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Da das Bestehen der Oktavausgabe von dem Zustandekommen einer genügenden An⸗ zahl Abonnenten abhängig ist, so werden alle Freunde der hessischen Geschichte und der Kultur des Hessenlandes herzlich ge⸗ beten, das neue Unternehmen durch ihren Beitritt zu ermöglichen und zu fördern. Sie werden es nicht zu bereuen haben und leisten zugleich einen Dienst der Sache des Vaterlandes. Anmeldungen zum Abonne⸗ ment können sowohl an den Unterzeich⸗ neten(Darmstadt, Martinsstr. 42) als auch an den Verlag des„Darmstädter Täglichen Anzeigers“ gerichtet werden.
Darmstadt, den 15. September 1919.
Dr. Karl Esselborn.
die christlichen Kirchen, insbesondere wird die katholische Kirche angegriffen. Diese Sekte geht unter der harmlosen Bezeich⸗ nung„Vereinigung ernster Bibelforscher“ in Deutschland einher, Hauptniederlassungen scheint sie in Brooklyn⸗Pittsburg, Barmen und Zürich zu haben. In Frankfurt a. M. besteht angeblich eine Ortsgruppe. Christlich kann man diese Art nicht nennen, sie ist nichts als eine heidnisch-phantastische Reli⸗ gionsform, wenn man hier überhaupt von Religion noch reden darf.
Daß gerade in Gießen Sekten immer wieder auftauchen, ist ein betrübendes Zei⸗ chen für die Energielosigkeit und Würde⸗ losigkeit eines Teils unserer Gemeinde⸗ glieder, die diese Phantasten anhören, ihre Versammlungen besuchen und sie gar noch unterstützen. Was sollte aus unserem Volke werden, wenn die geistige Erkrankung, die
wir an diesen„ernsten Bibelforschern“ beob⸗
Sektiererische Propaganda in Gießen. Pachten, weiter um sich greifen würde?
Die Stadt Gießen scheint von Sekten als ergiebiges Arbeitsfeld angesehen zu werden. Erst neulich mußten wir auf die Propa⸗ ganda der„Adventisten vom siebenten
H. Bee
Kleine Mitteilungen.
Das Oberkonsistorium hat den Pfarrer
Tage“ hinweisen, dieser merkwürdigen Leute, Bechtolsheimer zum Vorsitzenden des Ge⸗ die die christliche Sonntagsfeier verwerfen samtkirchenvorstandes und des Pfarrkolle⸗ und den Samstag als Ruhetag feiern. Nun giums(nach der früher üblichen Bezeich⸗ treibt eine Abart dieser Sekte hier ihr nung zum ersten Pfarrer) ernannt. Selbst⸗ Wesen. Ist das doch, wie wir schon wieder⸗ verständlich bleibt der Genannte nach wie holt betont haben, für Sekten jeder Art vor Pfarrer der Lukasgemeinde. charakteristisch, daß ihre Glieder unterein⸗ 58
ander bald Streit bekommen und daß man dann sofort zu Neugründungen schreitet, von die Wählerlisten für die demnächst nach
e eine die andere mit heftigen Worten Alte 5 a 2 sucht ein den neuen Bestimmungen stattfindende Wahl Mann, der augenscheinlich noch nicht be- don Eirchengemeindevertetern bis spätestens griffen hat, daß alle Deutschen jetzt fleißig 30. September d. I. zu Ende gebracht wer⸗ arbeiten sollen, hier eine Zeitschrift, die von den. Bei der großen Zahl der Wähler, die den sogenannten„Millenniumsleuten“ her- in unseren Gießener Kirchengemeinden zu ausgegeben wird. Es widert uns an, immer⸗ finden ist, ist es kaum möglich, in dieser fort auf diese Ausgeburten menschlichen Irr⸗ kurzen Frist— das betr. Kirchengesetz ist wahns hinweisen zu müssen, aber es muß uns erst n September bekannt 9 dies geschehen im Interesse der Aufklärung worden Fisten aufzustellen, die auf Voll⸗ unserer Gemeindeglieder. Der Begründer ständigkeit Anspruch erheben, zumal da 1 0 dieser Sekte, die jetzt hier Boden zu gewinnen auch absolut zuvertässige und e sucht, ist der„Pastor“ Russell in Allegheny. Unterlagen fehlen. Wir bitten deshalb 1 0 Daß man in Amerika die Titel„Professor“ jenigen unserer Gemeindeglieder, die sich an und„Pastor“ leicht bekommen kann, ohne der Wahl beteiligen wollen, dringend, in
eee 365. en 2 ie Listen offen liegen, nach⸗ vorhe. f Betätigung nachge- den Tagen, da die Listen 2 55 ein een e sehen zu wollen, ob ihre Namen darin ver⸗
wiesen zu haben, ist ja bekannt. Dieser le! a 0 e Mann 1 die Uchte daß das von zeichnet sind. Nähere Angaben über die
Das Oberkonsistorium hat angeordnet, daß
Daniel geweissagte Weltende im Jahre 1799 begonnen habe. Im Jahre 1874 sei Christus wiedergekommen, zuerst allerdings sei er noch unsichtbar, Herbst 1914 aber werde er in sichtbare Erscheinung treten und alle Welt werde auferstehen. Die Anhänger dieser Sekte leugnen die Unsterblichkeit der Seele und stehen auch sonst noch mit der Glau⸗ beuslehre der christlichen Kirche in schroffem Widerspruch. Das Blatt, das der erwähnte Mann hier verbreitet, enthält in buntem Gemisch unsinnige Andeutungen über das
Wahl werden wir noch machen. Erwähnt sei heute nur, daß nach 8 4 des betreffenden Kirchengesetzes stimmberechtigt sind„alle mindestens 25jährigen, geschäftsfähigen, im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte befind⸗ lichen, konfirmierten männlichen und weib⸗ lichen Mitglieder der Gemeinde“. *
Am 15. September d. Is. werden es 100 Jahre, daß der bekannte religiöse Maler Carl Gottfried Pfannschmidt in Mühlhauzen in Thüringen geboren wurde. Er ist der
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