Ausgabe 
30.12.1914
 
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Rt. 305

Nenjahrserlatz der Kaiserin.

Berlin. 29. SVj. (SB. ©. Nichtamtlich). Folgender Erlaß der Kaiserin und Königin wird verössentlicht:

Beim Jahreswechsel gedenke ich mit besonderer Innigkeit und Dankbarkeit aller, die im Baterlande in Einmütigkeit und größter Opferwilligkeit mitgeholfen haben, unseren tapse,en Kriegern durch Liebesgaben und unseren Verwundeten durch sorgsame Pflege eine Erleichterung zu verschossen. Die Staatr­und Gemeindebehörden haben Hand In Hand mit Bereiten »nd Einzelnen in nie rastender Arbeit sich bemüht, auch sür di« zurückgebliebenen grauen und Kinder zu sorgen und den »or dem Feinde stehenden Soldaten damit die Zuversicht zu geben, daß in liebevoller Weise ihrer gedacht wird.

Ich bitte von der sonst üblichen Absendung von Glückwün­schen an meine Person im Hinblick aus den Ernst der Zeit dies­mal sreundlichst abzusehen und in deutscher Treue auszuharren und weiter zu bauen an unseren Liebeswcrien zum Segen der teure» Vaterlandes bis zu einem ehrenvollen Frieden, zu dem uns Gott bald führen möge.

Berlin, 27. Dezember.

Auguste Viktoria I. R.

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Berlin, 29. Dez. Das Obcrlandesgericht des Earde- korps verurteilte heute den englischen Kriegsgefangenen Wil­liam Lonsdale, der am 2. Dezember von der Inspektion der mobilen Garde wegen tätlichen Angiss» aus einen Vorgesetzten im Felde zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden ist in­folge Berufung des Eerichtsherrn zum Tode. Der Verhand­lungsleiter Oberkriegsgerichtsrat Dr. Boese bemerkte in der Urteilsbegründung, wenn auch einige Gründe für einen minder schweren Fall zutrcsscn. so sei doch zu erwägen, daß cs sich um einen groben Disziplinbruch gehandelt habe und die englischen Gejangcnen in Döberitz im allgemeinen aussässig und wider­spenstig sich benehmen. Der Angeklagte habe nicht nur den Vorgesetzten zweimal geschlagen, sondern auch seine Bcsehlc ver­höhnt. Dem Angeklagten steht das Recht der Revision zu.

Uom Felde der Ehre.

Hnnptmann D o m i z l a s s vom Ins.-Regt. Nr. 163 in F r i e d b e r g hat das Eiserne Kreuz 1. Klasse erhalten. Friedrich K reu der von Schwalheim erhielt das Eiserne Kreuz wegen hervorragender Tapferkeit bei "irrem Sturniaugriff bei Upcrn.

* Rieder-Florstadt, 29. Dez. Mit dem Eisernen Kreuze ausgezeichnet wurden von hiesigen Kriegern: Vizewachtmeister Wilhelm Alles, Res.-Draganer-Regiment Nr. 4; Unteroffi­zier Wilhelm Lehr: Gefreiter Ludwig Hart mann, die beiden letzteren im Insanlerie-Regiment Nr. 168. Heil und Sieg!

Ans der Heimat.

* Friedberg, 29. Tez. Längere Tage stehen uns nun wieder bevor: der Tag hat die Nacht überwunden und sieg­reich bricht sich das Licht Bahn. Vorerst geht es aber noch recht langsam. Am 21. Dezember war die Nacht am Läng­sten und der Tag am kürzesten, währt der Tag nur 7 Stun­den und 31 Minuten und die Nacht 16 Stunden und 26 Minuten. In der Zeit bis zum 31. Dezember geht die Sonne morgens sogar noch etwas später auf, in unserer (liegend etwa um 8.14 Uhr, das sind drei Minuten wie am 21. Dezember, dagegen geht sie bereit? 7 Minuten später unter, nämlich um 3.62 Uhr, der Tag hat also vom 31. Dez. gegen den 21. Dez. nur um 4 Minuten zugenommen. So nimmt der Tag langsam zu; selbst am 6. Januar geht die Sonne erst noch um 8.13 Uhr auf. also immer noch 2 Min. später wie am 21. Tez., dagegen geht sie 14 Minuten später unter, so daß der Tagesgewinn 12 Minuten ausmacht. Von da ab gebt es rascher dem Lichte entgegen. Am A. Januar ist der ttzewinn schon 47 Minuten, und am 31. Januar be­reits 1 Stunde und 20 Minuten. An diesem Tage geht die Sonne um 7.47 Uhr auf und um 4.41 Uhr unter. Ende Februar hat der Tag um 3 Stunden und 6 Minuten zu­genommen. Der Tag dauert also 10 Stunden und 40 Min. und die Nacht 13 Stunden und 20 Minuten. Am 21. März tritt dann bekanntlich Tag» »nd Nachtglciche ein.

