Ausgabe 
26.11.1914
 
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Rtae StantiMag. den 2 «. «»»»«der 1911.

sie tudjt aus st« schieden »strden. seien sie bereit, stch scharen­weise zu ergeben, war auch tatsächlich stattsindet. nachdem di« Antwort aus dem gleichen Wege »urückgesandt wurde.

Der sranzoslsche verwundere berichtet: ..Wir haben unsere Kampfgenossen, die verdammten Engländer, kennen gelernt. Meistens liegen sie in zweiter Stafiel und wenn wir »urück- gehcn wallen, bezw. müssen, beschießen sie uns van hinten. Wir willen jetzt, daß wir niemals über deutlche Truppen siegen werden, dabei mlüsen wir borden und Hunger»,.wählend die Engländer olle» in Hülle und skulle hoben.

Lieber Karl' W-nn da» so weiter geht, werden bald die Franzoien gegen die Engländer Vorgehen. Wenn man dagegen die Tapferkeit und de» guten Geist bet un eren Truppen lieht, so können wir mit Gotte» Hülse aus einen ruhmnallen Frieden rechnen Herzenssroh wäre ich. wenn wir Weihnachten zu Hause, im Kreise unserer Lieben seiern könnten und der Weih- nnchisspruch: ..Ehr« sei Gott in der Hohe und Friede aus Er­den und den Menschen ein Wohigesasien" von hunderiiansen- den Krieger in deutichen Kirchen erlchallen würde. Dob trag« ich mich mit dem Gcdonlen, daß wir Weihnachten hier in Fronlreich seiern müssen. Ich treffe schon jetzt Vorbereitungen hier»». Habe schon zehn Wachskerze» nach und nach zusam­men ----- - na will sagen zusammengebracht Heute ist Sonntag, ein recht naßkalter Tag. nicht» al» Regen und Schn'eschauer und dabei beult nur so der Sturm.

Noch einmal aus den Engländer zurückzukommen. Ich sah schon verichicdene Trupp» Gesängen«. Sie haben olle recht freche Verbeecher--sichter man kann glauben, sie kämen olle au» Siroson'ialie» oder Zuchtbö >sern und wie seine lle llnd. ersten» sind sie selten vorne i» der Front, wenn ii« mal da sind, erheben sie da» Gewehr, da» Zeichen, daß sie llch ergeben wollen »nd wenn unlerr Truppen oorgeben. um sie oesnnge» z» nehmen und aus.in T.O Meter und noch näher heran sind, eröftnen sie ein mörderisches Feuer, viel englische Gesrng.-ne werden deshalb nicht gemacht.

Lieber Karl- Ich muß setzt Schluß machen, da anderwei­tige Pslichten rusen. Ihr glaubt nicht, wie mich da» sreut. wenn ich eine Nachricht au» der Heimat erhalte, und ->enn e» nur ein Karten grüß ist deshalb laßt recht bald wieder etwa» von Euch hären

Wir alle hassen, daß Deutschland mit Gotte« Hülse, mit sei­nen tapferen Truppen und der Sachkenntni» seiner tüchtige» Offiziere in dielen, gewaltigen Völkerringen den Sieg »asan­tragen wird, doch heißt es. geduldig sein und ausharren!

Ein andermal erzähle ich Euch, wie ich mit noch 5 Mann «ine Stund« lang als Engländer betrachtet und von einer iran- zäsijchen Wirtin frei verköstigt wurde.

Gott besohlen!

Wie deutsche Krieger ihre gesollt»« Kameraden ehre«.

Davon gibt solgender Brtes. der an d>« Eltern eine» i» Frankreich gejallencn Helden gerichtet ist, eine rührend« Kunde: Kampagne. 27. Oktober 19t*.

