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iViinsroort des gefallenen deutschen Admirals, das wir nicht . i Vergessenheit anhcimsallen lassen möchten. Traf Epee hat n Wort wahr gemacht.
Die Engländer haben demgegenüber ihre Verluste größten«
. .!s in beii heimischen Gewässern erlitten, wo es ihnen nicht l'ch ist, die tatträstige deutsch« Hauptflott« mit vielfacher xn,rocht cinzukreise». Hier aber wird weitergekämpft: ja, .r i.geniliche Kamps steht überhaupt erst bevor, denn von un- irre» Eraßkampsschifsen ist noch keine Kanone abgcseuert worin. Weit davon entfernt, die Tüchtigkeit der englischen Flotte a 10 ihre zahlenmäßige Ucberlegenheit zu unterschätzen, geben UNS doch di- bisherigen glänzenden laten unserer jungen Seemacht die Gewißheit, daß dieselbe aus Grund ihrer Qualität keinen Feind der Welt zu fürchten braucht. Di« vorstehenden Zahlen zeigen, daß die Secherrschaft Albions einen Fortgang der Ereignisse wie bisher auf die Dauer nicht > ' aagen kann.
(Hegen ausländische Maschinen.
Etwa vier Wochen bevor das Banner des innerpoliti- i Zurgsricdens gehißt wurde, ward die Sündhaftigkeit der Agrarier an einem neuen Beispiel erläutert:
„Läge ihnen die Stärkung des heimischen Marktes wirk- Iiii> an, Herzen, dann müssen sie eS sich zur Pflicht macken, ihren Bedarf an landwirtschaftlichen Artikeln, Maschinen und Gefisten zuvörderst im Jnlande zu decken und somit die deutsche Industrie zu unterstützen. Statt dessen bestehen unsere Agrarier bekanntlich einen großen Teil ihres Bedarfs in landwirtschaftlich.n Erntemaschinen vom Auslande. ' (Bert. Tagebl. vom 6. April 1914.)
Tic Tatsache an sich, der starke Absatz ausländischer Euiieulaschinen in Deutschland, war leider zuzugebcn. Jns- ' andere an Mähmaschinen wurden allein im ersten Halb- i hr 1913 nicht weniger als 36,000 Stück im Werte von
K, ä Millionen Mark bei uns cingeführt. Das war um so unlu zu bedauern, als die deutsche Mähmaschinenindustrie der ausländischen an Solidität der Bauweise und an uchuiezsamer Anpassung an die verschiedenen Bodenverhält- »iüe wie an die beruflichen Gewohnheiten unserer Land- uirte unzweifelhaft überlege» ist. Bekanntlich sind ja ein< zclnc Mähniaschinenfabriken gerade unter Zuhilfenahme landwirtschaftliche« Kapitals begründet worden,' um eine biionders innige Verschmelzung des industriellen Könnens niil den landivirtschaftlichcn Wünschen zu verbürgen.
Aber war denn wirklich der böse Agrarier schuld daran, daß hier ohne Not die Sparbüchse des Auslandes mit gutem deutschen Geld aufgefüllt wurde? In der Zeit der obigen Borivürfc haben angesichts der Ueberlastung, die sich die n'-äl. aschine alljährlich eine Reihe von Wochen muß ge- ! llen lassen, kundige Thrbaner rmter den Landwirten auf : i. Notwendigkeit eines in erreichbarer Nähe befindlichen
L. .gerc- von genau passenden Ersatzteilen verwiesen und auf r r »rur bleibliche Folge aufmerksam gemacht: der laud-
; irlscl aftliche Käufer rniisse sich eben immer wieder für die menkcmische, englische oder kanadische Mähmaschine ent- iidon, weil der Händler bei den Ersatzteilen für deutsche staunen völlig versage und zumeist überhaupt nur ans- . Tische Maschinen auf Lager habe. Die hier beklagte Be- nv'.ziignng der ausländischen Industrie erklärte sich mithin ui der Tatsache, daß der Handel die ihm zufallende Auf- atze, die deutschen Verbraucher mit den deutschen Maschi- uene>zeug«rn zum Vorteil der deutschen Volkswirtschaft zu verbinden, bisher noch nicht ersaßt hatte.
