Ausgabe 
27.4.1919
 
Einzelbild herunterladen

vrechen⸗ gesamte ter an id son⸗ i Zapf⸗ waren u, und s seine [te das irgend⸗ en einen ng des o rasch

er und diesen n, aber genwart e geist⸗ orvollen ben und n. in das idieners Häuser her kam zel und tentners unteren bis zur rleitung

tertag.

Uhr: rmittags us- und aefer. zm An⸗ e Beichte atthäus⸗ statt. tags rmittags ohannes⸗ Abends

rtag.

Uhr:

atthäus⸗

ndmahls. 3 Uhr:

rmanden

jemeinde.

tags Vormit⸗ e Lukas⸗ 5 Kach⸗ Prüfung ohannes⸗

eindruckerei

onntagsgruß

Gemeindeblatt für die evangelische Kirchengemeinde Gießen 8. Jahrgang

Nr. 17 Gießen, Quasimodogeniti, den 27. April 1919 jahre für viele schon zu dieser Vergangenheit

Gott mit uns! jahr: iele se Ver Psalm 14, 5. Gott ist bei dem 75 12 5 e 1 0 Geschlecht der Gerechten. daten e 5 5 7 daten dabei die Gelegenheit bietet, irrigen Wer hält den Untergang unseres Volkes Anschauungen über das Militär entgegenzu⸗ auf? Wer gibt ihm eine Hoffnung, wenn treten. Der Leser desSonntagsgrußes alle Stützen brechen? Aus der trüben sucht, wie jeder Christ, die Wahrheit. Zu Gegenwart haben sich die Augen der From⸗ ihr möchte ich beisteuern und gleichzeitig un⸗ men noch immer zurück in die Vergangen⸗ begründeten Beschuldigungen gegen das Heer, heit ihres Volkes gerichtet, über der sichtbar besonders aber gegen den Offizierstand, ent⸗ Gottes Gnade ausgebreitet lag.Um unserer gegentreten, wie sie leider während der Väter willen,um der Gerechtigkeit willen jetzigen Revolution von hierbei beteiligter in unserem Volke, beteten sie und vertrau- Seite verbreitet wurden. 5

ten auf Gottes Hilfe. Aus einem dankbaren Rückblick auf Gottes Gnade kann sich der demütige frohe Glaube an die Treue des Höchsten erheben.

Glauben brauchen wir in unserer Zeit so besonders, wo alles, was uns sonst die Größe und Stärke unseres Vaterlandes verbürgte, dahin sinkt. Gott hat im Laufe der Geschichte unser Volk wohl durch manche Nacht geführt, aber es doch nicht versinken lassen. Soll Deutschland jetzt ein Raub werden fremder Völker, soll deutsche Art untergehen, deut⸗ scher Idealismus zertreten werden, deutsche Frömmigkeit ein Spott sein? Gott kann sein heiliges Wort nicht lügen lassen. Seine hei⸗ ligen Hände hüten dieses Wort. Er hat schon zu viel, zu Großes an unserem deutschen. Volke getan, er kann es nicht versinken lassen. Er wird noch viel Größeres an uns tun. nicht um unserer Gerechtigkeit willen, aber um seiner Gnade und Treue willen. Darum wollen wir uns scharen zu dem Geschlecht der Gerechten, der Frommen! Ob andere vom Glauben abfallen, wir wollen das Got⸗ tesvolk bleiben, das Volk des Eigentums un⸗ seres Herrn Jesu Christi, in dem die Ver⸗ heißung ihre köstliche Bürgschaft erhielt: Gott ist bei dem Geschlecht der Gerechten.

Erinnerungen und Betrachtungen.

Von Generalleutnant z. D. Friedrich Klingelhöffer(Gießen).

Um dies gleich zu sagen, der Grund hierfür ist nicht schwer zu finden. Man hat

bei der Revolution so viel versprochen! Was

hat sich erfüllt? Man verkleinert nun die früheren Zustände, um die jetzigen in besse⸗ rem Licht erscheinen zu lassen. Dabei spielen

Mißgunst, Mißtrauen und Furcht eine Rolle.

Viele haben die Idee, der Offizier wolle sich überheben. Sollte dies im einzelnen Fall geschehen sein, so hat der Betreffende der maßgebenden Order Kaiser Wilhelms I. vom 2. Mai 1874 entgegengehandelt. Der bezüg⸗ liche Abschnitt lautet:Niemals darf das berechtigte Selbstgefühl des Offiziers in Mangel an Achtung oder in Ueberhebung gegen andere Stände ausarten. Je mehr der Offizier seinen Beruf liebt und je höher er dessen Zweck auffaßt, umsomehr wird er ermessen, in wie hohem Grade das volle Vertrauen aller Stände zum Offizierstand eine Bedingung für erfolg- und ruhmreiche Lösung der letzten und höchsten Aufgabe des Heeres ist. Diese Order ist nicht in den Akten verschwunden. Sie ist der Verordnung über die Ehrengerichte vorgedruckt und wird bestimmungsgemäß öfters den Offizieren in Erinnerung gebracht. Im allgemeinen ist jedenfalls kleine Ueberhebung erfolgt, auch nicht in der von Witz⸗ und linksdemokrati⸗

schen Blättern gewohnheitsmäßig angegriffe⸗ nen Garde und der Kavallerie, Ich bin wäh⸗

rend dreier Jahre auf der Kriegsakademie und in mehreren gemischten Garnisonen mit

Garde und Kavallerie in engste Berührung

.

Der Schriftleiter desSonntagsgrußes

mich wiederholt um Erinnerungen aus meinem Leben ersucht. Ich habe mich ge⸗ sragt, ob das, was ich zu bieten vermag, wert ist, den Lesern unterbreitet zu werden. Aus zwei Gesichtspunkten glaube ich es wagen zu können. Der eine ist, daß die im Sonntagsgruß gebrachten Erinnerungen aus der Gießener Vergangenheit besonderen Anklang fanden, und ich jetzt im 70. Lebens⸗

gekommen und habe nie etwas davon ge⸗ merkt, sondern überall das ernsteste Streben gefunden. Dies läßt sich dadurch beweisen, daß die Garde für die Kavallerie fehlen mir die Zahlen einen besonders hohen Prozentsatz der jährlich zur Kriegsakademie Einbeorderten lieferte. Man vermutete Durchstechereien bei den Prüfungsaufgaben. Die äußerste Vorsicht trat ein. Außerdem wurde eingeführt, daß den Beurteilenden

0 1 9