218 Nachrichten uͤber die Habaner

nung(Inſurrektion) einen Mann zu Pferde, mit der nöthigen Rͤſtung ſtellen. Dagegen ſind ſie von allen Komitats und Herrſchaftlichen Frehndien ſten, von Einquartirungen und Militaͤrdienſten frei; leiſten keine Vorſpann, geben keine Zehnten und genießen die ſonſt Herrſchaftlichen Benefizien der Muͤhle, des Wirthshauſes und der Schlachtbank, frei und ohne dafuͤr etwas zu entrichten.

Da ſie bei dieſen großen Beguͤnſtigungen, ſehr fleißige und geſchickte Handwerker ſind; ſo kann es auch nicht fehlen, daß ſie meiſtens wohl habende Leute werden, die ſich nichts abgehn laſ ſen, aber doch ſteis in den Schranken der Ma ßigkeit und Beſcheidenheit bleiben.

Uebrigens ſind ſie ein ſtarker geſunder Schlag Menſchen, worunter ſich beſonders die Weiber durch einen feſten und ſtarken Gliederbau auszeichnen; daher man ſie, u. wegen ihrer außerordentlichen Rein lichkeit als Ammen in großere Haͤuſer zu erhal ten ſucht, was jedoch etwas ſchwer haͤlt, da ſie ſich nicht leicht auf laͤngere Zeit vom F nx zu entfernen, entſchließen koͤnnen.

Ihre Toͤpferarbeit hat ſehr groen Abſatz, da ſie gewoͤhnlich grobes Geſchirr fuͤr den gemei nen Mann verfertigen, und wird weit im Lande herum verfuͤhrt. Eben ſo werden ihre Klingen geſchaͤtzt, welche meiſt roh, in die Staͤdte an die Meſſerſchmiede zur feineren enn 5 N fert werden.

Da ihre Dachungsart, ſo vortrefflich ſie auch iſt, doch bis itzt ſehr wenige Nachahmer gefun⸗