Diese Auffassung ist nachträglich auch von den beteiligten Händlerkreisen selbst als richtig anerkannt worden. Als der Krieg das nationale Gewissen einige Zeit geschärft hatte, sprachen nämlich auch die Mitteilungen des Verbandes der Händler landwirtschaftlicher Maschinen und Geräte Deutschlands e. V. zu Frankfurt a. M. von der Pflicht, die englischen und kanadischen Bezugsquellen auszugeben, sich mit anderen Fabrikaten einzurichten, in der ganzen Branche eine volle Säuberung des deutschen Marktes zu erreichen und dazu bei der Anknüpfung neuer Beziehungen in erster Linie
- gemeint ist hoffentlich: ausschließlich! — die heimisch,, -laürikote zu berücksichtigen. So ist nunmehr also auch in Handelskrrifen der beschämende Zwiespalt erkannt tvorden, daß das siegreich» Vordringen der tüchtigen deutsche» In- dnstrie knff dem Weltmärkte den inneren Grund für das gc- gcnwärtige blutige Vöikerringcn bildete und daß dieselbe deutsche Industrie dennoch erst den — deutschen Absatzmarkt in vollem llmfange zu erkämpfen hat, nachdem ihn der Zwi- schenh 'st'st lange ohne Not mit ausländischen Erzeugnissen vtert-' ->nnt,md den deutschen Maschinen künstlich Hemm- ' nst ’ '■ bm- Weg gelegt hat.
E: Ivnre eine Schmach ohnegleichen, wenn künftig von < instand - - einzelne unserer Regimenter kennen bereits den .den Gruß: Gott strafe die Engländer! — oder von Kanada, das jetzt den, englischen Mutterland immer neue Lcharou von Hilsstruppen sendet, auch nur eine landwirt- ' ststiche Maschine zum Schaden der deutschen Industrie ll,,; ~ "tiajfcmb bezogen und hier abgesetzt werden sollte, •tn- auch die Bereinigten Staaten haben für uns als Aus- i'ltoot auf diesem Gebiete anszuscheidcn. Ungeachtet des v aisa ai Einspruches habe» sie Großbritannien und Frank- v >ch ungeheure Lieferungen an Kriegsmaterial geleift-t >> !» > dadurch mit ihrer gauzen-wirtschaftlichen Kraft d. > deutsche Reich und leinen Daseinskampf einge- D:e Deutschen wären Narren, wollten sie sich für •ii offenkundigen Bruch der amerikanischen Neutralität •vvä> den Bezug solcher Maschinen bedanken, die von der en Industrie viel besser hergcslellt werden können.
— iiiögen sich unsere Landwirte nicht mit der Hoffnung gnüge». die Maschinenliändler werden ja künstia ohnehin
• it deutsche» Fabrikaten ouswnrten, sondern sie selbst mögen hei jedem einzelne» Einkauf darauf dringen, daß itz.ien ein
Neue Tageszeitung. Donnerstag, den 24. Dezember 1914.
deutsches Fabrikat geliefert wird und daß auch die nötigen Ersatzteile jederzeit verfügbar sind. Verweigert der Händler eine derartige Betätigung völkischer Gesinnung, so bleibt dem Bundesmitglied nichts weiter übrig, als sich wegen seines Einkaufes an big Verkaufsste^s des Bundes der Landwirte zn wenden.
Anbau von Frühkartoffeln.
Weise Vorsicht verlangt, möglichst frühzeitig neue Kar- tcffclmengen zur Verfügung zu haben, d. h. in weit erheblicherem Maße als bisher Frühkartoffeln anzubanen. Unser Anbau an Frühkartoffeln beträgt nur wenige Hundertstel der Gesamtkartoffelanbmisläch«, ein Absatz zu lohnenden Preisen steht auch bei ganz bedeutender Vermehrung des Anbaues um so weniger in Frage, als die Einstihr hochbe- zahlter ausländischer Frühkartoffeln im nächsten Jahre vor- missichtlich ausgeschaltet wird.
