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Ueber die Nothwendigkeit wiſſenſchaftlicher Ausbildung zu techniſchen Gewerben, im be— ſondern zur Faͤrberei und Zeugdruckerei. Schreiben an den Herausgeber Wien den 26. Oktob. 1810.
Sie erhalten hiebei einige Eremplare meiner Ankuͤudigung chemiſcher Vorlefungen uͤber die Faͤr— berei und Zeugdruckerei, zu deren öffentlichen Hal— tung ich von Sr. Majeſtaͤt die Erlaubniß er. halten hatte.) Der Wunſch, durch Verbreitung wiſſenſchaftlicher Kenutniſſe in einem Gewerbe, das eben darum, weil es uur ein Zweig der Wiſſen⸗ ſchaft(Chemie) iſt, nie von derſelben getrennt ſeyn ſotlte, fuͤr die Emporbringung der National- induſtrie nuͤtzlich ſeyn zu kbunen, hatte mich zur Uebernahme dieſer Arbeit beſtimmt.—
Theorſe(Keuntniß der richtigen Grunde, auf welche ſich irgend ein Verfahren ſtuͤtzt) iſt bei allem in der Welt, auch bei den plumpeſten Hand⸗ lrbeiten, nuͤtzlich und nothwendig; aber bei allen Gewerben, die entweder techniſche Theile der Ma— thematik oder der Chemie ſind, iſt ſie vollig un— entbehrlich. Das iſt ſo ſehr fuͤr ſich klar, und von Allen, die mehr als blos gemeine Bildung haben, ſo anerkannt, daß man ſich in der That
wundern muß, warum noch immer die wichtigſien, 7) Die Leſer finden dieſe Ankündigung im XI. Heft der Zeit⸗ ſchrift abgedruckt. Sie dürfte ſo wie ber ganze Inhalt des obigen Schreibens alle Beherzigung, deſonders in Böhmen, Mähren, Oeſtreich, von Seiten aller Fabrik⸗ Inhaber, Färber und von Eltern, welche ihre Kinder den hierhergehörigen Induſtriezweigen widmen wol— ken, verdienen. g 5.
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