E» ist mir rin Herzenrbcdürsnis, Ihnen über Ihres teure» Gelallenen letzte Ruhellätte zu berichten. Ich ol» sächsischer Landwehr Grenadier, Unterosfrzier der 7. Komp. Nr. . . . hatte am25 September 1914 de» Austrag, mit zwei Gärtner mei­ner Kompagnie die Kriegergräber zu schmücken. Ich erbat mir von meinem Major, da ich ein geborener Oberhrsie bin. die Erlaubnis. Ihnen allen die letzte Ruhestätte Ihre» tapft- len Helden milzuteilen, wa» auch meine» Major» Wunjch war. Der Ort heißt Louppy in der Nähe von Montmedq, ein klei­ne» Dort mit herrlichem Schloß und Park eine» alten Adel- gejchlechi». Da» Schloß diente al» Lazaecti. Im Park an der schönste» Stelle liegen lll tapsere deutlche Kämpfer neben ei­ne,» Franzosen begraben, darunter Ihr Teuerster mit »och 2 Leibdraoonern. Ein Denkmal au» Eichen ans jedem Hügel ist die Ruhestäiie mit grünem Raien und Blumen geschmückt zu dauerndem Andenken. Gesallen am 7 Sept. Ihr Teuer­ster lämpste als Held fürs Vaterland. Auch wir alten Fami­lienväter stehen sür Weib und Kind und Vaterland im Feld

Mit Gruß!

Unteroffizier d. L. Ruckelrhnuß.

Gktreidknorrals-Ermiltelnnik.

Am 1. Dezember 1S14 findet im Deutschen Reich zu» zwei­ten Mole eine Aufnahme der Vorräte von Getreide und Er­zeugnissen der Getreidembllerei für menjchliche und tierische Ernährung statt. Sie soll die Vorräte insoweit erfassen, al» ste sich in der Nacht vom 80. November zum 1. Dezember i» Eewahrjam der zur Angabe Berpslichtelen besnndeu haben. Die Zählung erstreckt sich nicht aus gewöhnliche Haushaltun­gen. sondern nur aus bestimmte gewerbliche und alle ianbwirt- schasilichen Betriebe. Bit der Zählung am 1. Juli d I. wur­den nur sür die über 5 Hektar große» landwirtschaftliche» Be­triebe verlangt.

Ein Eindringen in Einkommen»- und vrrmögensrerhält- »isie ist ausgeschlossen. Die Angaben werden nur tür Zwecke der amtlichen Statistik verwendet. Die Zähler haben die ihnen gemachten Angaben streng geheim ,n Hallen.

Di« Aufnahme ,oll die Vorräte von Weizen. Spelz, Rog­gen. Menggeireide und Mijchsiucht. Hafer. Gerste, so, Mehl au» Weizen und Spelz, einschließlich de» zur menschlichen Er­nährung dienende» Schrat» und Schrotmehl», Roggenmehl. Aoggenschrot» und R-ggenschrolmehl». anderem M-tzi (au» Gerste. Haler. Mai» oder Menggeireide). ersallen.

Die Erheduag erstreckt sich aus salzend« Betrieb«:

1> Alle landwirtschaftlichen Betriebe.

2s Gewerbliche Betriebe: Getreide-, Mahl- und Schälmüh­len: Bäckereien, Konditvreic», Rudeifabriken, Nährmittelfadri» ke«. Stärkesabrikeu. Mälzereien. Mollereien mit eigenem Bieh- stant. Mästereien. Meiereien und Züchtereren ohne landwirt­schaftlichen Betrieb. Brauereien. Branntweindrennereien. tze- jesabrile» usw.

2) Handelsbetriebe: Handel mit Getreide und Mühlen- sabrcknten, Hülsensrüchten. Fourage, Futter, Kolonialwaren, Koiisnmvereine, Warenhäuser, Getreidehallrn- und Lager­häuser, Handel mit Schlacht- »nd Nutzvieh. Pferdebauke! »sw.

i) Verkehrsbetrieb«: Kommunal- und Privateiseudahnbe-

triebr, Personen- und Frachtsuhrgeschäste einschließlich Omni, busbetriehe, Straßendahnbrtriede. Aurspannwirtschaften, Gast­häuser, Sptdilion, «bfuhranstalten. Reitinstitute. Schissuhrir- betrieb« usw.

Um den Zählern, welche bel der Zählung die Angaben in hie Zählliste einzutragen haben, richtige Antwort geben zu können, werden die Betriebsinhabcr oder deren Stellvertreter dringend ersucht, ihre Vorräte an Getreide und Mehl kürz ror dem 1. Dezember zu überschlagen. Wer die an ihn gerichteten Fragen wissentlich wahrheitswidrig bcantwor »l oder sich wei­gert. sie zu beantworten, setzt sich großen Unannehmlichkeiten aus gegebenen Falls einer Ecldstrase bis zu 7m« Mrrk oder im Unvermögenssalle einer Gesängnirstrase bi, zu 6 Monate».

