Ausgabe 
25.5.1919
 
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ieführer, Offizier⸗ eten sich schwie⸗ 5 ermög⸗ beseelten einiger⸗ en konn⸗ gen wer⸗ bermutete infolge rs zwar daß sie heit über⸗ Lebens⸗ ären frei⸗ nötig ge⸗ ind beim ehre, Mi⸗ iel zahl⸗ ißige war zkomman⸗ eten Vor⸗ [fsmitteln e hervor⸗ erwähnt, haften bei inrichtung rten stets die Bean⸗ raden vor⸗ r Namen Angeführt 8 oft an⸗ t einfacher sher war. gefügt ist, eim Kom⸗ unmittel⸗ hlt er sich riedigt, so le die Be⸗ le hat er Böswillig⸗ en kann er bie ungern Kamerad⸗ ehen seiner nur dann geschädigt Allerdings fe erst nach rden. Das wenn die ind erfolgt, ässig, sein. 1 Tür und te bei Be⸗ egenheiten, sten, einge⸗

be ich in einem Ab⸗ wurde in⸗ em Muni⸗ ich hinritt,

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fand ich zwei Tote. Ein Glück war es, daß die im Fort liegenden großen Munitions⸗ vorräte sich nicht mitentzündeten, trotzdem die eisernen Türen und eisernen Fensterläden der Munitionsgelasse, teilweise sogar die Mauern eingedrückt und Minen und Grana⸗ ten herausgefallen waren. Das beweist, daß die Munitionsfabriken usw., trotzdem viel Ersatzstoffe verwendet werden mußten, sorg⸗ fältig gearbeitet hatten. Die Fahrer des Autos hatten mit allen Mitteln versucht, das Benzin zu löschen und waren erst im letzten Augenblick hinter eine Mauerecke gesprun⸗ gen. Die Leute, die den Tod fanden, gehörten zur Wache und hatten den brennenden Wa⸗ gen nicht aus den Augen gelassen. Ehre ihrem Andenken!

Als ich von Mainz und Wiesbaden, wo ich noch eine längere Kur durchzumachen hatte, zurückkehrte, konnte ich den Traum meiner Jugend endlich verwirklichen und Jäger werden. Vorher hatte ich es von Dienstgrad zu Dienstgrad verschoben. Ich trat in die Fußtapfen meines Vaters und

meines zweitältesten Bruders, die beide

eifrige Jäger waren.

Nun noch ein Familienüberblick. Mein

Vater starb als Justizrat und Bezirksstraf⸗ richter 1874, meine zweite Mutter 1885. Meine Brüder vertraten alle Studienfächer. Der älteste war Jurist und starb als Erster Staatsanwalt und Geheimer Justizrat in

Kassel, mein zweiter Bruder war Kameralist

und lebte bis zu seinem Tode als Regie⸗ rungsrat in Butzbach, der dritte studierte Theologie und hat sich als Kirchenrat in Lich zur Ruhe gesetzt, der vierte war Medi⸗ ziner, Geheimer Medizinalrat und Kreis⸗ arzt des Landkreises Frankfurt a. M. Aber auch das Verwaltungsfach war vertreten Meine heimgegangene Schwester heiratete den Regierungsrat Hoffmann der Provin⸗ zialdirektion Oberhessen.

Damit bin ich zum Schluß gekommen. Ich möchte nur noch den heißen Wunsch aussprechen, daß Deutschland bald wieder

zu völliger Ordnung, befriedigendem Wohl⸗

kommt, die nach innen und außen sich als durchaus notwendig herausgestellt hat. Daß dies nur durch ein diszipliniertes Heer auf

Grundlage der allgemeinen Wehrpflicht, mit

einem ehrliebenden Offizierkorps und einem einheitlich durchgebildeten Generalstab ge⸗ schehen kann, ist meine Ueberzeugung. Es wird nur von denjenigen bestritten werden, welche die Gewaltherrschaft einer Minder⸗ 6 Daß ich die unpartei⸗ ische monarchische Spitze, die sich in erster

heit anstreben.

Linie Gott verantwortlich fühlt, für das Beste halte, will ich nicht verschweigen. Diese ist aber auch in einem demokratischen Staat möglich, wenn man ihn der konstitutionellen Monarchie vorziehen sollte, bei der bekannt⸗ lich der Herrscher an die Mitwirkung und

Zustimmung der Volksvertretung gebun⸗

m ist.

land, Ansehen und der bewaffneten Macht

Zohann Henrich Schaffstädts Gießener Chronik 1770 1825. (Fortsetzung.)

Seid d. 12ten July hat unser landgraf zu Darmstadt den Titul als Großhertzog und die Souverinitet über seine Lande erhalten. 1 5 dem Fransossen Keiser Napoleon de

ten.

1806 d. 16ten August hat der Keiser Franz zu Regenspurg der römische Keiser Cron abgesagt. den 12ten July ist der Rein Bund gemacht worten. Von dem Fransosen Keiser Napolion dem Iten der Kuhr Ertz Kanßler ist Fürst primas worden hat die Stadt Frankfurt bekommen. So dann der

Könnig von Bevern auch der Könnig von

Wirttenberg sodan der großhertzog zu Berg und Klef der Großhertzog zu hessen Darm⸗

stadt der Hertzog zu Nassau ußingen und

Weilburg. der Hertzog zu batten der Groß⸗ hertzog zu Wirtzburg.

1813 d. 18ten October bey der Großen Schlagt bey Leibzig hat sich der Reinbund wieder aufgelöst, da haben die Teuschen Für⸗ sten die Waffen gegen Napolion gebraucht. Von dem Augenblick an wahr sein Sturtz ent⸗ schieden.

Die große Frantzössische Artleri(Artille⸗

rie) ist aus ihrem Kantonnementsquartier

aus Schwaben und Franken nacher Sachsen aufgebrochen gegen die Preußen. Unsere Truppen sind den Iten October aus Gießen nacher Wirtzburg maschirt den 30ten Septem haben die Bürger die thoren besetz.

Den 24ten 7ter habe in Arbeit bekom⸗ men Daniel Franz von Eisleben in Sachsen. Derselbe ist itzo Meister in Butzbach.

D. Iten October ist der Franschössische Keißer durch Frankfurt nacher Wirtzburg ge⸗ macht zu der Armee d. 14ten October sind die Preußen bey Jena von den Fransosen geschlagen worden d. 23ten October sind schon Fransosen in Berlin kommen. d. 27ten Oec⸗ tober hat der Fransöschisse Keiser Napolion in Berlin seinen einzug gehalten.

D. 25ten Septem 1806 sind die Bet Stunden und Wochen Pretigten abgesetz worden den Dienstag soll Katechisation(im Original nicht recht leserlich) den Mitwochen eine pretig und Samstag Beicht gehalten werden.

Auch in diessem Jahr ist die Trip und Wießen Firtel zinns in Duplo bezahlt wor⸗ den, von den Bürger an das Stadtaerarium (Stadtkasse).

D. 7ten October sind unsere Truppen aus Weßfalen in Gießen ein maschirt. d. 10ten sind selbige weiter aus maschirt nacher Darmstadt.

1806 hat das holtz aus den Stadtwal⸗ tungen aufgehörret an die Bürger ausge⸗ theilt zu werden.

D. 11ten Novem sind in Achsbach(Atz⸗ bach über 30 Beu abgebrannt.

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