» Verkauf ausrangierter Militärpferde. einiger trächtiger Stute» und Fohlen. Montag, den 4. Januar 1915, vormit­tags lg Uhr,, findet aus dem Pserdemarktplatz in Darmsiidt eine Versteigerung von zirka 38 Stück ausrangierter Militär- pferdc, einiger trächtiger Stuten und Fohlen statt. Zur Ver­steigerung werden nur Landwirte zugelasien, die sich verpflich­ten. die Pferd« in ihrem Betriebe zu verwenden und sie wäh­rend der Kriegszcit nicht zu verkaufen. Die Versteigerung erfolgt gegen Barzahlung.

Rentenquittungsformulore. Die Landesversicherungsan­stalt Eroßherzogtum Hesien in Darmstadt ersucht uns, ihre Rentenempfänger daraus hinzuweisen, daß die Rentenquit­tungsformulare künftig nicht mehr auf Anfordern direkt über­sandt werden, sondern in den Landgemeinden bei den Eroßh. Bürgermeistereien und in den Städten bei den zuständigen Poilzcireviercn erhältlich sind. Ein direkter Versand findet somit nur noch an die auherhalb de» Grohherzogtums wohnen­den Rentenempfänger statt.

* Büdesheim fOb-rhessen). SO. Dez. Die Weihnachtsfeier liir die hier im Vercinslazarett vom Roten Kreuz unterze- brachten Verwundeten fand -im heiligen Abend statt, und ge­staltete sich zu einer erhebenden Feier. Schon am Tage vor- her wurde aus Anordnung der Frau Eräsin von Oriola der wundervoll geschmückte W-ihnachlsbaum ausgestellt. Am Nach­mittag gelangten dann die vielen Weihnachtsgeschenke an und wurden aus langen Tischen, welche sehr hübsch mit Tannen- TUSklge geziert waren, ausgestellt. Während dieser Zeit dursten

