Ausgabe 
29.12.1914
 
Einzelbild herunterladen

ellf 4

vir. 304

Reue Tageszeitung. Dienstag, den 20. Dezember 3*14.

I m4 m ä 1

Mein Arm wird stark und groß mein Mut, Eid Vater mir ein Schwert!

Verachte nicht mein junges Blut,

Ich bin der Väter wert!

Nachruf.

Mit Gott für Kaiser und Reich, für Fürst und Vater- ! fand zogen unsere jungen Turner hina >s für Deutichlands schütz und Wehr, dciccir non dem edlen Turnergeiste un­serer alten Freiheitskämpfer Jahn, Friesen, Eichendorff usw. Mit lugendiichcm Hcldcnmule haben sie ihr Leben dem Vaierlande geweiht, um dis zum letzten Blutsiropsen ihre | i)cilicie Pflicht dem Vaierlande gegenüber zu erfüllen. In ,olcher treuen Pflichterfüllung ist auch unser lieber Turnbruder

Ludwig Bogt

I Ersatz-Reservist im Fnsanteric Rraimen^ Nr. 222

de» Heldentod sur sein Vaterland gestoben und wir ge­denken dankbar des Opfers, das er uns gebracht hat. In ! iiiUcr Ehrfurcht werden wir allezeit umeres auf dem Felde der Ehre geblrebenen Vcrcinsmitgliedes gedenken u. schmucken sein fernes Helccngrab mit dem deutschen Eichenkranz.

Und wer den Tod im heiligen Kampfe fand.

Ruht auch in fremder Erde im Vaterland!

Ober-Rosbach, 27. Dezember 1914.

ssurii- ii. GejlW-Vereiil (Fintrndjt.

im

Seit: Felbbereini, . gor.cliorationen Eerg-Ridda.

Arbtils- und Litfmlngs-ZIergebunll.

Dienstag, den 5. Januar 1915 uormittags Uhr sollen im Rathause zu Eeiß-Ridda die nachoerzeichneten Arbeiten und Liefer­ungen vergeben werden.

Voranschlag. 21126,40 Mk. 16U5.55 All.

Los 1) Drainagearbeiten in System A, B und C Los 2) desgl. ,, D und E

Los 3) Lieferung von Drainröhren la frei Bahnhof Keiß-Ribda

Los 4) Lieferung von Eteinzeugröhren u, Abzweige Irr, sowie Asphaltkilt und Teerstricke frei Bahnhof Eeisz-Rtdda Los 5) Lieserungvon 5 Drainageausmündungsstücken von 75 bis 150 m/m Lichtweite frei Bahn­hof Eeiß-Ridda Los 6) Röhrenansuhr

Die Verdingungsunterlagen liegen bei uns und bei der Er. Bürgermeisterei Eeisz-Ridda zur Einsicht offem Angebote in Pro­zente» des Voranschlags sind bis zum obigen Ternrin verschloffen und mit der Aufschrift: Angebot Feldbcrernigung Eeih-Ridda ver­sehen, der Eroßh. Bürgermeisterei Eeih-Ridda cinzuretchen. Friedberg, den 23. Dezember 1914.

Erohh. Kulturinspektion

I. B. Hauck.

2433,35 Mk.

524,10 Mk.

28,50 Mk 339,20 Alfl

r

Zahnarzt Winkler, Friedberg. Telefon 384.

Während des Krieges bin ich täglich nach­mittags von 26 Uhr und Sonntags von

812 Uhr persönlich zu sprechen.

Hier ei' Slenmng',

Bad-Homburg v. d. H.

empfehlen zum direkten Bezug:

Kernseifenflocken lir Mmm

Sauerstoffseifenflocken,

Kernseifenpulver, gewöhnl. Seitenpulver

alles in 10- und 20-Pfund Säckchen.

Toiletteseiicn. Sauerstoff bleichsoda.

A'llnneili-llll n. Bchrilflge», ^umpcnanlaoen

billigst.

Stefan Knhn, Insteiden-Äungen.

Küflklfl-Klllelliiel

für 1915.

Der Kriegsausbruch hat die Herausgabe des Kalenders, der sonst im August zu erscheinen pflegt, aufgehalten.

Wir haben uns nunmehr entschlossen eine

KrikMiiMiie iiilieres fSflumtliölrithrre

herauszugeben, die zwischen Weihnachten und Neujahr ausgegeben wird und in der vcn Ltriegsereifiniffea ei» breiter Raum gewährt werden wird. Ins­besondere machen wir auf die darin enthaltene -

Ileberftcht der Kriegsereignilfe

aufmerksam, in der von Beginn des Krieges bis Mitte Dezember alle Vorkommnisse gewissenhaft aufgezählt sind. In gewohnter Weise wird der Kalender eine Anzahl Erzählungen und viel sonstig. Wissens- weries enthalten und dem Weltkrieg dabei reichlich Rechnung getragen werden.

: : j

jiEiiä

Bakterien tötende Wirkung, dauerhafteste, Belag kauft man am besten u. billigsten im ..

