390 Anfragen, Vorſchlaͤge, Wuͤnſche 1
Thelle, beſtaͤtigte die ſchon vielmal wiederholte Erfahrung des Gaͤrtners. So weit ſeine Erzaͤhe lung. 185 g Daß mir dieſe beſondere Erſcheinung im Ge⸗ biete der Zoologie, beſonders auffiel, iſt wohl naturlich, und daß der erſte Gedanke der ſich mir darbot, jener war: wie wenn alle dieſe hier ge⸗ fangenen Thiere einerlei Geſchlechts wären? iſt eben ſo natuͤrlich. Doch ſchnell mußte ich ihn aufgeben, theils wegen des oben angefuͤhrten Beiſpiels des befruchtet vorgefundenen Weibchens, und theils wegen der großen Unwahrſcheinlichkeit, daß unter einer ſo großen Anzahl Thiere, ſich nicht wenig⸗ ſtens ein Paar von verſchiedenem Geſchlechte vor gefunden haben ſollten—
Ich glaube daher, daß dieſer Gegenſtand fur jeden Naturforſcher intereſſant genug, iſt, um ſeine Aufmerkſamkeit zu erregen. Muntern Sie doch durch Ihre beliebte Zeitſchrift unſere Gelehr⸗ ten auf, dieſes Dunkel aufzuklaͤren, und praktiſche Beobachtungen zu machen; denn mit der Theorie.(da hier Erfahrung ſpricht) und Bogenlangen Zimmerde— duktionen iſt uns wahrlich wenig geholfen.
Ich ſehe zwar ſehr wohl ein, wie ſchwer dieſe Forderung iſt, da bei uns die Biber unter die allerſeltenſten Thiere gehoͤren. Da aber die Zeit⸗ ſchrift ſo viele und mannigfaltige Leſer hat; ſo duͤrfte ſie doch vielleſcht einem oder dem andern in die Haͤnde fallen, der zu Beobachtungen Gelegen⸗ heit faͤnde, und dieſen wuͤnſchte ich, auf dieſen beſondern Umſtand aufmerkſam zu machen und mir ſeine Belehrung auszubitten.


