e 2 e hat. Eine Tochter aber, so zween
etwas gekürzt, hier wieder. Das Eingeklam⸗ merte rührt von dem Herausgeber her. Die alte Schreibweise ist genau beibehalten, diese ist etwas schwankend, so heißt es bald „unnd“, bald„und“. Jedenfalls haben in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges die Pfarrer und Professoren ein besse es Deutsch geschrieben als 100 Jahre später, da sie
age vor Herrn Chemlini S.(selig) Todt mit Hern Johann Daniel Daubern Pfarr⸗ herrn zu Denßberg in der Grafschafft Zie⸗ genhain copuliret und ihre angefangene Ehe volnzogen, ist noch, so lange Gott wil, im Leben. f
Anno 1608 ist er nach vieler Herrn
entsetzlich lange Sätze bildeten und in diee Professorum Wünsch und Begehren nach eine Menge lateinische Floskeln einflochten. Gießen kommen 1 70 alda die Trückerey
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Sein Vatter ist gewesen der weiland ehr⸗ würdige und wolgelehrte Herr Caspar Chem⸗ lin, Pfarrer und Diaconus der freyen Reich⸗ statt Winßheim in Francken. Seine Mutter Otilia Heußnickin, obbemelten Herrn Pfar⸗ rers eheliche Haußfraw.
1577, den 15. November in diese Welt ge⸗ boren, auch bald darauff unserm Herrn Christo vorgetragen, unnd ihm unnd seiner christlichen Kirchen durch die heilige Tauff
einverleibet und nachmals zum Catechismo
reiner Lehr, wahrer Gottes urcht und alten christlichen Tugenden trewlich und fleißig angeführt worden. Seiner lieben Mutter ist er Anno 1585, und also im 8. Jahr seines Alters, seines geehrten Vatters vier Jahr dernach, Anno 1589 nach Gottes gnädi⸗ gem Willen durch den zeitlichen Todt be⸗ raubet worden. Da er dann auch erfahren, was heiße: Mein Vatter und meine Mutter verlassen mich. Jedoch zugleich empfunden, daß der Herr ihn aufgenommen habe und sein Vatter gewesen seye. Gestalt er dessen Gnade und Segen in seinem ganzen Leben vielfältig gespüret und genossen hat.
Anno 1594 ist er gen Franckfurt am Mayn kommen und hat daselbst die löbliche Kunst der Buchtrückerey gelernet, welche er wohl gefasset und recht außgelernet, daß er im vierten Jahr hernach, als Anno 1598 zu einem Gesellen der löblichen Kunst der Buchtrückerey gemacht worden ist. Darauff er dann in frembde weit entlegene See- und andere Stätt vereißet und seine Kunst da⸗ selbst ferner und besser exerciret und ge⸗ übet hat. Als er wiederumb nach wohl⸗ verrichteter Wanderschafft in sein Vatter⸗ land kommen, hat er auff sonderliche Vo⸗ cation, Willen und Geheiß eines ehrbaren und wolweisen Rahts der alt berümbten Relchsstatt Schweinfurt die Buchtrückerey allda angestellet und fortgeführet und da⸗ mals viel schöne theologische sonderlich durch den weitberümbten Theologum M. Jo⸗ hannem Schröderum beschriebene in Truck verfertigte Bücher durch den Truck an Tag gegeben, und damit der reinen evangelischen Kirchen großen Nutzen geschaffet. ö
Anno 1607 hat er sich mit der viel ehrn⸗ und tugendreichen Jungfrauben Anna Sthälin in den heiligen Ehestand begeben. In welcher Ehe er durch Gottes Segen vier Kinder erzielet und gezeuget, davon der liebe Gott bald wiederumb drey zu sich
Von diesen seinen christlichen Eltern ist er im Jahr Christi
fortgesetzet. Da ihm Anno 1615 seine liebe Hausfraw Anna Sthälin auß diesem Leben verschieden und er dadurch auff den betrüb⸗ ten Witpenstuel gesetzet worden. Anno 1618 hat er sich zum andernmahl verheuratet und in den heiligen Ehestand begeben mit der damals viel ehren- und tugendreichen Jungfrawen Ursula. Herrn Conrad Wider⸗ helden S.(selig), unnd Fraw Maria Ziegen⸗ mängerin, jetzo noch gegenwärtigen Schwie⸗ germutter, eltister Tochter, nunmehr hoch⸗ betrübter hinterlassener Wittib. In welcher
Ehe sie durch den miltreichen Segen Gottes 13 Kinder gezeuget, nemlich 4 Söhn und 9 Töchter. Deren der liebe Gott auch bald
wiederumb 9 zu sich in den Himmel ge⸗
nommen. Drey Töchter aber, deren eine an
ander an den ehrnvesten und wolgelarten
den ehrwürdigen unnd wolgelarten Herrn Georg Adam Eberhorn, Pfarrherrn zu Biedencap(Biedenkopf) verheuratet, die
Herrn M. Johann Philippum Elbert SS, Theologige studiosum verlobet, die dritte. noch lediges Standes sampt einem Bruder, so den studiis ergeben, annoch beym Leben, so lange es dem Allmächtigen gefallen wird. Eine recht christliche, liebliche Ehe haben gemelte Eheleute miteinander gesühret, daß sie alle beyde herzlich gewünschet länger beyeinander zu leben.
In seinem Christenthumb hat er sich also erzeiget, daß im Kirchengehen, Ge⸗ brauch deß H. Abendmahls, Betstund be⸗ suchen und sonsten er ein Exemplar ge⸗ wesen, welchen andere nachzufolgen sich be⸗ fleißigen sollen, wie er deßwegen nicht nur von Professoren und Studiosis lieb und werth gehalten sondern auch zu einem Kirchenseniorn erwehlet worden, in wel⸗ chem Ampt er sich dann auch also ver⸗ halten, daß, da es Gottes Wille gewesen were, der ganzen Kirchenconvent wol gern ferner seines Dienstes genießen mögen.
Es hat aber der liebe Gott ohngefähr vor einem Vierteljahr ihn mit Krankheit heimb⸗ gesuchet, welche zwar gemechlich angetretten, aber doch ihn endlich auffs Bett geworffen und dergestalt außgemattet hat, daß er ver⸗ spüret, daß Gott etwas anders mit ihm vorhette, diesem gnedigen Willen auch sich ergeben und zu einem seligen Abschied sich geschicket.... Ist also in seiner Krankheit
auch ferner fein gedultig blieben, biß der liebe Gott seinen gnedigen Willen mit ihm geschaffet hat, da er ihm vergangen Diens⸗ tag, war der 4. Julii, einen sanften Schlaff
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