Tapeten- u. Linoleuinhaus

J ean Möller, Friedberg, Kaiserstr.2l.

W inter-^ch u liwaren

in Filz, Kamelhaar und Leder für Haus und Strasse.

Schaftstiefel, Gamaschen, Jagdschuhe,

Stiefel mit Doppelsohlen und Korkzwischensohlen.

Schnürstiefel fürs Feld

in schwarz und braun, garantiert wasserdicht mit echtem Kamelhaarfutter.

Schulilager Heinrich Hess

Telefon 4201

lriedltcrg

Kaiserslr. 40.

Theater in Lrie-berg

im Kaalban.

Freitag, den t. Januar 1915.

Alt-Heidelberg

Schauspiel in 5 Akten von Wilhelm Mayer-Förster.

Nachmittags 4 Uhr:

Für die Jugend: Tischlcin drär dich, Gsrlein streck dich, Äuüppri ans dem Sackl ' Alles Nähere durch Anschlag und Tagcsze tel.

Ein 4e>t des Erlöses flieht dem Roten Kreuz zu.

Die Direktion.

in grosser Auswahl Drogerie

Adolf Schmidt,

Friedberg i. H Kaiserstr. 7.

Für Wiederverläuser billigste Preise.

V ollstaiHlixvr ^Iisvvrltkmt

wegen Aufgabe des Ladengeschäfts

in

Uhren, Gold- 11 . Silberwaren, religiösen u. weltl. Figuren, Luxus- und Gebrauclisgegenständen.

Rabatt. '

Glasschränke, Theke u. sonstiges Ladeninventar ist billig abzugeben.

Kaiserstrasse 35

in der Reichskrone

ffteiinlbairg^

Laternen

sturmsicher, selbstversertigt, große Auswahl,

Reparaturen billigst.

Hch. Schmidt, Spenglrrmki-er, Friedberg, Barstadt z. Garten 13.

Eiserne

Bettstellen

mit Holzboden.

II. Schön, Giessen, Telefon 274.

Lin Zagbliilflb

(©liffon) billig zu verlausen, Jean Steinbrenner, Friedberg i. H.,Ludwigstr.6 ii. St, Telefon 222.

erhall Hat, Zeichnungen und Kostenvoran sch läge von

Anion Neubauer, Architekt räe,,hcr *

Billige, solide,

l^atierliacli

zweckentsprechende Bauweise.

Jucht des großen wcisien kdcljchisklns Lchweinezttcht Äerein

Lang-Göns (Hessen.) Erstklass. Zuchttiere von vor- zügl. Abstammung stets vorrätig.

Norweg. Helles Futter-

Fischmehl

und prima Nährkalk, garantiert rein und unverfälscht, liefert in bekannter Qualität bas seit Jahren bestehende Spezialgeschäft

O. 1 fever, |nmlifiirl a. |t Maiirzerlandstr. 117,

früher Eichen.

DieFrankfurter Zeitung" hat in Rr. 340 o. 8.12.19 4 die Mitteilung, daß die Hochseefischerei zufolge der Minengcsahr einge­stellt wurde, L. h. mithin auch kein Fischmehl mehr zu haben ist. Da die Vorräte sehr gering sind, ist eine sofortige Bestellung empfehlenswert.

Merkblatt

für die Hinterbliebenen der gefallenen oder an Wunden »,,t> sonstigen Kriegsdienstbefchädigungen gestorbenen Tciln-Hiucr on> Kriege 1814.

A. Enadengebührnlss«.

1. Hinterläßt ein gefallener usw. Kriegsteflnehmcr eine Wttwe ober legitimierte Abkömmlinge, so werben für einen gewis­sen Zeitraum nach dem Tode des Kriegsteilnehmers Gna- dcngebührniff« gewährt.

2. GnaüengebUhrnisfe können auch gewährt werden, wenn der Verstorbene Verwandte der aussteigenden Linie, Geschwister. (Skjdjn.illertiniet oder Pflegekinder, deren Ernährer er ganz oder nbeiwiegend gewesen ist, in Bedürftigkeit h:nr-:lol,t. oder wen,: und soweit der Nachlah nidzt ausrcicht, um die Kosten der letzten Krankheit und der Beerdjgutig zu d-dcn.

3. Der Antrag auf Zahlung her EnadcngebUhrniffe ist entwe der an diejenige stellvertretende Korpsintendantur, zu seren Geschäftsbereich der Truppenteil ufw, des Verstorbenen ge­hört oder an das für den Wohn- oder Aufenthaltsort z u ständige Bezirkskommando zu richten. Letzteres sorgt oann für die Weitergabe. An Belegstücken sind dem Antrag be>- zusugcn:

ii) eine Bescheinigung des Truppenteils ufw. über die Höhe des Änadcngehalts oder der Enadenlöhnung des Verstorbenen und über die Dauer der Empsangsbe-ech- ttgung,

d) eine militärdienftlich beglaubigte Bescheinigung über den Tod des Kriegsteilnehmers, c) in den Fällen zu 2 außerdem eine amtliche Bescheinig ung über den Verwandtschaftsgrad und das Verhältnis zum Verstorbenen.

