“ (Fortsetzung folgt.)
Aus alter und neuer Seit.
Die kürzlich im„Gießener Anzeigen ge⸗ brachte Notiz über das 50jährige 2 Dienstjubi⸗ läum des in weiteren Kreisen hachgeschüzten Kirchenrates Klingelhöffer in Lich läßt ei⸗ nige Erinnerungen aufleben, die für unsere Leser von Interesse sein dürften, zumal sie Streiflichter auf Verhältnisse werfen, die jetzt wieder zu Tagesfragen geworden sind.
Der Großvater des Jubilars war auch Kirchenrat und von 1804 ab fast 50 Jahre Pfarrer in dem Gießen benachbarten Kirch⸗ berg. Vorher war er von 1794 ab„Bergpre⸗ diger“ in Thalitter, in dem damals hessen⸗
Quelle: Theodor Klingelhöffer Familiengeschichte. Frankfurt a. M. 1909
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