geholt wer⸗ Bibliothg zig benutzt ründet, da wurden in und in der besitzt ein erschule in und Unter⸗ kirchenkasst bes Vereinz d zwei in . n Monate so können Arbeit, die das weiß
en Jugend
en Anlauf ab, schein⸗ dte Mühe gendpflege
Veranstal⸗ ten haben, aß in dem che Arbeit stand und hier wird heranwach⸗ ttesfurcht, Aandsliebe ugend er⸗ fbau einer ides.
n gels.
rinitatis.
9½ Uhr: 11 Uhr: gemeinde. Pfarrer r, abends irmierten gemeinde.
abends irmierten zemeinde. tags 9½ mittags zemeinde. 5 5 Uhr: : Bibel⸗ Montag, Vereini⸗ Jugend
aße 50. engottes⸗
— indruckerel
onntags gruß
Gemeindeblatt für die evangelische Kirchengemeinde Gießen
Nr. 46 Gießen, 22. Sonnt. n. Trinitatis, den 16. November 1919 8. Jahrg.
Moderner Aberglaube.
5. Mose 18, 10—12. Daß nicht jemand unter dir gefunden werde, der seinen Sohn oder Tochter durchs Feuer gehen lasse oder ein Weissager oder ein Tagewähler oder der auf Vogel⸗ geschrei achte oder ein Zauberer oder Beschwörer oder Wahrsager oder Zei⸗ chendeuter, oder, der die Toten frage; denn wer solches tut, der ist dem Herrn ein Greuel.
Aberglauben, d. h. falschen, auf das Ueber⸗ sinnliche sich beziehenden Glauben hat es zu allen Zeiten gegeben. Wenn man im Volke Israel auf Vogelgeschrei achtete, wenn man Totenbeschwörungen vorzunehmen suchte und zu Wahrsagern und Zeichendeutern seine Zu⸗ flucht nahm, um die Zukunft zu erforschen oder um die Verbindung mit dem Ueber⸗ sinnlichen herzustellen, so war das Aber⸗ glaube. Dasselbe gilt von dem Brauche der Griechen, aus den Eingeweiden der Opfer⸗ tiere und dem Flug der Vögel die kom⸗ menden Ereignisse zu erfahren. Vor 100 und 150 Jahren wucherte der Aberglaube
üppig in unserem Volke, und wiewohl man
im Zeitalter der Aufklärung und auch noch später energisch dagegen ankämpfte, so ist er doch bis auf diesen Tag geblieben. Na⸗ mentlich in den deutschen Dörfern ist er noch häufig zu finden. Was wird da an Winterabenden nicht alles erzählt von längst berstorbenen Menschen, die in der Mitter⸗ nachtsstunde an die Stätte ihrer irdischen Wirksamkeit zurückkehren, von blauen Flam⸗ men, die den Wandersmann in Sumpf und Moor führen, von Gespenstern, die zwischen Kirchturm und Kirchhof nächtlicher Weile Schreck verbreiten. Namentlich will man aus allerhand Anzeichen auf das Abscheiden von Menschen schließen. Wenn das Käuzchen ruft, wenn man im Garten eine weiße Pflanze findet, wenn auf geheimnisvolle
eise nachts auf die Türklinke gedrückt wird, dann stirbt bald jemand von den Haus⸗ genossen. Oder der, dessen Ableben bevor⸗ steht, erscheint einem in weiter Ferne woh⸗ nenden Angehörigen und verschwindet als⸗ bald wieder.
Der Aberglaube, der sich in diese Form kleidet, geht sicher auf uralte Volksvorstel⸗ lungen zurück; er wurzelt tief im Leben des Dorfes, knüpft oft auch an geschichtliche Ereignisse an und ist für alle, die sich mit dem Volke, seinem Geistes⸗ und Gemüts⸗ leben beschäftigen, sehr interessant. Auch haf⸗ tet ihm ein gewisser poetischer Zug an. Von
dem modernen Aberglauben kann man das nicht sagen. Dieser regt sich kräftig in unse⸗ ren Tagen, es scheint das eine Folge des Krieges und der mit dem Kriege zusam⸗ menhängenden Befürchtungen, Hoffnungen und Enttäuschungen zu sein. Wieder spielt das Tischrücken eine große Rolle. Der Spi⸗ ritismus geht durch die deutschen Städte, man redet von Astralleibern und will die Verbindung mit den Toten herstellen. Schon vor dem Kriege hat man mit der Wün⸗ schelrute Wasser gesucht. Was vor 60 Jahren aus dem nüchternsten und poesielosesten Lande der Welt, aus Amerika, zu uns herüber⸗ kam, ein nüchterner und poesieloser Aber⸗ glaube, lebt wieder auf.
Wir wollen nicht davon reden, daß dieser moderne Aberglaube man kann ihn auch den Aberglauben der deutschen Städte nennen unsinnig ist, er widerstreitet auch dem wahren Gottesglauben. Gott hat unserer Erkenntnis der Dinge der übersinn⸗ lichen Welt Grenzen gesetzt, über die wir nicht hinauskommen, er hat uns die Zu kunft verhüllt. Was wir von dem Ueber⸗ sinnlichen wissen, wissen wir aus der Bibel,
erfahren wir in Anlehnung an Jesus Chri⸗ stus. Wer auf andere Art hinter die Ge⸗ schehnisse der übersinnlichen Welt zu kom⸗ men trachtet, der handelt wider Gottes Wort, und solches Tun ist, wie die Bibel sagt, dem Herrn ein Greuel. H. B.
Meine Erlebnisse in französischer Kriegsgefangenschaft. Von Ober⸗Telegraphenleitungsaufseher Heinrich Wagner⸗ Gießen. (Fortsetzung.)
In der folgenden Nacht hoben wir in un⸗ serer Stellung Schützengräben aus. An die⸗ sem Tage hatten wir schon ziemliche Ver⸗ luste. Rechtsanwalt Kauffmann und Zimmer⸗ meister Bechthold, beide aus Gießen, schie⸗ den aus den Reihen der tapferen Streiter. Am 9. September erhob sich mit Sonnen⸗ aufgang ein leichtes Infanteriefeuer gegen unsere Stellung, die Artillerie beschoß sich gegenseitig. Nachmittags ½3 Uhr legte die französische Artillerie ein sehr heftiges Feuer auf unsere Stellung, das gleiche geschah auch abends ½7 Uhr, etwa 20 Minuten lang, aber nur wenige Treffer wurden er⸗ zielt. Mit einbrechender Nacht gingen wir wieder zum Sturm vor, trieben den Feind zurück und zogen uns dann, nachdem wir durch die sächsischen Regimenter 133 und 134 abgelöst worden waren, in eine Ruhestellung