Uirlirälslung am 1. Desrmlier 1914.

Das Königlich Preußische Etatistische Landespmt ocräfi:nt- lichi kcigenbe Ansprache an die Bevölkerung:

Am l. Dezember 1S11 finde« im Deutschen Reich eine allgemein« Viehzählung statt. Die Fragen, die hierbei an die Bevölkerung gestellt werden, sind leicht verständlich: ihre Beantworlung verursacht nur geringe Mühe.

E» werde» gezählt: Pferde, Rindvieh. Echase. Schwüne und Ziegen, bei dem Rindvieh und den Schweinen auch die Unterarten.

Der Zähler hat innerhalb des Ihm zugewielenen Zählbe­zirks von Gehöft zu Gehöft und in diesem von Haushaltung zu Haushaltung das in der Nacht vom 30 November zum 1. De­zember 1914 aus dem Gehöfte vorhanden geweiene Vieh zu zählen und die Zahl in die Zahibezirksliste wohrhettsg.-treu einzutragen. Das Ergebnis ist dem Haushaltungsvorsteher vorzulegen und von ihm mündlich zu bestätigen.

lieber die in den Zähibezirlsiisten enihalleuen. de» Vieh­besitz de» einzelnen belressenden Nachrichten ist da» Amtsge­heimnis zu wahren. Die Angaben dürfen nur zu amtlichen statistischen Arbeiten, nicht aber zu Steuerzwecken benutzt wei­den.

Die Ergebnisie der Viehzählung dienen lediglich den Zwecken der Staats- und Gemeindevctwaltung und der Förde­rung wisienichaftlicher und gemeinnütziger Ausgaben, wie He­bung der Viehzucht. Insbesondere soll dadurch ein Einblick in die Fleischmengen gewonnen werden, die durch die heimische Viehzucht für di« Bollsernährung versügbar werden.

Die Erreichung de» bedeutsamen Zweckes der Zahlung hängt zum großen Teile von der Mithilse by Bevölkerung ad. An sie wird daher die dringende Bitte gerichtet, das Zähtge- Ichäft durch bereitwillige» Entgegenkommen den Zählern, Orts­behörden usw. gegenüber zu erleichtern. E» bedars einer gro­ßen Zahl sreiwilligex Zähler, die bei der Ausübung ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit die Eigenschaft von össentlichen Be­amten besitzen. Es steht zu erwarte», daß wie bei irührren Zählungen so auch diesmal sich i» genügender Zahl Personen sindcn werden, die bereit sind, dieses Ehrenamt zu überueh- men: sie würde» damit dem allgemeinen össentlichen Znirresse einen wesentlichen Dienst leisten.

Endlich ist noch in geeigneter Weise, namentlich durch Be­sprechung i» den Schulen und durch Abbdruck dieser Ansprache in den amtlichen Blättern und in der Tagespresie der Zweck der bevorstehende» Zählung zur möglichst asigemeine» Kennt- ni» zu bringen.

Die Ausbereitung der Ergebnisie der Zählung gesisiieht durch das Königlich Preußische Statistische Landesamt in Ber­lin SW. 68, Lindenstraße Nr. 28, das zur Behebung -iwa ous- tauchendcr Zweifel aus jede Ansrage bereitwilligst Auskunft erteilen wird.

Eine etwaige Berössentlichung der Ergebnisie wird Io ge­halten werden, daß darin die Angaben de» einzelnen Hzushal- tungsvorstehers in keinem Falle mehr erkennbar sind.

Mil'li r-Gr «tzgcschäft 1915.

Im neuesten Armee-Vorordnungsblatt wird, folgende; bekannt gegeben: Tie Vorarbeiten für dos Ersatzgcschäst int Jahre 1915 sind unverzüglich einzuleiten. Tie Militär­pflichtigen sind aufzufordcrn, sich in der Zeit vom 1. bi; 15. Dezember 1914 zur Nekrulienmgrstammrolle anzumelden. Von den mit der Führung der Zivilslaudsregister betriuten Behörden und Personen sind die An?züge a»r den Geburt?- oder Sierbcregistern den zuständigen Stellen zum 1. Dez. 1914 zu übersenden. Für den Beginn de; Musterunzsge- schäsier ist der 2. Jonuar 1915 in Aussicht zu nehme».

