306 Eine Excurſon nach Tieſchan
Ich fand wohl auch in Boh men zerruͤttete, ſchon ziemlich theuer gekaufte Guͤter, wo indeſſen doch die Beſitzer Sun und Einſichten genug hat⸗ ten, die Verbeſſerungen und ihren Vortheil nicht auf dem Felde, ſondern im Stall zunaͤchſt zu ſu⸗ chen.
Aber Huͤtten ſtatt Stkaͤlle, viel zu wenig fuͤr den dermaligen kärglichen Veſtand und dabei zum Einfallen! Wie erſchwerte dieſer einzige Umſtand das Fortſchrelten!
Die Tie ſchaner Meyerhofs- Gebaͤude hin⸗ gegen wuͤrde man itziger Zeit nicht fuͤr das her⸗ ſtellen, was das ganze Gut gekoſtet hat.
Siebente Merkwürdigkeit.
Eine Ziegelbrennerei mit Steinkoh⸗ len: dieſe war die eigentliche Deranlaſſung der diesmaligen Reiſe..
Die Landesſtelle aufmerkſam auf die immer zunehmende Holztheururg und auf den durch neue—⸗ re Vemüuͤbungen wieder in Aufnahme gebrachten Steinkohlenbau zu Roſſitz, war ſchon laͤngſt dar⸗ auf bedacht, hier eben ſo wie in Wien, die Steinkohleu, zur Schonung der Holzeonſumtion und zum Vortheil der Hauptſtadt in deu großen jahrlich viel Holz freſſenden Brennereien vorzuͤglich der Ziegel und des Kalks, zu benutzen. Der Krieg hatte die Aus fuͤhrung dieſer fuͤr das ganze Pub⸗ likum wohlthaͤtigen Entwuͤrfe gehemmt.
Indeſſen hatten ſich einzelne Kluͤgere und Weiterſehende ſchon laͤngſt von den Vortheilen uͤber— zeugt, welche die Steinkohlen theils in


