und fanden nden Land⸗ esonders der Stadt eine d breit her ch alljährlich „die Hessen⸗ kirschenmarkt ildete; denn uten, die sich festgemacht“, Die Schau⸗ Wirts⸗ und e Geschäfte; Besucher aus zen mit echt das Geld allen Ecken e die Orgel⸗ bildeten, und e eine selbst aber Berg⸗ Harmonikg⸗ uf der Straße r Kreuzer zu vohl mancher en Ihm er⸗ em Straßen⸗ us sein Leib⸗ Ritter“ sang instrichen be⸗
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allen möglichen Größen, die„Dutten“ (Düten), die nach Bedarf, eine nach der anderen, abgerissen und gefüllt wurden. Die Theke hatte ihre Front nach dem Hausgang. Die Haustüre war somit der Eingang für die Hausbewohner und die Käufer. Durch verschiebbare Glasfenster konnte die Theke verschlossen werden. Diese Einrichtung hatte einen doppelten Zweck. Sie schützte den La⸗ den im Winter vor der bei dem Oeffnen der Haustüre hereinströmenden Kälte und bil⸗ dete bei Geschäftsschluß einen bequemen Ab⸗ schluß. Man schob einfach die Fenster vor und verschloß sie. Hier und da wurden auch noch Holzläden vorgestellt, was auch mit den Erkern geschah. Rolläden kannte man noch nicht. Die Verkaufslokale dieser Art sind bis auf das des Metzgermeisters Gustav Sack auf dem Seltersweg vollständig aus Gießen verschwunden. Jeder Kaufmann Jeder Kaufmann hatte unter seinen Ar⸗ tileln einen, welcher als der beste in der Stadt galt. Bei Diez bekam man den saf⸗ tigsten Schweizerkäse, beim Ritter-Noll den feinsten Kaffee und Schnupftabak, bei Zur⸗ buch die beste Stiefelwichse, bei Windecker einen vorzüglichen Schnaps. Zu Weih⸗ nachten erhielten treue Kunden ein Geschenk, welches zumeist in einer Kaffeetasse bestand. Auch war es allgemein üblich, daß der Kaufmann an Markttagen seiner Landkund⸗ schaft einen Kaffee braute und sie mit Kuchen und dergleichen bewirtete, wofür sich diese im Herbst auf der Kirmes revanchierte. (Fortsetzung folgt.)
Johann Henrich Schaffstädts
Gießener Chronik 1776 1825.
(Fortsetzung.)
„D. 26ten Novem ist der Feld Schütz Deyer bey der pulfer Mühl ertrunken. Die⸗ sen Todesfall registriert das Kirchenbuch mit den Worten:„Im Jahre Christi achtzehn⸗
hundert und zwölf den 27. November Abends gegen acht Uhr ertrank in der Lahn Moritz
Dietrich Deyer, Bürger und Feldschütz all— hier, alt sieben und fünfzig Jahr und wurde beerdigt den dreißigsten ejusdem.“ war, wie wir aus dieser Chronik wissen, ein schwergeprüfter Mann, 1791 ertrank sein 10jähriger Sohn beim Baden an der Pulver⸗ mühle, 1795 erschoß sein ältester Sohn am Wißmarer Weg beim Spielen aus Unvor⸗ sichtigkeit einen Knaben, nun fand der Vater 17 Jahre später einen gewaltsamen Tod.
„D. 30ten Decem ist der Straßen Reuber
Ludwig Gutermuth auf dem Trib durch das Schwert hingerichtet worden von dem Mar⸗ burger Scharfrichter.“
„1813 d. 9ten Feber ist der Jenral Nis⸗ nagel(7) allhiesiger StadtCommedant wor⸗ den vor den verstorbenen Comedant Beck.“
1813. „D. öten Feber ist der Peter Flett Raths⸗
e Deyer
diener worden Vor den Rathsdiener Koller⸗ 1 2. Regel zum Tode verurteilt.
mann.“
„D. 20ten Feber sind 600 Mann Fißlier von hier nacher Darmstadt maschirt den Tag trauf(darauf) ist der überrest mit 3 Ka⸗ nonen und 2 Haubitzen von der großen Armee aus Rusland bey uns ankommen.“
„D. Iten Mertz ist mein Tochtermann
Rudolf Petry mit einer Schimmelin Von Heichelheim copliert worden.“ f ten Mertz ist die Könnigin Von Westfalen hir durch gemacht nach Paris.“ Diese kurze Notiz ist sehr bemerkenswert. Die Königin von Westfalen, die Gemahlin Jero⸗ mes, des Bruders Napoleons, ist nicht zu ihrem Vergnügen„nach Paris gemacht“, sondern weil die Kosaken von Osten her das Königreich Westfalen bedrohten.
„D. 12ten Mertz ist der junge Geismar Rathsdiener worden als adjundus(Adjunkt seines Vatters.“
„D. 28ten Mertz ist das erste Battalion Leib Regiment von uns ausmarschirt nacher Darmstadt, d. 2gten das 2te Batallion.“
„D. 10ten April hat der Junge Moll das erste Mahl ausgeschelt an des alten Stroh Stelle.“
„D. April hat der Barückenmacher Feger sein Billgethen Amt(2 Billetenamt 9) an getretten vor dem Heinrich Busch.“
„D. Sten April abends nach 10 Uhr ist
der Könnig von Westfalen hir durch nach Frankreich.“ „D. Aten May ist bei Lüzen in Sachsen eine Schlacht geliefert worden. Von den Franßosen gegen die Russen und Preußen wo von beiden Theillen mehr als 40 000 Mann geblieben, auf dem selben tag haben wir Polnische lanzen Reuter zur ein quar⸗ tierung bekommen welche auf den 7ten Juny wieder von uns auß maschirt sind nacher Sachsen.“
„D. Sten Juny ist der Hausknecht aus dem Einhorn wegen Untreu von der Port. ins Stockhaus gebracht worden, er ist von Grofdorf gebürdig.“
„D. L7ten Juny sind wieder 300 Mann nach der Armee von hier abmaschirt.“
„D. ten July ist der große Stein auf gelegt worden über den Eingang der neuen Stadt Kirche nach der Schloßgaß welcher der Erste wahr.“
„D. 23ten July sind wieder 300 Mann von hier nacher Darmstadt maschirt.“
„D. 14ten July ist mein Bruder von Hanau zu uns kommen, ist den Iten August wieder weg.“
„Auch ist der letzte Bogen in des Balser Seib Keller auf den Wallstück fertig wor den Von dem Maurer Meister Philipp Reiber.“
„D. Zten August hat sich ein Kerl in dem Stockhaus erhenkt derselbe wahr auch ein Straßen Reuber.“ Mit den Straßen räubern, die um das Jahr 1810 Oberhessen ansicher gemacht haben, hat man damals kurzen Prozeß gemacht, sie wurden in der
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