Ans d?r Heimat.

* Abgabe von att»r"ng!ertrn Militnrpserden etc. Samstag den 28. November, vormittag; 9H^ llhr werden ans dem Pserdcniarktplatz in Darmstadt ca. 50 ausrangierte Pferde, darunter viele belgische Beutesohlen im Alter von 12)4 Jahren durch die Landwirischastskammer versteig­ert. Zur Versteigerung werden nur Landwirte zugelassen, die sich verpfiichten, die Pserde in ihrem Betriebe zu ver­wenden und sie während der Kriegszeit nicht zu verkaufen. Tie Versteigerung erfolgt gegen Barzahlung.

* Gieße». 26. No». Der Privatdozent an der hiesigen Lan- desunipersität Dr. B » » e l von Falckenstein, Leutnant der Reserve im Dragoner-Regiment »o» Bredow (l. Schlesische») Nr 4. Ritter de» Eilernen Kreuzes, ist aus dem wesllur,-!» Kriegsschauplätze gesallen.

* Frauksnrt «. 91., 25. No». Bei einem starke» Auftrieb von 2509 Sitz weine« gingen auf dem letzten Hauptviehmarkt« bei gedrücktem Handel nnd lleberstand die Preise sür Schweine grgen die Vorwoche in den drei erste» Qualitäten von 7274 Psenni, auf 70-78 Psemiig »r« Pfund Schlachtgewicht »'.rück, während vollslcischige Schweine unter 80 Kilogrnmar 8971 Pfennig pro Pjuud Schlnchtgemicht notierten. Der starte Aus. trieb an Schweinen, wie er seit Woche» auch »ei Rtnduteh be­obachtet wird, läßt den Schluß zu, daß die Landwirt» mehr al.

im Interesie einer dauernden hinlänglichen Versorgung der

Bevölkerung mit Fleisch piläsiig ist, Ihre Schwetnebestände er. hcblich verringern und an den Handel abgeben und zwar im

Hinblick aus die hohen Futtermittelpreise. De» jetzigen über, reichen Zusuhren werden aber später knapp« tolgen und daun dürste» sich süc die Flkischoersorgung der B-oölkerung Ealami-

kätcn ergeben.

' Franksurt a. 9)., 25. No». Einhundert Schwester, der Kongregation der Töchter vom göttlichen Erlöser vom Mutter- Hause in Würzburg passierten am 23. November den Haupt- bahnhos bei ihrer Reise nach d.-m Kriegsschauplatz West.

Heuen Rasia».

» Wiesbaden, 25. Nov. Aus dem hiesigen Schlacht- uh Vichhof wurde ans dem letzte» Marktag die Maul, und Klauenseuche scstgeslelll. Der gclamle Austrieb' 21 Ochsen, 17 Bullen, 76 Kühe, 17 Kälber, lll Schaf« und 267 Schweine Io. wie 8 Ochsen. 3 Bullen und 23 Kiche ans Holland, dor-te den Biehhos nicht verlassen, sonder» mußte abgeschlnchtet werden

* Wiesbaden, 25. Nov. Der au» dem Heere ausgestobene 88jährige Taglöhner Heinrich Persle nur Niederlibbrch im Taunus hotte stch zu Beginn des Jahres bei einer Eheiro» in Dotzbeim häuslich niedergelasicn, in der Zeit,, in der deren Ehemann imKittchen" weilte. Seine Treue verwandelte sich ul» da» Geld knapp wurde in Untreue, sodaß schließlich in dem Haushalt allerlei nützliche Dinge fehlten, die Pcrst- in Nie. ßcnde Werte zu verwandeln gewußt hatte. Diese verschiedenen Diebereien »sw. kreidete ihm die Straskammer mit 6 Monaten Gefängnis a».

* Limburg a. d. Lahn, 25. Nov. Wegen der grassierenden Maul- und Klauenseuche hat d-r Regierungspräsident die Ab­haltung des sür den 24. November d. I. vorgesehene Diehmarlt untersagt.