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wir den Saal nicht betreten. Trotzdem sahen wir doch mit ei- nem Auge rinwenig" durch dt« sich öffnende Saaltür, und freuten uns hierüber wie Nein- Kinder. Wie alles fertig dastand, war cs auch bald Zeit zur Bescherung. Geraume Zeit vorher erschien Frau Gräfin von Oriola und musterte al­le» auf» genaueste. Nachdem hier und da noch Abänderungen vorgenommen waren, erscholl die Glocke und unter den Klön, gen eines f-ingestimmten Grammophons, das von Frau Kohl. Hage in liebenswürdiger Weise zur Verfügung gestellt war, dursten di« erschienenen Gäste und wir den Saal betreten. War das ein, Freude! Soviel Liebe» und Gute» aus den geschmückten Tischen liegen zu sehen! Nachdem alles zur Stell­war, begann die schöne Weihnachtsfeier. Zuerst ergriss Herr Bürgermeister Schaub das Wort, um tn einer markigen An­sprache die Gäste zu begrüßen und aus die Bedeutung dieser einzigartigen Weihnachtsfeier hinzuweisen. Danach wurde «us Wunsch de» Herrn Bürgermeisters von allen Anwesenden das altbekannte schöne WeihnachtsliedO du fröhliche, o du selige" gesungen. Dann ergriss Herr Pfarrer Bcrnbeck das Wort: er nahm Bezug auf die Weihnachtsgeschichte und den jetzigen Krieg Wie immer, so verstind Herr Pfarrer Beinbeck cs auch hier, dle Zuhörer ganz in seinem Bann zu erhalten. Manche Träne stahl sich bei dieser Rede in die Augen der Anwesenden. Sodann wurde das LiedStille Nacht, heilige Nacht ujw." angestimmt und von allen Anwesenden krästig mitgcsungen. Endlich begann die Bescherung, und Jeder mußte sich vor seine Geschenke an die Tische stellen. Wie leuch­teten da unsere Augen, aber auch manches feuchte Auge sah man von den Kameraden. Dachten sie etwa an Frau und Kinder, oder an die Kameraden im Felde, vielleicht an die, welche schon den Heldentod sür die große Sache gestorben sind. .... jedenfalls beschleicht einem, gerade an diesem Abend, ein wehmütiges aber doch feierliches Gefühl, das wohl im Stande ist, bei dem hartherzigsten Menschen eine Träne zu lösen. Die Geschenke bestanden aus nur nützlichen Gegen­ständen, die sich sämtlich sür Krieger eignen. Jeder Kamerad erhielt außer einer Kiste Zigarren noch weit über ein Dutzend andere schöne Sachen als da waren, Feuerzeug, Taschenmeffer, Taschentücher usw. Ganz besondere Freude machte nn» aber ein Zigarrenetuis mit der GravierungLazarett Büdesheim 1914". Auch das Bild von der Eroßherzoglichen Familie machte uns viel Freude, umsomehr, weil viele Kameraden die Leutseligkeit Sr. Kgl. Hoheit des Eroßherzogs im Felde ken­nen gelernt hatten. Nachdem noch ein Kamerad im Namen aller Verwundeter der Frau Gräfin von Oriola den Dank ausgesprochen batte, war die offizielle Feier beende« und jetzt griff die zwanglose Unterhaltung Platz. Leider verschwand die Zeit nu- sch >-ll Uns ollen wird diese Feier eine ste­tige Erinnerung bleiben, zumal dieselbe nur von lieben Men- scheu veranstaltet wurde. Aus diesem Grunde sei auch an die­ser Stelle nochmals allen Gönnern, insbesondere aber Frau Eräsin von Oriola der allerherzlichste Dank ausgesprochen. Auch unserem allverehrten Herrn Doktor Dalquen, sowie unse­ren beiden lieben Schwestern sei der herzlichste Dank ausge­sprochen, sorgen doch diese in erster Linie dafür, daß unsere Wunden wieder gut heilen bezw. geheilt sind. Gebe Gott, daß wir nach der Entlassung aus dem Büdesheimer Lazarett wie­der diealten Kerle" sind, damit wir unsere Pflicht und Schuldigkeit wieder genau so tun können, wie zu Beginn des Krieges und wir unsere Gegner nicderringen können, zum Segen unseres geliebten Vaterlandes.

Ein Verwundeter.

* Gießen, 28. Dez. Die philosophische Fakultät der Uni­versität Gießen hat zu Weihnachten den Professor der Theologie Geheimen Kirchenrat Dr. thcol. Samuel Eck in Gießen ..den leidenschaftlichen Freund des Vaterlandes, den glänzenden Red­ner, den rastlosen Erforscher deutschen Geisteslebens, de» fein- sinnigen Kenner klassischer Dichtung, den ticscn Denker,'der die Gedanken großer Philosophen, großer Geschichtssorschcr nach- schafsend, mitempsindend vor uns ausgebrcitet hat" Ehren hal­ber zum Doktor der Philosophie ernannt.

* Gießen. 29. Dez. Oberstleutnant Wilhelm Müller, Kommandeur des Landsturm-Bataillons Worms, verstarb am 23. Dezember im Lazarett zu Luxemburg und wurde gestern in Gießen mit militärischen Ehren bestattet. Oberstleutnant Müller, der aus Darmstadt gebürtig war, stand über zwei De­zennien als Leutnant, später als hauptmann und Kompagnic- Ebes und als Stabsofsizier im hiesigen Regiment ..Kaiser Wil­helm" Nr. 116. Müller war ein Schwiegersohn des verstorbe­nen langjährigen Vertreters des Wahlkreises Bad-Nauheim im hessischen Landtage Wcith-Niederwöllstadt.

