Correspondenz Nachrichten 233

konſequent geſchriebenen, in der Miner va ſpaͤ⸗ terhin erſchienenen Aufſatz, uͤber die Verhaͤltuiſſe zwiſchen England und Frankreich, welcher auf die⸗ ſelben Reſultate fuͤhrt, die meinem Aufſatze zum Grunde liegen, eben auch mit ſolchen militäriſchen Kraftfloskeln hinzurichten? Und wozu ſoll dieſer literariſche Soldatengeiſt fuͤhren?

Wo ſolche Menſchen mit ihren Kommando Woͤrtern irrig, grundfalſch u. dgl. ſelbſt nicht mehr ausreichen zu koͤnnen glauben, wo ſie fuͤh len, daß der Unbefangene der Triftigkeit und Con ſequenz der Gruͤnde nachgeben wuͤrde; da ſprechen ſie von widerlicher Dialektik, von dialekti⸗ ſcher Kunſt u. dgl., beinahe ſo wie der Nei diſche, der fuͤrchtet, ein Andeer moge ſich an ei ner Schuͤſſel laben, ihm zuruft: ruͤhre ſie nicht an, es iſt Gift darinn! f

Genug uͤber die Unfaͤhigkeit des Recenſen ten zu tecenſiren. Wer nicht im Stande iſt, Gruͤnden, welche aus praktiſchen Beobachtungen, ruhiger Ueberlegung und unbefangener Anſicht ent ſtanden ſind, auch nur ſoviel Gerechtigkeit wieder fahren zu laſſen, daß er ſie auf eine ruhige, ge ſittete Weiſe wuͤrdigt; der iſt wohl ſo vieler Wor te nicht werth. Uebrigens erwarte er die Entſchei dung der Erfahrung. a

J. J. Prechtl, k. k. dteal⸗ Akademie Direktor, Profeſſor, und Ceuſor.