* von der Lahn, 25. Nov. Zn der Näh« der Station Lau- renbnrg stürzte ei» Soldat aus einem in der Fahrt bejindli- chem Zuge, geriet untcr die Räder und war sofort tot.

* Ziegeuhain. 25. Nov. Die Jugend von zwöls Gemeinden de» Kreises Ziegcnhain hat ihre Kirmesgcider im Betrage von 1280,70 Mart zum Zwecke der Beschassung von Wolle zur An- fettigung warmer Kleidungsstücke für unsere tin Felde stehen­den Truppen demRoten Kreuz" zur Bersügung gestellt.

* kasiel, 25. No». Die Mitglieder de» Laudwirtlhiftl. kretsvereins Kasiel behandelten in einer Dersammlung die Frage, wie in diesem Winter da» Vieh zu süttern sei. Die Landwirte kamen zu dem Schlusie, daß bei den heutigen Prei­sen der Kartossel» ein Verfüttern derselbe» angemchrn er­scheine.

Starkenburg.

Wie ein Freiwilliger dos Eiserne Kreuz erwarb.Als eine Abteilung eines jungen Regiments zum Sturmangriff aus Dixmuiden Vorgehen sollte, fehlte der nöttge Schneid. Da zog rin junger Freiwilliger aus Viernheim in Hegen seine Mund­harmonika heraus, spielte aus ihr mit der linken Hand, in der Rechten das Gewehr zum Angriff bereit, ha, bekannte Lied: Ach, wenn das der Petrus wußte!" Singend und pseifend fielen die Kameraden ln den Gesang «in und im Sturm wurde die feindliche Stellung genommen. Für diesen Beweis seiner Tapferlett und Kaltblütigkeit erhielt der junge sreiwillige Bicrnheimer das Eiserne Kreuz.

* Mainz, 25. Nov. Zu dem Zusammenstoß von drei Eisen- bahnzllgen aus der rechten Rheinscite an der käiserbrücke bei Mainz crsahrc» wir noch folgendes: Der von Biebrich Ost um 1 llhr kommende Güterzug halte die Fahrt frei über die Kai- serbrsicke nach Mombach. Für den von Bischossheim kommen- dcn Eilgllierzug war das SignalHalt" gestellt. Der Führer beachtete dies nicht, sondern überfuhr es Insolgebene» er­folgte kurz vor der Einjahrt zu der Käiserbrücke der Stoß aus die Flanke des erstgenannten Zuges. Der zur gleichen Zeit vo» Mainz nach Wiesbaden fahrende Personenzug hatte freie Fahrt. Er streifte jedoch die Wage» des Vischossheiwer Eil- guterzugcs. Die Aufräumungsarbeiten, die von Arbeitern der Eiscnbahnverwaltung Mainz »nd durch eine Abieilung Pio­niere vorgenommen wurden, nahmen raschen Fortgang, sodaß um TV, llhr bereits der eingleisige und um 12.12 Uhr der rolle Bettieb wieder ausgenommen werden konnten. Zertrüm­merte Wagen an beiden Seilen des Bahndammes kennzeich­nen zur Zeit noch die Unglücksstelle.

* Worms, 26. Nov. Der hessische Landtagsabgeordncte, Rechtsanwalt Dr. Bozheimcr von Worms, Vertreter des Wahlkreises Lampertheim, der in den Kämpfen bei Lille jchiocr verwundet worden war, ist im Lazarett zu Eomincs den Vcr- letzungen erlegen. Dr. Boxheimer gehörte der Zentrumspar- tei an.

Gottesdienst in der Stadikirch«.

Freitag, den 27. November, abends By, Uhr: Kriegsbitt­ondacht. Herr Pfarrer D i e h l.

Fronkinrter A-etirrbericht.

Trüb, zeiftveife Niederschläge, etwas wärmer, südwest­liche Winde.

?m~ Wer

g y für den TPC W Monat Dezember S9* noch nicht auf die MVNeue Taqeszeiiulig" "M8 abonniert hat. der MV beeile sich, die s loiort zu

Beronkwortlich für den politischen und lokalen Teil: Ltte H i r I ch e l. Friedberg: sür den Anzeigenteil: K. 2 ch »i i d t, Feiedberg. Druck und Verlag derNeuen Togeszeitunz" «. Friedbcrg i. H.