* x. Usingen, 29. Dez. In hiesiger Stadt werden im Jahr

1915 folgende 23 Viehmäckte abgchalten: Rindvieh- und

Schwcinemärkte 12 Januar, 9 Februar, 9 März, 6. April, 15. Mai, 8. Juni, 13. Juli, 10. August, 14. September 12. Oktober

8. November 14. Dezember. Sckiweincmärkte allein föhne Auftrieb von Rindvieh): 28. Januar, 23. Februar, 23. März, 27. April. 25. Mai 22. Juni 27. Juli 24. August 23. Septem­ber, 23. November, 28. Dezember. In Wehrheim finden Diehmärkte am 18. Februar und 25. Oktober statt. Di- mit den Rindviehmärktcn abgehaltenen Krammärkte haben keine Bedeutung mehr.

* Wiesbaden, 29. Dez. In das Konzentrationslager Holzminden wurde der Inhaber des hiesigen bekannten Kunst- lalons Aktuaryus und dessen Sohn transportiert. Aktuaryas, der aus Rußland stammt und sei« einem Dezennium hier an- jälsig ist, hatte das französische Indigenat erlangt.

* Niederlahnstein. 29. Dez. Um der herrschenden Kartos- felnot zu begegnen, hat die hiesige Stadtverwaltung ihren Be- wohnern billige Kartosseln, den Zentner zu 3.30 Mk. beschosst.

- Eersfeld. 29. Dez. In der Scheune des Müllers Jordan in Eckweisbach, der zur Zeit im Felde steht, brach Feuer aus, dos schnell die Scheuer, Stallungen und Nebengebäude in Asch« legt«, da» Wohnhaus und die Mühle stark beschädigte. Der Schaden ist bedeutend. Die Entstehungsursache de» Feuer, UN. bekannt.

* Darmstadt. 28. Dez. Erschossen hat sich am ersten Feiertage der Landwcbrman» L. aus Kelsterbach vom hie­sigen Landsturm-Bataillon. das in der Alterichen Möbel-

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fabrir einquartiert ist. L. der verheiratet ist und zwei Kinder hat, zog im September wohlgemut mit gegen die russischen Feinde. Anfangs November kam er mit anderen Truppen noch der Heimat und wurde noch 10 Tage zu seiner Familie beurlaubt. Seit dieser Zeit schien er sehr mißgestimmt und niedergedrückt. Am ersten Feiertag wurde er dann hinter der Fabrik niit einem Schuß in der Schläfe, den er sich durch einen Revolver bcigcbracht hat, tot ausg.'- sunden. Bestinimte Ursachen über den Selbstmord sind nicht bekannt.

F. E. Hammrlburg, 27. Dez. Ein wütend gcword.-- mr Falelochs, dem Mebgcrmcister Schnabel gehörend, machte sich von seinen Führern los und drang in eine liie- sige Uhrmacherwcrlstätte wo er einen Schaden von mehre- ren tausend Mark anrichtcte.

Kirchliche Anzeigen.

Evangelische (iienieindr Sqlvester, Donnerstag. 31. Dezember.

Gottesdienst in der Burgkirihc.

Nachmittags 5)4 Uhr: Herr Pfarrer Dich!.

Gottesdienst in der Stadtkirch«.

Abends 8)4 Uhr: Herr Pfarrer Di «hl. Mitwiikung des Kirchengesangvercins.

Gottesdienst im Stadtteil Fauerbach.

Abends 8 Uhr: Herr Pfarrer Zatzmann.

Fronkfurirr «üriKtbrritt Voraussage: Wolkig bis heiter, trocken, kälter, w estlich:

Winde, Nachtfrost.

Frnnlrfurtrr Fruchtuiarkt am fHonfoi, 28. Dfi.

Weizen 27.5000.00, Roggen 23.5000.00, Hafer 22.30- 00.00, (5 erste 23.5000.00, Kar- t off« ln 7.008.00. Die Preise verstehen sich per 100 Kilo sranko Franlsurt.

W e i z e n k l e i e 17.0018.00, Weizcnschalen 00.00 - 00.00, Roggenkleie 17.0018.00, B i e r- lieber 20.50 -21.00. Di« Preise sür Futtermittel verstehen sich per 100 Kilo einschließlich Sack ab Müht«. Weizenmehl 43.0044.50, Roggenmehl 35 5038.00 ab Mühle.

