n, stand er
onnte man des späten Gemeinde und arm
„ suchte er mmenarbeit Irrenden Straucheln⸗ rgebens an „ weiß, daß die Augen die Kräfte ufreibt und
—
ungemein kann. Was Jahren für Arbeit ge⸗ waltungsge⸗
schon stellt
dar. Da des Krieges
Kriegszeit dem ersten e geführten hrten Akten d Pünkltlich⸗ Allgemeinen ankenpflege“ iglings⸗ und widmete er eren Jahren rankenpflege, der Markus⸗ Garnison⸗ esamtkirchen⸗ iums wußte ten. Es lag ingen allein ir die ganze „ er ließ in rte kommen, nungen, die standen, und isätze auszu— „ sind ihm, „ zu tiefem nsere Arbeit nur ing s durch und
war die Ur⸗ kann jedoch daß Ueber⸗ der Kröste n am Ende hule genom⸗
5
men. Alles, was Bertold Schwabe tat, ging aus einem lauteren Christenglauben hervor. Diesen Glauben hat er besonders in seinem letzten Leiden bewährt, Schon 1916 zeigten sich die ersten Spuren der Krankheit, aber er hat das Uebel mannhaft besiegt und sich immer noch aufrecht erhalten. Aber im Herbste des letzten Jahres ging es nicht mehr. Als er von der letzten Beerdigung, die er hielt es war die Beerdigung des Hilfskirchendieners an der Stadtkirche Nach⸗ tigall— nach Hause kam, sagte er seiner Gattin: Ich habe mich so krank gefühlt, daß ich mich am liebsten selbst in das Grab ge⸗ legt hätte. Am Erntedankfeste— es war der 20. Oktober— betrat er zum letztenmal die i Er war so krank und schwach, daß er bis kurz vor Beginn des Abend⸗ gottesdienstes, den er hielt, im Bette lag und gleich nach seiner Rückkehr aus der Kirche wieder das Lager aufsuchte. Am nächsten Tage begab er sich in die Klinik, um dort Heilung zu suchen. Er, der Mann, der an so vielen Krankenbetten gestanden hatte, ist sich bald über den Ernst seines Leidens klar geworden. In einem Briefe, den er im Spätherbst an den Unterzeich neten schrieb, bezeichnete er sich selbst als einen„moriturus“, einen sterbenden Mann. Vor der ersten Operation nahm er mit seiner ö Familie das heilige Abendmahl und ging dann getrost seinem Schicksale entgegen. Seine Güte und sein Fleiß dauerten weiter, auch wenn die Kraft des Leibes immer mehr dahinschwand. An seine Kollegen richtete er in seinen schwersten Leidenstagen freund⸗ liche Briefe, die Gedanken an sein Amt be⸗ schäftigten ihn fort und fort. Eine besondere Aufrichtung war es ihm, wenn er von der Chirurgischen Klinik aus die Glocken der Johanneskirche läuten hörte, eine Aufrich⸗ tung, aber auch ein wehmütiger Fingerzeig: er konnte dem Rufe der Kirchenglocken nicht mehr folgen und mußte von der Arbeit lassen. Das Leiden wurde schließlich so schwer, daß sein Gebet nur noch das um Erlösung aus diesem Elende war. Nun hat ihm Gott diese Bitte erfüllt und ihm aus⸗ geholfen zu seinem himmlischen Reiche. Seine Erdentage sind vergangen, aber seine Werke folgen ihm nach, und in der dank⸗ baren Erinnerung vieler Gutgesinnten wird der treue Mann weiterleben. Gießen, den 1. März 1919. Bechtols heimer.
Johann henrich Schaffstädts Gießener Chronik 1776 1825.
(Fortsetzung.
„Anno 1780 d. 16 ten Januar wahr der glüchliche(glückliche) tag vor den englischen Admeral Rothney(htodneh das er mit sei⸗ nem Geschwader in der Meerenge vor Gibraltar den spanischen Admeral Don Lan⸗ gao(Langara) mit seiner Flotte geschlagen
und ihn mit 5 Lingen Schifen n gefangen ge⸗ nommen und eins in die Luft gesprengk.“ Gemeint ist hier die Seeschlacht bei Kap St. Vincent.
„Anno 1780 d. 13 ten Mertz ist die spügtakelhafte(pektakelhafte⸗ungewöhnliche) Verortnung eingeführt worden das den Sonntag bis halb 4 Uhr vor die Burger⸗ schaft die thoren gespert sind blieben. Anno 1791 ist dieses wieder aufgehoben worten.“
„Anno 1780 d. 18 ten Septem ist die Stadt Gerra(Gera) in Sachsen abgebrannt.“
„Anno 1789, d. 29 ten Novem ist die große Monarchin Keiserin Theresia ge⸗ storben.“ 5
„Anno 1780 d. 20. Decem hat der Kön⸗ nig von England ein Mannifest lassen aus⸗ ruffen, die Holländer als Feinde anzusehen und in Zeit von 10 tägen wurden ihnen von den Engländer über 40 Schiffe weg⸗ genommen.“
„Anno 1781 ist der Wasserbau bey der großen Mühl von Meister Fillmann und Schwalb gemacht worten.“ Es handelt sich hier um das Wehr an der Möser'schen Mühle.
„Anno 1781 d. 12 ten April hat Ad⸗ meral Darby Gibraltar mit 72 Schiffen
mit lebensmittel versehen.“
„Anno 1781 d. 25 ten Juny bin ich Johann Henrich Schaffstädt bey allhiesige
Schützen Companie gangen. Anno 1782 d.
2ten Mertz bin Schützen Corporal worden.
Find Schützen damals gewesen Haubmann Magnus, Haubmann Busch, Leutnant Höpf⸗
ner, Leutnant Tillmann, Sergand Thurn, Copral Feger, Simon, Copral Schaffstädt, Musterschreiber Plock, Schuhmacher Best,
Georg Caspar Rinn, Balser Stohr, Eber⸗
hard Busch, Phillipp Busch, Glaser Balser, Phillipp Roth, Messerschmidt Felsing, Schneitter Andstadt, Daniel Vetzberger, Becker Hettrich, Schneiter Casp. Müller, Herbert senior, Herbert junior, Feldscherer Michel, Zinngießer Werling, Conrad Frech, Jacob Wörmser, Melchior Loos, Perugen⸗ macher Feger, Schumacher Dietz, Gold⸗ schmitt Faber, Goldschmitt Pfnorr, Roth⸗
gießer Otto, Christian Ferber, Daniel Rib⸗
samen, Schneider Stieller, Feldscherer Born⸗ gässer. Anno 1788 bin(ich) als junge Schützenmeister gewehlet und Wilhelm Her⸗
bert als aelster und anno 1790 im May habe von den Schützen abgethan(bin ich
ausgetreten).“ Wie unsere Kirchenbücher ausweisen, so
war Höpfner Konditor; Konditor Moritz
Höpfner, der um 1840 hier lebte, scheint sein Sohn gewesen zu sein. Johann Philipp Thurn war Schneidermeister, Daniel Rüb⸗ samen Sattlermeister, Daniel Vetzberger Rotgerber. Plock scheint Bäckermeister ge⸗ wesen zu sein, Konrad Feger war Perücken⸗ macher. Es ging, wenn die Bürger zum Schießen auszogen, nicht immer ohne Unfall ab. Am 3. Pfingsttage 1768 war der Zim⸗


