cht besser erer Herzen eines große bir nicht in ern, um m Krippe de
gesehen 5 Licht
esicht.“ tränen⸗ un ohne in da mt zu haben ten wir um ege, das vn leuchtet; suß hem der N alle gehen werden un uns diesen nderem Dau achten, waz dies in di
och dein Ga
1 Porte, elspforte,
aronin R.
t. Advent)
8 9½ Uhr: 8 11 Uhr. 1d Markl Becker.— Beichte un ür die Mat pfarrer en g.— Mon⸗ Uhr: Ver
weiblichen
tittags 9 mittags I iesgemeinde hr: Pfarre. ier des hel asgemeinde hierzu bol s½8 Uhr: männlichen — Mon⸗ Uhr: Ver lichen Ju⸗ Freitag den hnachtsfeit n aus
— Steindruchere
onntagsgri
Gemeindeblatt für die evangelische Kirchengemeinde Gießen
57
Gießen, 4. Advent, den 21. Dezember 1919
8. Jahrg.
Der Klang des Friedens. (Zum Weihnachtsfest.) Von D. Karl Hesselbacher. Evang. Joh. 14, 27. Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch.
Ein wunderliches Gesicht schaute ich jüngst, da ich einsam war: Mir däuchte, ich stünde
in einer großen Stadt auf dem Vorbau des
Rathauses und blickte über den Marktplatz hinüber, der sich weit ausdehnte, beinahe unübersehlich. Und der große Platz wogte von der Masse Streitender. Geballte Fäuste hoben sich in die Luft und schlugen wie Schmiedehämmer nieder. Gewehrläufe sah man blinken, und Taumelnde, die nieder⸗ stürzten, griffen sich an die Brust, ehe sie fielen. Mit einem Male sah ich auf der Zinne der gegenüberliegenden Stadtkirche eine kleine Schar von Jünglingen. Sie waren in lange fließende, weiße Gewänder gekleidet, und um ihre Stirnen zog sich ein schmaler Goldreif. Die hoben lange, gold⸗ blinkende Posaunen und setzten sie an die Lippen. Und nun geschah etwas ganz Wun⸗ derbares. Als die Töne über die Massen schwebten, die da unten in wüstem Lärmen und Todesgrauen miteinander rangen— da sanken die erhobenen Hände. Die Ge⸗
sichter wendeten sich aufwärts, und es war, wie
als ob sie alle eine lichte Freude Himmelsglanz überrönne. Sie waren still, alle die Schrecklichen, die wie ein tolles Meeresbranden durcheinandergerast hatten. Wie eine Kirche lag der weiße Riesenplatz, und die Töne von den Posaunen der Bläser hoch oben auf dem Kranz der Kirche zogen langsam und herrlich durch die reine Luft. eir war, als seien diese Töne Worte, die aus unsichtbarer Höhe kamen. Sie riefen: Friede, Friede!
Es war ein Gesicht, aber eines von den Gesichten, in denen sich das innerste sehn⸗ lichste Verlangen der Seele offenbart. Glaubt ihr nicht, daß Tausende in unserem Volke aufjauchzen würden, wenn dies Gesicht Wahrheit würde? Und doch war es nicht nur ein Gesicht. Denn es kann Wahrheit werden. Es wird Wahrheit werden. Dann nämlich, wenn Weihnacht wirklich einmal Weihnacht wird in unserm Volke. Wenn Weihnacht uns bringt, was es uns Jahr um Jahr bringen will: Jesus, den Leben⸗ digen. Jesus, den Mann, der allein Frie⸗ den trägt in die friedlose Welt. f
Vielleicht ist es euch gegangen wie mir, daß ihr euch bekümmerkt gefragt habt:„Wie
soll ich Weihnachten feiern in einem Volk, das wund ist bis ins Herz und zerschlagen an Haupt und Gliedern?“ Selbst da noch Krieg war, konnten wir besser feiern als jetzt. Denn da Krieg war, flogen unsere Herzen himmelan in der Glaubensgewiß⸗
heit:„Du, Herr des Friedens, wirst uns Frieden schenken gnädiglich!“ Aber jetzt
— ist unser Volk friedlos. Drum legt sich auf unser Herz eine Not, wie sie noch nie auf uns gelegen ist. Und nicht einmal die Lieder, die unsere Kleinen um den Christ⸗ baum singen, und nicht ihr holdes Lachen und Freuen will uns die Not vom Herzen scheuchen. Der Lichtschein, der vom Tannen⸗ baum ausging, flammt nicht mehr in unsere Seelen hinein. Da ist es so dunkel wie draußen in unseren lichtlosen Straßen, in denen der Winter geht mit seinen Schrecken.
Aber einer kommt. Dessen Licht fährt siegreich durch die härteste Nacht: Jesus tritt vor uns, der immer noch„der Welt ein' neuen Schein“ bringen kann. Und von seiner Gestalt geht es aus wie jener Posaunenklang dort auf dem Platz der gro⸗ ßen Stadt. Was trägt er hinein in die friedlose Welt? Einmal denke ich: ein Leben, das umstrahlt ist von dem Schein der Ewig⸗ keit. Vor kurzem las ich in einer Zeit⸗ schrift die ein„Freidenker“ herausgibt: Was hülfe es dem Menschen, so er die ganze Welt gewönne und nähme doch Scha⸗ den an seiner Seele!— das muß das Lo⸗ sungswort unseres neuen Deutschlands wer⸗ den!“ Seht, wie sie aufwachen, die jahre⸗ lang und jahrzehntelang an Jesus vorbei⸗ gingen, und die sagten: Er hat gar nicht gelebt! Mit einem Male sehen sie:„Er lebt ja noch Er greift uns ans Herz. Wir fassen seine Hand und leben von seinem Leben. Er wird aufs neue geboren in der armen Welt, die am Verhungern ist und nach seinem Lebensbrot greift. Er führt uns seinen Weg, nachdem wir lang in der Irre gegangen sind!“ Friede, Friede, so geht der Posaunenton von dem Weihnachts⸗ kind aus, das durch die Welt der Not und des Kreuzes ging und alles, was Not und Kreuz hieß, überwunden hat. Friede, Friede, so leuchtet es aus dem Herzen des Mannes, der über der Welt der Vergänglichkeit die Welt der Heimat fand, in der alles Ver⸗ langen der Seele seine Erfüllung findet. Das ist Weihnachtsglanz, der nie verlöscht