Marktlage: Kleiner Umsatz, feste Stimmung.

Für die Wcihnachtsbeschcrung in der Kinderkrippe gingen Geschenke ein von: Frau Marie Dörr: grau Dir. Schi'.abc:

Frau Oberlehrer Keller: Frau Pfarrer Klebcrger: Fra» Ad. Diehl: Frl. E. und K. Dichl: Frau Herz Meyer: Frl Elise

Wien: Frl. Else Leißncr: Frau Levi «Warenhaus Mai,er):

Frau Obcramtmann Kimmcl: Frau Kaufmann Michel: Frau Jean Füller: Frau Pappenheimer: Frau Simon: Frau Pros. Reuter: Frau Eeorgi: Frau H Strauß: Frl. Slielcr: Firma Wagner u. Diebes: Firma Ballin Oppenheimer: Frau G.

Steinhauer: Firma Meyer I. Hirsch: Frau W. Waas: Frl Reinheimer: grau Leopold: Herrn K. Isenburger: Frau Dcr- fcld: Herrn Adler aus Frankfurt a. M: Frau Slößinger:

Herrn Weinberg: Herrn Kaufmann Schmidt: Frau M.Schlei- mer: Frl. Ella Weißensec; Frl. Trude Maier: Herrn Franz Weber: Frau Sichel: Frau P. Dlctz: Frau Prosesior Gebhard: Frau Justizrat Windecker: Frl. S. Strauß: Frl. E. Schonberg: Frl. I. Billau: Frl. E. Hühner: Frl. I- Kramer.

Den freundlichen Gebern, sowie auch Allen, die schon früher die Krippe in liebenswürdiger Weise mit Geschenken bedacht haben, sei hierdurch herzlichsl gedankt.

Der Bürgermeister-

Betr.: Aussührung de» Neichsgesctzcs vom 28. Mai 1914, bctr.: den Schutz der Bricstauben und den Briestaubcnverkehr >m Kriege.

Bekanntmachung.

Ich bringe hierdurch zur ojsentlichcn Kenntnis, daß der BricftaubenklubHeimkehr" zu Friedberg >. H. in den Ver­band deutscher Bricstauben-Liebhaber-Pcreine ausgenem r-en worden ist und daß die den Mitgliedern dieses Vereins: Adols Bcchstein: Moritz Bender: Fritz Bernhard: August Eobnrger: Earl Hicronimus: Karl Hilgenberg: Wilhelm Keth: Wilhelm Lust: Wilhelm Madrc: August Schilling: Wilhelm Renß: Ad. Zoll: Karl Zulauf, sämtlich wohnhaft in Friedbcrg und Emil Breidenstcin, wohnhaft in Vad-Nauhrim gehörigen Militär- bricstauben, die sie der Militärbehörde, den Verbandssatzungen gemäß zur Bersügung gestellt, nunmehr den Schutz des oben UN gezogenen Gesetzes genießen.

Friedbcrg, den 28. Dezember 1914.

Der Bürgermeister:

Stahl.

Zchränkct die Aenjahrsgluchniünlcht rin!

Diese Mahnung muß dieses Jahr dringend erhoben werden Aus zwei Gründen: Einmal sollre man das hiersür oielsach hmausgeworjene Geld nützliche- anwcnben und es liebe, un- icren im Feld« stehenden Soldaten oder den «erwundcle» otcr der Kricgssnrjorge zuwende». Das andere Mal deshalb, wc-l unsere Beamten aus der Post so wie so schon überlast:! sin» und über Gebühr ihre Kräst« anstrengen müßten. Hclset >!>,- Arbeit «rleichter, und nicht durch übermäßiges Absendcn ocn überflüssigen Neujahrswünschen noch erschweren.

Also zu Kriegsneujahr 1915 gelte die Parole: Keine oder nur wenig« Reujahrspostjendungen!

Römerbmnneti

Hervorragendes Tafelwasser.

Verantwortlich sür den politischen und lokalen Teil: Otto Hirsche!, griedberg: für den Anzeigenteil: K. Schmidt griedberg. Druck und Verlag derReuen Tageszeitung' A. Friedbera i. £>