Die Frühkartoffeln stellen bedeutend größere Ansprüche an den Boden als die späteren Sorten. Am besten gedeihen sie auf einem schweren, warmgründigen Acker in guter Kultur. Denjenigen Landwirten, die die Absicht haben, Im nächsten Jahre Frühkartoffeln anznbauen, ist dringend zu raten, schon jetzt, soweit es die Witterung erlaubt, auf dem für den Anbau der Frühkartoffeln gewählten Gelände Stallmist untcrzupffügen und das Land für eine zeitige Bestellung vorzubereiten. Die Apswabl der Sorten wird zum Teil von dem Boden, zum Teil aber auch von der Nachfrage der Gegend, nach welcher die Kartosseln geliefert werden sollen, abhängen.
Um de» Bau von Frühkartoffeln vornehmlich dort ,u ermöglichen, wo die natürlichen Bedingungen (Boden und kliniatische Verhältnisse) für ihn vorhanden sind, ist es erwünscht, schon heute z» übersehen, welche ungefähre Mengen Saatgut seitens der Produzenten im kommenden Frühjahr abgegeben werden können. Die Gesellichast zur Förderung des Baues und der wiitschaftlick' zweckmäßigen Verwendung der Kartosseln hat es bankcnsweiler Weise ibernoimn '». eine iolche Uebersicht herbeizufiiliren. Damit ilme Arbeit auch eine möglichst nmsassende wird, werden alle Landwirte die voraussichtlich znni Frühjahr Te.atgnt abzu '-ben baden, gebeten, der nächsten Landwirts >'".,jtela!nu'.er. oder der Ge- schäftsstclle der Gesellschaft in Berlin W. 0. Eichha-enftr. 6. II, umgehend mitzutcilen. weist»' Torten und in welchen Mengen fie z» verkaufen in der Lage 'ein wvrdi'-n. SoN'cit heute schon ein Preisangebot gemacht »'erden kann, ist auch dieses erwünscht.
Schließlich muß noch daraus hing.•wiesen Word"», daß im nächsten Jahr die Gesamtanbau stäche der Kartoffeln voraussichtlich erheblich vergrößert »erden »ud doder auch die Nachfrage nach Saatgut sehr rege sein u iiö. Nie allgemein bekannt sei» dürfte, bat der Lchndwirtjidalt^mini^n' in einem an alle Zuckerfabriken >a "osteten Rn:•d>st>reiben vom 21. November auf die Notwrndi keit hin gewiesen, einen Teil deS RübenlnndeS znnl der Kartoifeln zn -,er>
wenden. Man kann Wohl daher damit rechnen, daß in, nächste» Jahre die Gesamikartoffeianbv• ’.'-V ; ' » ganz nr. um 10 bis 12 Prozent größer fein wird als iit die' Jahre.
Tic Bttndesratsvcrordmtttg über Vas Schlachten.
Die BmideSrntsverordnnng von: 11. September über das Verbot des vorzeitigen Schlachtend von Vieh ist mit dem 19. Dezember d. I. abgelanfen. Wie »us aus Berlin mitgeteilt wird, besteht Aussicht, daß von einer Verlängerung des Vorbotes, weiblistie Rinder unter sieben Jahre» zu schlachten, abgesehen werde Ganz sicher scheint cs noch nicht, ob auch das Verbot, Kälber, deren Mindestlebendge- wicht unter 75 Kilogramm bleibt, zu schlachten, ansgchob.'n oder nur abgeändert werden wird. Jedenfalls sind die gegen dieses. Verbat erhobenen Bedenken nach wie vor sehr bcachlei-wert.
Dänische Feld'niesc.
Herr Ad. Hensel zu Dortelweil stellt uns iolgendeu Brief eines Heercsaugehörigen aus Fried', irhsdo cf ,. T-, der für unsere Landwirte besondere Beachtung verdiene,, dürfte, zur Verfügung:
Wie co in dcr srauzösischrn Wettern» anssicht.
S......4. 12. 14.