Können Bescheinigungen der zu rr und t> erwähnten Art nicht gleich beigebracht werden, so sind bestimmt- An­gaben über den Dienstgrad, die Dienstleistung und d-,i Truppenteil oder die Behörde des Verstorbenen erforderlich und als Ausweise über den Tod die in Händen der Antrag­steller befindlichen Mitteilungen der Truppenteile usw., Auszüge aus Kriegsranglisten oder Kriegsstammrollen, To­desanzeigen und Nachrufe der Truppenteile und Behörden im Militär-Wochenblatt oder in sonstigen Zeitungen und Zeitschriften beizusügen. Auch ein Hinweis auf die Num­mer der amtlichen Verlustlisten würde genügen.

Auf Antrag stellt das Zentral-Nachweife-Buieau des Kriegsministeriums in Berlin NW. 7, Dorotheenstr. 48, be­sondere Todesbescheinigungen aus.

8. Versorgungsgebührniffe.

4. Nach Ablauf der Enadenzeit erhalten die Witwe und die Kinder letztere bis zu 18 Jahren Witwen- uns Waisengeld, sowie Kriegswitwen- und Kriegswaisengeld.

5. Der Antrag auf Bewilligung der Versorgungsgebührniffe zu 4 ist an die Ortspolizcibehürds des Wohnorts oder des anläßlich des Krieges gewählten Aufenthaltsorts zu richten.

An Belegstücken find beizusügen:

1) die Geburtsurkunden der Eheleute (können Wegfällen, wenn die Geburtslage aus der Heiratsurkunde ersichtlich find oder wenn nur Waisen- und Kriegswaisengeld be­ansprucht wird oder wenn die Ehe über g Jahre bestan­den hat):

2) die Heiratsurkunde oder, wenn Waisen aus mehreren Ehen versorgungsberechtigt sind, die betreffenden Hei­ratsurkunden (Eeburts- und Heiratsurkunden der vor dem 1. 4. 1887 verheirateten, bei der preuhischen Mi­litärwitwenkaffe versicherten Offiziere und Beamten be­finden sich in der Regel bei der Eencraldirektion der preußischen Militär-Witwcnpensionsanstalt in Berlin W 86, Leipziger Strohe 5);

3) die standesamtliche Urkunde über das Ableben des Ehe­manns und, falls die vcrsorgungsberechtigten Kinöek auch ihre leibliche Mutter verloren haben, noch die stan­desamtliche Urkunde über das Ableben der Ehefrau (für den Ehemann gegebenenfalls einen der oben zu 3 erwähn­ten Ausweise);

4) die standesamtliche Geburtsurkunde für jedes versorg­ungsberechtigte Kind unter 18 Jahren:

5) amtliche Bescheinigung darüber, dah

a) die Ehe nicht rechtskräftig geschieden oder die ehelich« Gemeinschaft nicht rechtskräftig aufgehoben war (kann wegsallen, wenn in der Steibcurkunde die Ehesrau des Berstorbenen mit ihrem Ruf-, Mannes- und Ee- burtsnamen als deffen Witwe bezeichnet ist),

b) die Mädchen im Alter von 16 Jahren und darüber nicht verheiratet (oder verheiratet gewesen) sind,

c) kcins der Kinder oder wer von ihnen in die Anstal­ten des Potsdamschen Großen Mrlitärwaiscnhauses ausgenommen ist:

6) gerichtliche Bestallung des Vormundes oder Pflegers;

7) Außerdem ist im Antrag anzugeben,

a> ob und wo der Verstorbene als Beamter im Reichs-, Staats- ober Kommunaldienste, bei den Versicher­ungsanstalten für die Invalidenversicherung oder bet ständischen oder solchen Instituten angestellt war, die ganz oder zum Teil aus Mitteln des Reichs, Staa» tes oder der Gemeinden unterhalten werden, b) der zukünftige Wohnsitz der Witwe.

6. Kriegselterngeld.

6. Den Verwandten der aufsteigenden Linie (Vater und jeder Großvater, Mutter und jede Eroßmntters kann für die Dauer der Bedürftigkeit ein Kriegselterngeld gewährt wer­den, wenn der verstorbene Kriegsteilnehmer

a) vor Eintritt in das Heer oder

b) nach seiner Entlasiung aus diesem zur Zeit seines To­des oder bis zu seiner letzten Krankheit ihren Lebens­unterhalt ganz oder überwiegend bestritten hat.

Der Antrag ist ebenfalls an die Ortspolizeiverwaltung des Wohnorts oder des anläßlich des Krieges gewählten vorübergehenden Aufenthaltsort zu richten. Ihm ist eine standesamtliche Sterbeurkunde über den Gefallenen usw. falls eine solche noch nicht zu erlangen ist, ein Ausweis der zu 3 bezeichnctcn Art beizusügen.