Ihr deutschcn Bauern, könnt froh sein, daß es Euch nicht so, wie hier den armen französischen Bauern ergeht, ihr solltet die trostlose Lage derselben mir sehen. Wir befinden uns hier, ich möchte sagen, in einer Art „französischen Wetterau." Ringsherum große, ,'ächfiae Gutshöfe, einstmals reicher und wohlhabender Bauern. Was ist cm8 diesem Wohlstand aber geworden? Fast überall sind die Besitzer selbst und ihre Söhne beim Militär. Dcr älteste Knecht ist auf den, Gut zurück geblieben, sowie noch einige ölte Mütterchen niit schneeweißen Haaren, uralte Schäfer mit ihren Hunden. Zu einem solchen Hofe gehören durch- kchnittlich ca. 300 Stück Rindvieh, manche haben auch 500 bis 600 Stück, mehrere hundert Schafe, 200 -400 Stück, und eine ziemlich ausgedehnte Pferdezucht. Viele landwirtschaftliche Maschinen aller Art und neuester Konstruktion sind überall anzntresfen. Jeder größere Hof hat seine eigene Dreschniaschine. Große Weiden liegen uni die Gehöfte, wo das Vieh sich Tag und Nacht in, Freien tummeln kann. Die Güter selbst, Ställe etc. sind meistens musterhaft eingerichtet. Hier in den Aisne-Niedernngen ist auch reichlich Wasser vorhanden. Die Weiden sind dürft) breite Wassergräben getrennt, und da? Tränken der Tiere vollzieht sich ganz von selbst. Man kan» überall sehen, daß hier noch vor
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einigen Monaten blühender Wohlstand geherrscht tzst. Und wie sieht es niui hier ans? Kein Stück Vieh, keine Wagen, nichts mehr nennen die Leute ihr eigen. Alles hat sich, und mit vollem Recht, unsere Militärverwaltung zu Nutze ge- macht. Von vielen Hosen im Umkreise ist das Vieh an eine Stelle zusammengctriebcn und dem Proviantamt unterstellt worden. Es ist unser Schlachtvieh. Die Auswahl i[; recht reichlich. Ochsen, Kälber und Schafe werden abwech- selnd verausgabt. Die Schweine sind leider bereits aurvec- kaust und wir sind darin auf den Nachschub aus der Heima, angewiesen. Geflügel ist auch noch reichlich Vvrl »den nno ganz besonders sind die LapmS (Stallhaien) nicht zu ve>- gejscn, deren jede Familie hier mehrere Dutzend hat i . -> züchtet. Einige Milchlühe sind den Bewohnen, gctag'.i worden als wichtiges VoltSccnührungSmittel jür die Ueu . > Kinder und die vielen alten Leute, die in den Törlcru z:. rückgeblieben sind. Gerade hier an dcr Aisne spielt i.w.q dcr Fischfang eine nicht unbedeutende Rolle, und in i, j; jedem Hause sind Angelgeräte und 'Netze nnzulrcfieu. All s dies ist den Leute» gcuonimcn. Aus den lnndwicli.! -- licheu Maschinen waren für uns die Deichseln ein sehr > sachter Artikel und >nanft)c berjelveu wird als Reieivr T, ! . fei mitgcsührt. Tie großen hier üblichen zwei,i.Sen ' Karren dienen uns zun, Heu- und Strohfahren red fans i- gen Zwecken. Ein besonders starke Art ven Zug.»- »':> . . mächtigen Hörnern sind nicht dem Schlachtniesjir ve.j Sie taten uns gute Dienste beim Einfahren dcr Znft.rriib.e,, die wir als Pserdcsuttcr mit verwendet haben. Wie ;u. i cS nun auf den Feldern ans? Ganz trostlos, mag da we.ll die richtige Bezeichnung fein! Ein ganz geringer Teil der Ernte war bereits von den Franzosen noch eingcl, liren >»».- den, wir dreschen ihn jetzt. Ein anderer Teil dcr Fr.-a r stand aus Hausen im Felde, oder lag noch ganz frisch . - schnitten ungeknebelt auf dem Boden. Ein dritter Teil i. Frucht stand noch iin Halm ans den Aeckern. So sah es .v..r den Feldern ans, als wir in Frankreich einzogen. Die raßhe Auseinandcrsolge all der ersten kriegerischen Ereignisse I: uns natürlich nicht an Feid-'-wil denken. So kam es, daß durch seinerzeit anhaltende Regengüsse begünstigt, das Korn in den Garben nnd dcr geichnittenen Frricht zu keimen begann und unbrauchbar wurde. Als die Kriegslage dann ruhiger zu werden begann, retteten wir, was auf den Felder» noch zu retten war. Besonders waren die Kar- losfelleider bald abgecrntet, eine Arbeit, zu welcher man keinen anzusporucn brauchte. Tausende von Zentern wurden dem Proviantamt zngeführt und dann gleichmäßig unter die Truppen verteilt. Auch gelang es uns noch vor dein Frostwetter die Zuckerrüben einzuernten, dagegen stecken jetzt »och sämtliche Dickwurz, deren hier sehr viele gezogen werden. Sie sind dcr Vernichtung Preis gegeben. Eine 'Neubestellung des Landes hat natürlich nicht stattgefimden. Keine Winterfrucht ist gesät wurden. Das Vorhandene kam unseren Soldaten zugnt und ivas soll mm im nächsten Jahr aus dcr Bevölkerung werden, die hier noch sehr zahlreich vertreten ist? Kein Vieh, keine Geräte, keine Vorräte, nichts ist dem Leuten geblieben I Würde unsere Heeresleitung nicht jetzt jchon für die arme Bevölkerung sorgen, s» könnten die Elenden Hungers sterben. Dankbar erkennen die Leute unsere getroffenen Maßnahincn an und mancher von ihnen würde gern Deutsch werden, nachdem er nun hat ei »sehen gelernt, wie schmählich seine eigene Regierung ihn dem llntorgang pieisgegcbcn hat. So ficht cs in der fr»»- zöfischen Wctterau aus.
Wie ei» Wetterauer die Franzose» uzte.
Ein Landsmann von »ns. der Landwirt Eg. 6 . . . non Butzbach befand sich bei Ausbruch des Krieges in Amerika. Wie es ihm gelungen ist, trotzdem die Franzosen scharf auspaß, ten, durch den Kanal und nach Deutschland zu kommen, schildert er anschaulich in einem Brief, den er an einen Freund in Frlcdberg, Herrn Zahnarzt L . . . . geichricben hat und der uns dieser in liebenswürdiger Weise zur Dcröfsentlichung übergeben hat.
..... 8. November 1814.
Als dcr Krieg ausbrach, waren zunächst alle Versuche, »ach der Hciuiat zu kommen, vergebens. Trotz alledem ließ ich nichis »»versucht, um rüber zu kommen, denn das Blut, das in nur sie ", lam nicht mehr zur Ruhe, auf die Lügcngerüchte hin, wie sie av'eiitanijche Blatter verbreitet hatten. Zunächst ließ ich mir. bekannt gegeben wurde, daß der holländische Dampfe' »leu Amsterdam" auch deutsche Passagiere mit nach Rotterdam nehmen würde, sofort vom deutschen Konsulat „Philadelphia" einen Ausweis ausstcllen, dahingehend, daß ich mich am ersten Mobilmachungstage gemeldet und versuchen würoe, aus der „Neu Amsterdam" die Heimat zu erreichen. Diese» Ausweis nun und meine Militärpapiere ließ ich mir in ei» paar Schuhe, die frisch gesohlt werden sollten, cinnähen: ma» »inßic inrmlid) ii rechnen, daß' das Echisf im Kanal angehalten und nach Äcntschcn untersucht werden würde.
Des writcrin ließ ich mir beim Kauf der Uebcrsahrtkarie» einen "lusweis geben, daß ich zu Einsiedel in dcr Schweiz gebaren sei und wurde auch bei der Abfahrt von Hoboken am 2'’. August als „Schweizer" in die Schissspapicre eingetragen. Aus dem Schiffe sah man fast nur dciftsche Eestchier. Die Absatz'i des Schiffes. — Nachts t Uhr — war einsach rührend! Zu welch' großen pairiotifchen Kundgebungen cs kam, als dio Kapelle eines Newyorker Vereins die deutsche Nation rb Hymne spielte und alle die echten Dcuischen, die uns zu Schi » gebracht hatten, entblößten Hauptes in sie einstimmtcn, t, > läßt sich nicht beschreiben. Tausende von Deutschen sah man am User stehen nnd gar manchem rollten heiße Tranen die W» gen herunter. Wie gesagt, dieser Augenblick läßt sich nicht schildern. Leider wußten die meisten von uns nicht, welch.»' Unglück sie entzrgengchc» sollten. Es waren auf dem Sd;i f nur 8 bis 8 Seifte, die keine deuifche Staalsangchörige waren, alle übrigen waren Dciftsche und waren als solche auch außer tniv, wie gesagt, in die Cchifssliste eingetragen, den"


